Inkasso

Informationen zu Inkassodiensten

Gerichtliches Mahnverfahren

Gerät ein Kunde mit seinen Zahlungen in Verzug, kann ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet werden. Wir informieren Sie über Voraussetzungen, Ablauf und Kosten des Verfahrens sowie darüber, wie Inkassounternehmen Ihnen einen Teil der Arbeit abnehmen können. Sind Sie bereits auf der Suche nach einem Inkassobüro, können Sie über uns eine Abkürzung nehmen: Wir vermitteln Ihnen passende Anbieter.

Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt?

BStempel-Mahnungegleicht ein Kunde eine Rechnung nicht, kann das je nach Größe des Auftrags für den Unternehmer finanziell schwer ins Gewicht fallen. Um an die offenen Geldbeträge zu gelangen, kann man als Unternehmer ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten, wenn Zahlungserinnerungen bzw. die üblichen zwei Mahnungen nach Eingang der Rechnung keine Wirkung erzielt haben. Um Mahngebühren geltend zu machen und letztendlich ein Mahnverfahren einleiten zu können, muss der Kunde in Verzug gesetzt werden. Das heißt, er wird nur dann schuldig, wenn er in der Rechnung auf die Folgen der Nichtzahlung hingewiesen wurde und die angegebene Zahlungsfrist hat verstreichen lassen.

Mahnungen unmissverständlich formulieren

Die Mahnungen sind immer schriftlich an den Schuldner zu richten – am besten per Einwurf-Einschreiben. Außerdem sollten die Mahnungen immer einen ausdrücklichen Aufruf zur Zahlung enthalten. Es genügt nicht, die Rechnung ein zweites Mal zu übersenden. Es sollte im Betreff ausdrücklich auf den Mahn-Charakter hingewiesen und eine konkrete Frist für die Begleichung des Schuldwertes sowie der Mahngebühren und gegebenenfalls der Verzugszinsen gesetzt werden. Erfolgt keine Reaktion, sind Sie berechtigt, ein gerichtliches Mahnverfahren einzuleiten und dem Schuldner einen Mahnbescheid zukommen zu lassen.

Der gerichtliche Mahnbescheid – schnell und bequem

Bleibt das außergerichtliche Verfahren erfolglos, können Sie den gerichtlichen Weg gehen. Es wird hier unterschieden zwischen dem gerichtlichen Mahnverfahren und einem Zivilprozess. Empfohlen wird zunächst der Weg über das Mahnverfahren, weil es unkomplizierter und günstiger ist: Es kostet nur ein Sechstel eines Zivilprozesses.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • preiswert: kostet nur ein Sechstel einer Zivilklage
  • schnell: Verzicht auf Klageschrift, Beweise und Verhandlung
  • unkompliziert: ohne Rechtshilfe durchführbar, auch online beantragbar
  • sicher: hemmt die Verjährungsfrist und gibt dem Gläubiger einen Vollstreckungstitel, anders als bei einer eigenen Mahnung
Möglichkeiten des Gläubigers, sein Geld einzufordern
Möglichkeiten des Gläubigers, sein Geld einzufordern [Quelle Finance.wiwi.tu-dresden.de | Käuferportal]

Voraussetzungen für die Einleitung eines Mahnverfahrens

Das gerichtliche Mahnverfahren sollten Sie nur dann in die Wege leiten, wenn Ihr Anspruch auf die Forderung berechtigt ist und der Schuldner keine ersichtlichen Einwände gegen die Forderung erheben wird. Wissen oder ahnen Sie bereits im Vorfeld, dass der Schuldner Widerspruch gegen den Mahnbescheid erheben wird, sollten Sie gleich einen Zivilprozess anstrengen. Außerdem sollten Ihnen der Name und die korrekte Anschrift des Schuldners bekannt sein, bevor Sie ein Mahnverfahren einleiten, denn unzustellbare Mahnbescheide sind unwirksam. Auch in diesem Fall reichen Sie besser gleich eine Klage ein.

Beantragung eines Mahnverfahrens

Schritt 1: Wer ist berechtigt, das Mahnverfahren einzuleiten?

Hier haben Sie drei Optionen:

Paragraph, Person - Icon

  1. Sie selbst als Gläubiger
  2. ein Rechtsanwalt
  3. ein im Rechtsdienstleistungsregister registriertes Inkassobüro

  Registrierte Inkassobüros?

