Gut geschützt im Herbst

Nützliche Pflegetipps für Haustür und Fenster

07.10.2015 10:12:12

Die Haustür ist die Visitenkarte Ihres Eigenheims. Und nicht nur das – sie bietet Ihrem Zuhause Sicherheit und senkt im besten Fall den Energieverbrauch. Damit das auch langfristig so bleibt, sollten Sie Ihrer Haustür vor der kalten Jahreszeit eine Pflegekur gönnen. Wir zeigen Ihnen hilfreiche Pflegetipps für Haustür und Fenster, die sie kostengünstig und mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst ausführen können.

Die richtige Pflege gegen Witterungsschäden

Genau wie Fenster sind auch Außentüren dauerhaften Belastungen ausgesetzt. Nicht nur die intensive Nutzung auch wechselnde Witterungsverhältnisse setzen dem Zustand Ihrer Türen zu: Tägliches Öffnen und Schließen beansprucht die Schließmechanismen und Scharniere. Regen, Wind und Sonne greifen Oberflächen an und verursachen, Flecken, Rost und Farbveränderungen.

herbstliche tuer

Mit der richtigen Pflege sieht Ihr Eingangsbereich auch im Herbst einladend aus

Nach der heißen Jahreszeit und vor Beginn des Herbstes sollten Haustüren deshalb eine besondere Pflege erhalten. So überstehen sie auch Kälte und Niederschlag unbeschadet und bleiben länger wie neu. Ob Holz, Kunststoff oder Metall – jedes Material erfordert jedoch eine gesonderte Behandlung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die unterschiedlichen Türen am besten in Stand halten.

Intensive Pflegeeinheiten für Holztüren

Insbesondere Haustüren und Fenster aus Holz unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Durch Einwirkungen von Sonne, Schnee, Regen und die mechanische Belastung bei der Benutzung wird dieser Prozess noch beschleunigt. Unterziehen Sie ihre Holztüren daher mindestens einmal, besser zweimal im Jahr einer intensiven Kontrolle. Idealerweise sollten die Pflegeintervalle im Herbst und im Frühjahr durchgeführt werden.

  • Bessern Sie sichtbare und kleine Beschädigungen wie Risse oder Druckstellen mit dem Originalbeschichtungsmaterial beziehungsweise dem passenden Füllmaterial aus. Bei den meisten Fachfirmen kann diese Spachtelmasse, Lack oder Farbe in unterschiedlichen Farbtönen bezogen werden.

lasur

  • Ein Reiniger sowie eine Spezialpflege für Holz schützen die Tür zusätzlich vor Witterungseinflüssen und verzögern die Bildung von neuen Rissen, durch die Feuchtigkeit eindringen kann.

Tipp der Redaktion

    Wenn die Holzoberfläche durch Witterungseinflüsse abgenutzt ist, empfiehlt es sich, die Oberfläche mit einem feinen Schleifpapier der Körnung 180 bis 220 abzuschleifen. So lassen sich Oberflächenpartikel entfernen. Säubern Sie abschließend die Oberfläche, sodass diese fettfrei und ohne Schleifrückstände ist und streichen Sie diese gleichmäßig mit wetterfestem Lack oder Lasur in Ihrer Wunschfarbe nach.

Pflegewunder Kunststoff

Außentüren und Fenster aus Kunststoff sind vor allem wegen ihres geringen Pflege- und Wartungsaufwandes beliebt. Dennoch sollten auch sie jedes Jahr mindestens einmal einer Kontrolle unterzogen werden. Was den Werkstoff betrifft sind Kunststofftüren besonders robust, so dass hier selten ein Nachbessern nötig wird. Kleine Kratzer und andere Schönheitsfehler können aber mit einem Kunststoffstift ausgebessert werden. Flecken und leichte Verschmutzungen entfernen Sie am besten mit einem weichen, nicht scheuernden Reinigungstuch und handelsüblichem Geschirrspülmittel. Hartnäckigeren Schmutz beseitigen Sie mit einem Spezialreiniger für Kunststoff und lauwarmem Wasser. Chemische und aggressive Reiniger sind für die Pflege von Kunststofftüren tabu.

