Solaranlagen

Investieren in Solar

Dachfläche mieten für Photovoltaikanlagen

Kann man die Vorteile von Photovoltaik nutzen, auch wenn man kein entsprechendes Dach zur Verfügung hat? Mit der Miete einer Dachfläche ist das möglich: Käuferportal informiert Sie darüber, wie Sie von der Miete profitieren, mit welchen Kosten und Erträgen Sie rechnen sollten und was bei der Wahl der Dachfläche zu beachten ist.

Photovoltaik auf fremden Dächern

Das Thema Solar- und Photovoltaikanlagen ist meist ein Thema für Eigenheimbesitzer. Nach dem Motto „Mein Haus, mein Dach, meine Entscheidung“ ist der Weg zur Solaranlage für die eigenen vier Wände oft einfacher und unbürokratischer als im Mietshaus mit mehreren Parteien. Doch auch, wenn Sie nicht die nötige Fläche zur Verfügung haben, gibt es eine Möglichkeit, Solarenergie zu nutzen: das Mieten von Dachflächen, um die eigene Photovoltaikanlage dort zu installieren. Dachbesitzer, die den Investitionsaufwand einer Anlage nicht tragen können, profitieren somit ebenfalls von Solarenergie.

Miete von Dachflächen

Grundsätzlich ist es wohl besser zu kaufen, anstatt zu mieten. Mit dem Kauf einer Solaranlage investiert man gleichzeitig in die volle Entscheidungsfreiheit und entgeht der dauerhaften Belastung durch Mietkosten. Eine Anmietung von Dachflächen ist deshalb eine sehr gute Alternative, um trotz fehlendem Platz in die eigene Solaranlage zu investieren und die volle Kontrolle zu behalten. Man mietet also in dem Sinn keine Solaranlage, sondern lediglich den Standort, um die eigene Anlage dort zu montieren.

Die richtigen Voraussetzungen

Nicht jedes Dach ist gleich gut geeignet, um darauf eine Photovoltaikanlage zu installieren. Ausrichtung, Neigung und vor allem die regionale Lage des Gebäudes bestimmen den Ertrag des Solardaches. Die folgenden Kriterien für angemietete Dächer sollten Sie auf jeden Fall bei der Auswahl beachten:

  • Südausrichtung
  • Dachneigung ca. 20–35°
  • möglichst wenig Verschattung
  • gute Einstrahlungswerte
  • gute Statik

Mehr zum Thema Voraussetzungen für Solaranlagen finden Sie hier.

Mietkosten für Dachanlagen

Die Miet- oder Pachtkosten für Dachanlagen können auf unterschiedliche Weise geregelt werden. Mieter und Vermieter einigen sich darauf, in welchem Rahmen die Leistungen zu erbringen sind. Die Preise hängen stark von der Qualität des Standorts und dem dadurch resultierenden Ertrag ab. Folgende Regelungen sind möglich:

  • Miete je installiertem kWp (ca. 20–30 €/kWp im Jahr)
  • Miete nach verbauter Fläche (ca. 2–3 €/m² im Jahr)
  • Miete als Anteil am Jahresertrag (ca. 3–5 %)
  • einmalige Vorabzahlung

  Info

Aufgepasst bei dem Modell Miete pro Quadratmeter! Dünnschichtmodule haben im Vergleich zu kristallinen Modulen bei gleicher Leistung einen größeren Flächenbedarf. Wer mieten will, sollte hier besser nach installierten Kilowatt Peak abrechnen.

Bei der Installation einer Solaranlage auf einem fremden Dach muss zusätzlich mit Kosten für den Betrieb der Anlage gerechnet werden, da der Mieter für alle Materialien sowie für die Montage und Wartung selbst zahlt. Dazu kommen die festgelegten Beträge für die Miete. Bei einer Dachfläche von 40 Quadratmetern rechnet man bei einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren mit 2.000 bis 3.200 Euro.

Was kostet eine Solaranlage? Alle Infos & Rechenbeispiele finden Sie hier.

Wie profitiere ich von der Anlage auf dem gemieteten Dach?

