Solaranlagen

Tipps zum Kauf

Photovoltaikmodule im Vergleich

Module gehören zu den wichtigsten Bestandteilen einer Photovoltaikanlage. Doch welches Modul ist das richtige? Erfahren Sie hier bei Käuferportal welche Arten von Photovoltaikmodulen es gibt, welche Vor- und Nachteile diese haben und wo Sie unabhängige Vergleichstests finden. Für den Kauf Ihrer neuen Anlage bieten wir Ihnen außerdem einen kostenlosen Anbieter- und Preisvergleich an.

Aufbau eines Solarmoduls

Aufbau eines Photovoltaikmoduls

Ein Solarmodul besteht aus mehreren Solarzellen, die für gewöhnlich in Reihen zu einer größeren Einheit, dem Solarmodul, geschaltet werden. So summieren sich die einzelnen Spannungswerte der Zellen zu einer Gesamtspannung.

Dieser Aufbau als Modul schützt die einzelnen Solarzellen und macht sie witterungsbeständig. Die Ober- und Unterseiten werden durch Glasscheiben oder Kunststofffolien geschützt. Die einzelnen Solarzellen sind außerdem mit einer transparenten Kunststoffschicht überzogen und durch Einscheibensicherheitsglas vor Stößen, Temperaturwechsel und Druck geschützt.

 

Aufbau eines Photovoltaikmoduls im Detail
Aufbau eines Photovoltaikmoduls im Detail © Käuferportal

Typen von Solarzellen

Alle Solarzellen bestehen aus hochreinem Silizium, das aus Quarz gewonnen wird. Beim Verarbeitungsprozess entstehen unterschiedliche Zellentypen, und zwar monokristalline und polykristalline Zellen. Alternativ können die Zellen auch in Dünnschichttechnologie gefertigt werden. Alle drei Zelltypen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

  Monokristallines Modul

Monokristallines ModulHier entsteht aus dem gewonnenen Silizium ein Block mit einem sogenannten Einkristall. Durch die einheitliche Gestaltung gibt es keine Wirkungseinbußen an den Kristallgrenzen. Daher können mit dieser Modulart besonders hohe Erträge erzielt werden. Allerdings ist diese Modulart mit bis zu 1,75 Euro pro Wattpeak im höheren Preissegment angesiedelt. Diese Preise pro Wattpeak beziehen sich auf den aktuellen Handelsmarkt (Spotmarkt) für Strom. Der Endverbraucher zahlt für kristalline Solarmodule ungefähr zwischen 1.280 und 1.920 Euro pro Kilowattpeak. Hersteller monokristalliner Solarmodule sind beispielsweise Aleo Solar, Suntech oder IBC Solar. Vor allem bei kleinen Dachflächen sind monokristalline Module eine gute Wahl, da der Wirkungsgrad der Module sehr hoch ist - er liegt bei circa 14 bis 18 Prozent.

Vorteile:

  • hoher Wirkungsgrad
  • wenig Fläche notwendig

Nachteile:

  • hohe Wirkungsgradeinbußen bei Wärme
  • hohe Wirkungsgradeinbußen bei schwachem Licht
  • relativ teuer

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  Polykristallines Modul

Polykristallines PhotovoltaikmodulBei einem Solarmodul mit polykristallinem Aufbau werden die einzelnen Solarzellen aus einem zuvor gegossenen Block herausgesägt. Während des Kühlungsprozesses bilden sich unterschiedlich große Kristalle. An den Grenzen dieser unterschiedlich großen Kristalle treten Defekte auf, die den Wirkungsgrad der Solarzelle mindern. Insgesamt ist die Herstellung von Solarmodulen mit kristallinem Material aufwendig und daher relativ teuer für den Endkunden. Hersteller der polykristallinen Module sind beispielsweise Suntech, ET Solar und Yingli Solar. Im Vergleich zu monokristallinen Modulen bieten sie mit einem Preis von circa 1,30 Euro pro Wattpeak ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und sind damit im mittleren Preissegment angesiedelt. Außerdem ist dieser Modultyp der am häufigsten verbaute. Der Wirkungsgrad polykristalliner Solarmodule liegt bei circa 12 bis 16 Prozent.