Auf der Seite für außergerichtliche Rechtsdienstleistungen finden Sie die zugelassenen Inkassobüros. Oder Sie stellen eine Anfrage bei Käuferportal und wir schlagen Ihnen bis zu drei Inkassobüros in Ihrer Nähe vor.

Schritt 2: Welches Gericht ist zuständig?

Ausschlaggebend für die Wahl des Amtsgerichts ist der Wohnort des Antragstellers, d. h. Ihr Geschäftssitz als Gläubiger. Der Wohnort des Schuldners spielt hierbei keine Rolle.

Schritt 3: Wie kann das Mahnverfahren beantragt werden?

Der einfachste Weg geht über ein allgemeines Online-Formular, das vom Justizministerium autorisiert ist. Dort wählen Sie Ihr Bundesland aus und können wählen, ob Sie die Unterlagen online übermitteln oder ausdrucken und per Post zuschicken möchten. Sie bekommen dann, wenn der Antrag ordnungsgemäß ausgefüllt und dem Schuldner zugestellt wurde, eine Zustellnachricht, die Sie aufbewahren sollten. Die dort notierte Geschäftsnummer erleichtert Ihnen die Kommunikation mit dem Gericht.

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Ablauf eines Mahnverfahrens

Die folgende Übersicht zeigt Ihnen den Verlauf eines gerichtlichen Mahnverfahrens.

Ablauf eines Mahnverfahrens

Kosten für gerichtlichen Mahnbescheid

Die Kosten für den gerichtlichen Mahnbescheid richten sich nach der Höhe der Forderungen. Die Kosten können auf den Schuldner übertragen werden: Wenn der Gläubiger im Recht ist, muss der Schuldner alle Kosten zuzüglich eventueller Zinsen neben den Hauptforderung tragen.

Gerichtskosten für einen Mahnbescheid
Streitwert bis einschließlich (in €) Gerichtsgebühr (in €)
500 35
1.000 53
1.500 71
2.000 89
3.000 108
4.000 127
5.000 146
6.000 165
7.000 184
... ...

Inkassobüro engagieren – auf das Kerngeschäft konzentrieren

Inkassobüros veranlassen für Sie alle notwendigen Schritte – seriös und kostengünstig. Inkassobüros dürfen ihre Dienste nicht zu höheren Konditionen anbieten als Rechtsanwaltskanzleien, wenn die Kosten durch den Schuldner erstattungsfähig bleiben sollen. Auch hier bemisst sich die allgemeine Geschäftsgebühr an der Höhe des Streitwerts. Die Gebühr wird mithilfe eines Gebührensatzes von 1,2 oder 1,3 für außergerichtliche Tätigkeiten ermittelt. Folgt ein gerichtliches Verfahren unter Hinzuziehung eines Anwalts, liegt der Gebührensatz bei 0,65.

  Hier lesen Sie, was ein seriöses Inkasso-Unternehmen ausmacht!

  Eine allgemeine Beratung zum Thema Inkasso und Beauftragung von Inkassobüros finden Sie hier.

Wie berechnet sich die Geschäftsgebühr für ein Inkassobüro?
Streitwert: 450,00 €
Gebührenwert: 45,00 €
Inkassogebühr:
außergerichtlich 45,00 € x 1,3 (oder 1,2) = 58,50 € (54,00 €)
gerichtlich mit Anwalt 45,00 € x 0,65 = 29,25 €

 

Folgende Tabelle enthält einen Auszug aus der Gebührenordnung, von der Sie den Anteil für das Inkassobüro je nach Streitwert ableiten können:

Streitwert bis (in €) Gebühr (in €)
500 45
1.000 80
1.500 115
2.000 15
3.000 21
4.000 252
... ...

Seriöses Inkassobüro finden mit Käuferportal

Käuferportal ist Ihnen bei der Suche nach einem geeigneten Inkassobüro behilflich. So können Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und müssen sich nicht mit Formalitäten und Papierkram aufhalten. Stellen Sie auf unserer Seite eine Anfrage, vermitteln wir Ihnen bis zu drei geprüfte Inkassounternehmen aus Ihrer Region, die Ihnen jeweils ein Angebot unterbreiten. Sie entscheiden, ob und welches Inkassobüro Sie beauftragen möchten. Unser Service ist kostenlos und unverbindlich!

Bildquellen:
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