Früher war das Prinzip der Dachvermietung für Photovoltaik relativ einfach: Die Einspeisevergütung für den produzierten Solarstrom ging an den Besitzer der Anlage und der Dachbesitzer erhielt lediglich die Mietzahlungen. Aufgrund der Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz und der gesunkenen Einspeisevergütung rentiert sich dieses Modell für den Anlageneigentümer heute weniger. Eine Kombination aus Stromeinnahmen und Stromeinsparung könnte in Zukunft die Rendite sichern: Dritte vor Ort beliefern (Siehe Grafik).

Photovoltaik-Chancen: Dritte beliefern
Modell für die Strombelieferung Dritter © Käuferportal | dgs-franken.de

Der Investor nutzt zukünftig die Möglichkeit, den selbst produzierten Strom an den Gebäudeeigentümer, dessen Dach er angemietet hat, oder an den unmittelbaren Nachbarn zu verkaufen. Der überschüssige Strom wird ins Netz eingespeist und vom Netzbetreiber vergütet. Der Anlageneigentümer wird somit zum Stromversorger für den Gebäudeeigentümer. Je mehr Strom dabei verkauft werden kann, desto höher ist die Eigenkapitalrendite für den Anlagenbesitzer. Der Dachbesitzer und Stromabnehmer profitiert ebenfalls: Er kann den Strom zu einem viel günstigeren Preis beziehen als vom Stromversorger.

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Was passiert bei Verkauf oder Zwangsversteigerung?

Die Pachtverträge für Dachflächen werden oft für 20 bis 25 Jahre abgeschlossen. In dieser Zeit kann natürlich viel passieren. Viele befürchten, beim Hausverkauf oder Eigentümerwechsel vor großen Schwierigkeiten mit neuen Besitzern zu stehen. Ein Eintrag ins Grundbuch schützt Sie vor Problemen dieser Art. Eine sogenannte dingliche Sicherung legt fest, dass die Anlage weiter betrieben werden darf und der Besitzer im Fall von technischen Problemen oder Reparaturbedarf auch das Recht hat, das Dach zu betreten. Probleme kann es jedoch geben, wenn bei einer Zwangsversteigerung im ersten Rang des Grundbuchs die finanzierende Bank eingetragen ist.

Gerade Landwirte können mit bisher ungenutzten Dächern von Scheunen und Hallen das Prinzip der Dachvermietung gewinnbringend nutzen. Bei älteren Gebäuden sollten Bauzustand und Statik überprüft werden. Sind Ausrichtung, Größe und Lage passend, steht der Vermietung nichts im Wege. Der Landwirt trägt keine Investitionskosten und leistet dennoch einen Beitrag zum Umweltschutz.

Wie finde ich den passenden Vermieter?

Im Internet gibt es verschiedene Dachbörsen, die bei der Vermittlung passender Dachflächen helfen. Auf alpensolar.de oder pv-korten.de können Interessenten Angebote einholen. Die Dachbörse übernimmt dabei meist die Pachtverhandlungen und überprüft im Vorfeld, ob sich die Dachfläche auch eignet, um gute Erträge zu erzielen. Zusammen mit einem Solarfachmann können Sie dann das passende Konzept ausarbeiten, um mit Ihrer Anlage möglichst effizient und ökologisch wirtschaften zu können.

Sie sind noch auf der Suche nach einem Solarfachmann, mit dessen Hilfe Sie Ihre Solaranlage auf ein angemietetes Dach installieren können? Käuferportal vermittelt Ihnen bis zu drei geprüfte Solaranlagenanbieter aus Ihrer Region – kostenfrei und unverbindlich. Füllen Sie dazu einfach unser Anfrageformular aus und beschreiben Sie Ihre Wünsche. Wir setzen uns anschließend mit Ihnen in Verbindung und klären alles Details mit Ihnen ab, bevor Sie passende Angebote von den Anbietern erhalten.

Bildquellen:
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© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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© TÜV Saarland Gruppe | tekit Consult Bonn Gruppe GmbH
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