Vorteile:

  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • relativ hoher Wirkungsgrad

Nachteile:

  • hohe Wirkungsgradeinbußen bei Wärme
  • hohe Wirkungsgradeinbußen bei schwachem Licht

  Dünnschichtmodul

DünnschichtmodulDünnschichtmodule sind günstiger, umweltschonender und einfacher in ihrer Herstellung. Sie werden aus sogenannten „amorphen“ Solarzellen gefertigt. Bei dem Verfahren werden Siliziumschichten auf ein Trägermaterial aus Stahl, Glas oder Kunststoff eingedampft. Die so produzierten Module sind preisgünstiger, leichter und weniger empfindlich gegen Verschattungen oder hohe Temperaturschwankungen. Insgesamt ist ihr Wirkungsgrad aber deutlich geringer als der von kristallinen Modulen. Zudem ist die Lebensdauer von Dünnschichtmodulen kürzer als bei der kristallinen Alternative. Hersteller sind beispielsweise First Solar, Inventux oder Sunset Solar.

Eine Solaranlage, die mit Dünnschichtmodulen ausgestattet ist, benötigt mehr Dachfläche, um den gleichen Ertrag zu produzieren. Der Preis für Module dieser Art liegt zwischen 0,95 und 1,50 Euro pro Wattpeak. Der Wirkungsgrad eines Dünnschichtmoduls auf amorpher Siliziumbasis liegt bei circa 5 bis 8 Prozent.

Vorteile:

  • preisgünstige Herstellung
  • niedrige Anschaffungskosten
  • umweltfreundlich durch weniger Rohstoffverbrauch
  • niedriges Gewicht
  • weniger anfällig gegen Verschattung: gute Ausbeute auch bei diffusen Lichtverhältnissen
  • kaum Wirkungsverluste durch hohe Temperaturen

Nachteile:

  • niedriger Wirkungsgrad
  • vergleichsweise kurze Lebensdauer
  • relativ viel Dachfläche zur Montage nötig

Unabhängige Vergleichstests einbeziehen

Vor dem Kauf sollten Sie sich gründlich über qualitativ hochwertige Module informieren. Unabhängige Tests für Solarmodule bieten den besten Überblick. Der TÜV Rheinland und das Unternehmen Solarpraxis präsentieren im sogenannten PV+Test Ergebnisse für eine bessere Orientierung bei der Auswahl der Module. Diese werden nach verschiedenen Kriterien beurteilt. Unter anderem gehören dazu:

  • Elektrische Sicherheit
  • Verarbeitung
  • Qualität der begleitenden Dokumentation
  • Garantiebedingungen
  • Montagefreundlichkeit
  • Alterungsbeständigkeit

Anhand eines Notenspiegels und einer Bestenliste können sich Kaufinteressenten über die Module informieren, die den Test erfolgreich bestanden haben. Sobald ein neues Modul den Test bestanden hat, wird es der Bestenliste hinzugefügt.

Vom Fachbetrieb beraten lassen

Die hilfreichsten Informationen rund um das Photovoltaikanlagen kann Ihnen ein ausführender Fachbetrieb geben. Hier erhalten Sie eine umfassende Beratung und konkrete Preisangaben. Dennoch ist es ratsam, sich zuvor über die verschiedenen Vor- und Nachteile der Module und anderer Bestandteile auf dem Markt zu informieren und diese mithilfe von Tests zu vergleichen.

Bei der Suche nach dem richtigen Anbieter hilft Ihnen Käuferportal: Erhalten Sie jetzt kostenlos und unverbindlich bis zu drei individuelle Angebote für Ihre neue Solaranlage von Anbietern in Ihrer Region. Füllen Sie dazu einfach unseren kurzen Online-Fragebogen aus, wir melden uns anschließend bei Ihnen, um alle Details Ihrer neuen Anlage abzuklären und die richtigen Anbieter für Sie zu finden.

Bildquellen:
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