Checkliste für Hausverkäufer

Immobilie verkaufen, aber richtig: die wichtigsten Unterlagen im Überblick

02.06.2015 13:19:20

Hauseigentümer, die ihre Immobilie verkaufen wollen, stehen vor vielen Fragen. Häufig unterstützt ein Makler die Eigentümer bei der Verkaufsabwicklung, indem er sich um die Preisfindung und die Vermarktung des Objektes kümmert. Als Auftraggeber können Sie aber auch selbst einiges für den Verkaufserfolg tun. Denn dieser hängt davon ab, welche Informationen Sie dem Makler zur Verfügung stellen. Wir zeigen Ihnen, welche Dokumente nötig und nützlich sind.

Verkaufsvorteil mit den richtigen Dokumenten

Unabhängig davon, ob Sie ein Haus oder eine Wohnung verkaufen möchten, sollten Sie dem Makler gewisse Informationen zur Verfügung stellen. Denn hat der Makler die benötigten Dokumente und Infos nicht zur Hand, kann sich der Verkaufsprozess schnell in die Länge ziehen. Im schlimmsten Fall kann ein Mangel an Informationen am Ende sogar dazu führen, dass ein Kaufinteressent ein anderes Objekt ins Auge fasst. Neben den Vorteilen für den Verkaufsprozess gibt es aber auch gesetzliche Vorschriften zur Vorlage bestimmter Dokumente.

So muss zum Beispiel zu einer Immobilie immer der entsprechende Energieausweis vorliegen. Denn dieser obliegt der Nachweispflicht. Für den Fall, dass der Käufer den Energieausweis nicht einsehen kann, muss der Verkäufer mit einem Bußgeld rechnen. Der Energieeinsparverordnung von 2009 zufolge ist die zuständige Bauaufsichtsbehörde berechtigt in diesem Fall ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro zu verlangen.

Immer parat: Die wichtigsten Dokumente für Kaufinteressenten

Die wichtigste Informationsquelle für potenzielle Käufer ist der Grundbuchauszug. Denn hier ist der tatsächliche Eigentümer des Grundstücks vermerkt und ob das Grundstück mit einer Hypothek, Grundschuld oder Ähnlichem belastet ist.

Tipp der Redaktion

Besonders die Auswertung der Abteilung II des Grundbuches ist für Kaufinteressenten von Interesse. Hier werden Lasten und Beschränkungen eines Grundstückes vermerkt, etwa Wegerechte für Nachbarn oder Beschränkungen zur Bebauung eines Grundstückes. Diese können als wichtige Faktoren die Kaufentscheidung von Interessenten beeinflussen.

Übergeben Sie als Eigentümer daher rechtzeitig die erforderlichen Informationen an den Immobilienmakler Ihres Vertrauens, sodass diese potenziellen Kaufinteressenten möglichst früh mitgeteilt werden können. Neben dem Grundbuchauszug sind auch die Bauakte, Baugenehmigungen oder eventuelle Denkmalschutzunterlagen wichtige Informationen für zukünftige Eigenheimbesitzer.

unterlagen fuer den hausverkauf

Vollständige Unterlagen erleichtern Ihrem Makler den Hausverkauf

Immobilien-Experten raten außerdem dazu, ein Wertgutachten von einem Immobilienmakler, einem Gutachter oder einem sonstigen Sachverständigen einzuholen. Ein solches Gutachten gibt dem Verkäufer Sicherheit bei der Preisfindung und ist gleichzeitig für den Käufer eine wichtige Orientierungshilfe bei der Einschätzung des Zustandes der Immobilie, die gekauft werden soll. Es erleichtert damit die Kommunikation zwischen Kaufinteressent und Verkäufer einer Immobilie erheblich.

Welche Unterlagen braucht die Bank?

Die Kreditabteilungen der meisten Banken verlangen Nachweise über bestimmte Versicherungen wie beispielsweise Gebäude- oder Feuerversicherung sowie Mieteinkünfte oder aktuelle Fotos der Immobilie. Idealerweise können Eigentümer auch entsprechende Bauunterlagen wie etwa die Baugenehmigung, Baupläne oder -beschreibungen einreichen. Offene Fragen zur Finanzierung können mit diesen Unterlagen oft schneller und eindeutiger beantwortet werden. Eigentümer eines Mehrfamilienhauses, die dieses verkaufen wollen, müssen zudem noch detaillierte Informationen über die Vermietungssituation erbringen.

Gewusst wo – Finden Sie schnell die richtige Anlaufstelle für Ihre Dokumente

Die meisten erforderlichen Unterlagen erhalten verkaufswillige Immobilienbesitzer beim Bauordnungsamt. Die folgende Tabelle gibt einen Ihnen Überblick über die wichtigsten Anlaufstellen für die wichtigsten Dokumente vor dem Hausverkauf.

anlaufstellen

Die wichtigsten Unterlagen: Ein Muss für den erfolgreichen Verkauf

Wer als Immobilienverkäufer die wichtigsten Unterlagen zeitnah zur Hand hat, kann den Verkaufsprozess wesentlich beschleunigen. Die meisten Unterlagen wie der Bebauungsplan und die Baugenehmigungsurkunde sind beim Bauordnungsamt erhältlich. Für das Exposé werden zusätzlich aktuelle Fotos, der Bauplan mit den Grundrissen, die Wohnflächenberechnung und die Baubeschreibung nötig. Ein Wertgutachten ist kein Muss, bietet jedoch eine solide Grundlage für Preisverhandlungen zwischen Verkäufer und Kaufinteressent. Beim Verkauf von vermieteten Immobilien wird die Vorlage der Mietverträge sowie der Nebenkostenabrechnungen der letzten drei Jahre erwartet. Wenn es zum Verkauf kommt, werden beim Notartermin die Grundbuchauszüge benötigt. Diese dürfen jedoch nicht älter als drei Monate sein.

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