Solaranlagen

Finanzierungsratgeber

Preise für Solarplatten und Photovoltaikmodule

Zwar sind Solaranlagen mit hohen Anschaffungskosten verbunden, doch die Preise für Solarmodule sinken stetig. Immerhin machen diese den Großteil der Investitionskosten für die Anlage aus. Erfahren Sie hier bei Käuferportal mehr über die aktuelle Preisentwicklung und finden Sie heraus, woran Sie ein hochwertiges Solarmodul erkennen.

Preiskampf auf dem Solarmarkt

War die deutsche Solarbranche noch vor einigen Jahren eine stark wachsende Industrie, holt die Konkurrenz, vor allem aus China und den USA, mehr und mehr auf – zum Teil mit deutlich günstigeren Modellen. Das Resultat sind sinkende Preise für Solarmodule auch deutscher Hersteller. Nicht nur der Preiskampf der Hersteller, auch die sinkende Einspeisevergütung zwingt die Anbieter dazu, mit attraktiven Preisen Neukunden zu gewinnen. Noch vor zehn Jahren half die staatliche Solarstrom-Vergütung in Höhe von rund 58 Cent pro Kilowattstunde, die teure Anlage schnell zu amortisieren. Mit aktuell durchschnittlich 12 Cent ist dies nicht mehr ohne Weiteres zu schaffen.

Entwicklung Solarbranche und -markt - Diagramm
Anteil am Solarmodul-Verkauf nach Ländern © Käuferportal | solarserver.de
 

Preisentwicklung für Solarmodule

Vergleicht man die Preisentwicklung deutscher und asiatischer Solarmodule, lassen sich folgende Tendenzen feststellen:

Preisbarometer (2015)
Modultyp, Herkunft €/Wp Trend seit Mai 2015 Trend seit Januar 2015
Kristalline Module
Deutschland 0,60 0,0 %  Blauer Pfeil, mittig 0,0 %  Blauer Pfeil, mittig
Japan, Korea 0,65 -1,5 %  Gelber Pfeil, nach unten

+1,6 % 

Grüner Pfeil, nach oben
China 0,56 0,0 %  Blauer Pfeil, mittig +3,7 %  Grüner Pfeil, nach oben
Südostasien, Taiwan

0,49

-1,9 %  Gelber Pfeil, nach unten +6,5 %  Grüner Pfeil, nach oben
Quelle: Pvchange.com | Käuferportal

Die Preise für kristalline Module aus Deutschland liegen derzeit bei 0,60 Euro pro Watt-Peak, das sind 600 Euro pro Kilowattpeak. Insgesamt ist der Preis in den letzten Monaten zwar gesunken, dennoch markieren deutsche Solarmodule neben koreanischen und japanischen immer noch die obere Preisgrenze.

Hinweise zur Tabelle: Die angegebenen Modulpreise sind keine Endverbraucherpreise. Für schlüsselfertige Anlagen müssen diese Marktpreise verdoppelt oder verdreifacht werden.

Preise für Photovoltaikanlagen

Zwischen 2006 und 2016 sind die Kosten für Photovoltaikanlagen um mehr als 70 Prozent gesunken. Die Entwicklung können Sie in dem Diagramm nachvollziehen. Derzeit liegt der Preis für eine Anlage mit einem Kilowatt-Peak bei rund 1.400 Euro. Der Preis versteht sich inklusive Montage der Module, Wechselrichter, Montagegestell, Verkabelung, Planung und Installation.

Preise für Photovoltaikanlagen pro kWp (Aufdachanlagen bis 10 kWp)

Infografik: Preisentwicklung für Solaranlagen von 2007 bis 2015
Quelle: Käuferportal

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Rechenbeispiel für eine vierköpfige Familie

Wie groß die Solarstromanlage sein muss, errechnen Sie anhand Ihres Strombedarfs und der Kilowatt-Peak-Angabe der Anlage. Die Spitzenleistung, also die Leistung, die unter optimalen Witterungsbedingungen erzielt werden kann, wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Man rechnet mit 1.000 Kilowattstunden pro Kilowatt-Peak. Für ein Kilowatt-Peak werden in der Regel 8 bis 10 m² benötigt.