Tipp der Redaktion

    Vermeiden Sie es, Kunststofftüren trocken zu reinigen. Hierbei entstehen unschöne Kratzer, wenn Schmutzpartikel auf dem Material reiben. Zudem lädt sich Kunststoff durch eine Trockenreinigung statisch auf und zieht dadurch Schmutz noch stärker an.

Auch Edelstahl- und Aluminium will gepflegt werden

Edelstahl und Aluminium sind grundsätzlich ein pflegeleichtes Material. Türen, die aus diesen Metallen gefertigt sind, können daher – ähnlich wie Kunststofftüren – leicht mit Wasser gesäubert werden. Verzichten Sie auf chemische Reinigungsmittel, Scheuermilch oder Stahlbürsten. Diese können das Material beschädigen und so eine Angriffsfläche für Rost und Oxidation bilden.

Tipp der Redaktion

    Bei einer Aluminiumtür wirken klares Wasser und handelsübliches Geschirrspülmittel am besten. Sie können für die Reinigung auf Spezialmittel verzichten.

Beschläge nicht vergessen – Auch Kleinteile wollen gewartet werden

Moderne Türbeschläge sind nahezu wartungsfrei. Dennoch lohnt es sich, auch diese zweimal jährlich – im Frühjahr und im Herbst – unter die Lupe zu nehmen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Türen weiter leichtgängig bleiben und eine perfekt schließen. Die Wartung nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und erfordert kein großes handwerkliches Geschick: Tröpfeln Sie einfach einen kleinen Tropfen Öl auf die zu wartenden Beschläge. Alternativ gibt es Öl auch in einer handlichen Sprühflasche, hiermit lässt sich das Öl gleichmäßiger verteilen. Die Teile sollten anschließend nur mit einem hauchdünnen Schmierfilm überzogen sein. Gehen Sie sparsam mit dem Schmieröl um, sonst kann es zu Verunreinigungen kommen. Nehmen Sie überschüssiges Schmiermittel mit einem weichen Tuch ab.

Riegel und Falle schmieren

Fetten Sie Falle (2) und Riegel (1) des Türschlosses genau nach den Anweisungen des Beschlagherstellers ein.

Türschloss fettenFahren Sie den Riegel durch Verriegeln des Schlosses (3) ein. Fetten Sie den auch den Zylinder ein und fahren Sie den Riegel anschließend durch Entriegeln des Schlosses wieder ein. Benutzen Sie zum Abschmieren des Schließzylinders und des Riegels ausschließlich Graphitpulver.

Tipp der Redaktion

    Lassen Sie alle anderen Arbeiten, welche die Einstellung oder Reparatur der Beschläge betreffen, von einem Fachbetrieb ausführen. Falsch eingestellte Beschlagsteile verringern nicht nur die Lebensdauer Ihrer Türen, sondern setzen auch die Sicherheit Ihres Zuhauses herab. Vergleichen Sie daher vor der Anschaffung einer neuen Tür neben den Preisen und Angeboten der ausführenden Firma auch deren Serviceleistungen. Ein geprüfter Fachbetrieb wird Ihnen auch nach dem Einbau mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer Ihrer Türen und Fenster

Ganz gleich aus welchem Material Ihre Haustür oder Ihre Fenster gefertigt ist – schenken Sie ihnen vor Beginn der kalten Jahreszeit eine schnelle Wartungs- und Pflegeeinheit. Die jährliche Wartung können Sie problemlos selbst ausführen. So sieht Ihr Eingangsbereich auch nach dem Winter noch schön aus und funktioniert tadellos. Mit wenigen Handgriffen steigern Sie damit nicht nur die Sicherheit Ihres Eigenheims, sondern sparen auch noch langfristig Kosten ein.

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