1 kWp = 1.000 kWh/Jahr = 8-10 m²

Da in der Praxis diese optimalen Bedingungen kaum erreicht werden – z. B. aufgrund der Jahreszeitenwechsel oder schwankender Temperaturen – schätzt man die realistische Leistung pro Kilowatt-Peak auf 800 Kilowattstunden pro Jahr. Daraus ergibt sich für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresbedarf von 4.000 Kilowattstunden Strom folgende Rechnung:

Beispielrechnung
1 kWp entspricht 800 kWh/Jahr bzw. einer Fläche von 8–10 m²   1.400 €Euro-Zeichen, schräg
Familie, Personen, schrägfür vier Personen braucht man eine Anlage mit ca. 5 kWp
(5 kWp entsprechen 4.000 kWh/Jahr)
5 kWp x 1.400 € = 7.000 €
(das ist eine Fläche von 40–50 m²)

Eine vierköpfige Familie braucht demnach eine Fläche von 40 bis 50 m², um ihren Jahresstrombedarf zu decken. Die Anlage kostet in etwa 7.000 Euro.

Betriebskosten nicht vergessen

Eine Solaranlage hat eine Lebensdauer von rund 35 Jahren. Während dieser Zeit müssen Sie mit Reparatur- bzw. Wartungskosten rechnen. Außerdem sollten Sie Ihre Anlage versichern. Auch für den Zähler, den Ihnen der Netzbetreiber zur Verfügung stellt, fällt je nach Vertrag eine Miete von 15 bis 35 Euro an. Insgesamt rechnet man für die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage mit ca. 1 % des Anlagenwerts pro Jahr. Das sind für eine 7.000-Euro-Anlage 70 Euro (Versicherung und Zählermiete fallen extra an).

Möchten Sie, dass die Vielzahl von Kostenfaktoren stets kontrolliert und stabil bleibt, kann es sich für Sie lohnen, wenn Sie eine Solaranlage mieten. Anders als beim Kauf entstehen Ihnen keine Anschaffungskosten und für die monatlich zu zahlende Miete erhalten Sie die Solaranlage inklusive Versicherung, Wartungs- und Betriebskosten.

  Betriebskosten von der Steuer absetzen

Da Sie als Betreiber einer netzgekoppelten Photovoltaikanlage als Kleinunternehmer gelten, können Sie die Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Hierzu gehören die Kosten für die Anschaffung, Wartung und Reparatur sowie Ausgaben für Finanzierung und Versicherung.

Checkliste: Woran erkennen Sie ein hochwertiges Solarmodul?

Bei der Anschaffung einer Solaranlage sollten Sie nicht sparen. Zum einen soll die Anlage mindestens 20 Jahre halten, zum anderen wollen Sie mithilfe der Anlage Stromkosten sparen. Orientieren Sie sich daher an Markenprodukten von seriösen Herstellern, die Ihnen vertraglich Garantien und Sicherheiten zusagen. Darauf sollten Sie bei der Modulauswahl achten:

  • Wirkungsgrad: Bei kleineren Dächern empfehlen sich kristalline Module mit größerem Wirkungsgrad; bei größeren Flächen dagegen Dünnschichtmodule.
  • Leistungstoleranzen: Gute Module haben eine Leistungstoleranz von +/- 5 Prozent; lassen Sie sich den Messdaten-Aufkleber geben.
  • Prüfsiegel: Sind die Hersteller mit dem RAL-Prüfsiegel ausgezeichnet, ist dies ein weiteres Qualitätsmerkmal.
  • Garantie: Zwei Jahre sind gesetzlich vorgeschrieben, seriöse Hersteller bieten zudem für die ersten 10 Jahre eine freiwillige Garantie auf 90 Prozent der Nennleistung und für weitere 10 Jahre auf 80 Prozent der Nennleistung.
  • Herkunftsland: Seriöse Hersteller legen offen, wo das Modul gefertigt worden ist. Solarmodule aus Asien sind nicht zwangsläufig von minderer Qualität. Kritisch sollten Sie sein, wenn diese zu Dumpingpreisen angeboten werden.
  • Stabilität: Die Module sollten auch einen Hagelschauer schadlos überstehen. Eisenarmes Sicherheitsglas ist hier ein Anhaltspunkt für die Stabilität der Glasabdeckung.
  • Information: Lesen Sie Fachzeitschriften oder Testberichte der Stiftung Warentest.

Solarmodule: Preise vergleichen und sparen

Obwohl die Preise für Solaranlagen sinken, sind Dachanlagen für Einfamilienhäuser immer noch mit hohen Investitionskosten verbunden. Da versteht es sich von selbst, mehrere Angebote unterschiedlicher Anbieter anzufordern. Bei der Suche nach geeigneten Anbietern unterstützt Sie Käuferportal: Wir verfügen über ein dichtes Netz von Photovoltaikanlagen-Anbietern, sodass wir Ihnen geprüfte Firmen auch aus Ihrer Region vermitteln können. Fordern Sie kostenlos und unverbindlich bis zu drei Angebote an, indem Sie unser Online-Formular ausfüllen.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© KB3 | Fotolia
© Olena Mykhaylova | Shutterstock
© Ralf Gosch | Shutterstock
© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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