Garage

Stabil und stilvoll

Massivgaragen

Sowohl Fertiggaragen aus Stahl oder Beton als auch gemauerte Garagen werden als Massivgaragen bezeichnet. Wir informieren Sie hier insbesondere über die Besonderheiten der gemauerten Bauweise: Was müssen Sie beim Fundament beachten? Was kostet die Anschaffung? Wie schwer ist es, sich eine Garage selbst zu mauern? 

Was versteht man unter einer Massivgarage?

Ähnlich wie im Hausbau wird der Begriff „massive Bauweise“ bei Garagen mehrdeutig verwendet und bezeichnet Folgendes:

Gemauerte Einzelgarage im Stil des Wohnhauses
Gemauerte Einzelgarage im Stil des Wohnhauses 
  • Selbst oder vom Fachmann gemauerte Garagen aus Ziegeln
  • Fertiggaragen aus Stahl oder Beton

Generell verfügen alle Massivgaragen dank ihrer robusten Bauweise über extreme Stabilität und Langlebigkeit. Dach und Fassade können bei beiden Bauweisen der Optik des Hauses angepasst werden. Ein wichtiger Unterschied zwischen gemauerten Massivgaragen und solchen aus Stahl oder Beton ist das benötigte Fundament.

Während Stahl- oder Beton-Fertiggaragen lediglich ein Streifen- oder Punktfundament benötigen, müssen Massivgaragen aus Ziegeln auf einer Bodenplatte errichtet werden.

Fundamente

Fundament für gemauerte Garagen
Eine Bodenplatte bietet höchste Stabilität und größten Schutz vor Feuchtigkeit und Schädlingen

Lohnt es sich für Sie, eine Garage zu mauern?

Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, eine Massivgarage selbst zu mauern, können folgende wichtige Aspekte Ihnen bei der Entscheidung für oder gegen den eigenverantwortlichen Bau helfen.

Kosten

Die reinen Kosten für die Ziegelsteine, die benötigt werden, um eine Doppelgarage in der Ausführung 6 x 6 Meter und einer Höhe von 2,5 Meter zu mauern, liegen bei etwa 720 Euro. Dazu kommen Kosten für Ringanker, Mörtel, Garagentor sowie Fundament und Dach. Somit liegen die Gesamtkosten für eine gemauerte Massivgarage zwischen 15.000–25.000 Euro und sind damit meist etwa 60 Prozent höher als für eine vergleichbare Fertiggarage aus Beton oder Stahl.

Bauleistung

gemauerte Grage Kosten in Euro)

Planung und Bauleitung 1.300,00
Statische Berechnung 550,00
Erdarbeiten 1.050,00
Bodenplatte / Fundament 750,00
Betondecke 2.100,00
Wände 3.300,00
Putzarbeiten 2.250,00
Malerarbeiten 8.00,00
Dacheindeckung 1.550,00
Klempnerarbeiten 750,00
Garagentor 600,00
Seitentür 350,00
Elektroinstallation 350,00
Baukosten gesamt 15.700,00
Beispielrechnung für eine fachmännisch gemauerte, freistehende Einzelgarage mit den Maßen: 6,00 m x 3,00 m x 2,50 m (L x B x H)

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Arbeits- und Zeitaufwand

Bedenken Sie, dass der selbstständige Bau einer Garage ein zeit- und arbeitsaufwendiges Projekt ist. Bauherren sollten ihre zur Verfügung stehende Zeit und Kraft genau abwägen. Zudem ist für den Bau einer Massivgarage eine Baugenehmigung erforderlich. Für die Antragstellung wird eine Reihe von Unterlagen benötigt — planen Sie daher einige Wochen Zeit für das Bauantragsverfahren ein. Insgesamt können Sie für den Bau mit einer Dauer von bis zu fünf Wochen rechnen.

Sicherheits- und Stabilitätsanforderungen

Für den Bau einer Massivgarage muss sowohl eine statische Berechnung als auch ein Grundriss mit Ansichten angefertigt werden. Wird der Bau nicht vom Fachmann ausgeführt, drohen Mängel im Hinblick auf die Erfüllung der statischen Anforderungen an die Garage. Darüber hinaus garantiert nur ein professioneller Garagenbau ein Höchstmaß an Einbruchsicherheit und zuverlässigen Schutz vor Feuchtigkeit.

Günstige Alternative: Fertig-Massivgaragen

Fertiggaragen aus Beton oder Stahl können Sie sowohl inklusive Montage als auch zur Selbstmontage erwerben. Fertige Standardmodelle mit den Maßen 6,00 Meter x 3,00 Meter x 2,50 Meter (L x H x B) kosten inklusive Fundamentierung und Montage im Durchschnitt 7.000 Euro. Garagentore und Dachformen können Sie passend zum Haus wählen. Je nach Wunsch können Fenster, Türen oder Stauböden in die Garagenplanung integriert werden.

Das müssen Sie beim Mauern einer Garage beachten

Wer sich für den Bau einer massiven Garage aus Ziegeln entscheidet, hat zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Die Garage kann dem Wohnhaus optisch angepasst oder gleich in dieses integriert werden. Auf diese Weise lässt sich auch problemlos eine Heizung in die Garage verlegen, um diese in den kalten Monaten beispielsweise als Hobbyraum zu nutzen. Die Verbindungstür zum Haus muss dabei feuerhemmend sein und gegen Einbruch geschützt werden. Im Folgenden informieren wir Sie über weitere Punkte, die Sie beim Garagenbau berücksichtigen müssen:

Das Fundament

Um eine stabile Basis für Ihre Garage zu schaffen, benötigen Sie ein solides Fundament und einen festen Untergrund. Gegebenenfalls muss dieser verdichtet werden. Um Fehler zu vermeiden, sollte man einen Statiker zu Rate ziehen. Unabhängig davon, wie stark die Bodenplatte ausgeführt wird, muss diese stets frostsicher sein. Je nach Größe des Fundaments ist die Lieferform des Betons zu wählen: Je größer die Fläche, umso ratsamer ist es, Transportbeton anliefern zu lassen. Dieser wird über einen Schlauch direkt vom Lkw in die Baugrube gegossen. Bei kleinen Flächen können selbst gemischte Werktrockenmischungen oder Baustellenbeton benutzt werden. Zusätzliche Informationen zum Thema Garagenfundament finden Sie hier.

  Tipp der Redaktion

Bei der Frage nach der selbstständigen Erstellung einer Bodenplatte sollten Sie die Aspekte Fachwissen, Zeit und Kosten im Auge haben. Infomieren Sie sich im Vorfeld umfassend über Preise und holen Sie auch Komplettangebote ein.

Unter Umständen ist es nur unwesentlich teurer, wenn Sie das gesamte Fundament von einer Fachfirma anfertigen lassen. Dafür liegt die Gewährleistungspflicht für Mängelbeseitigung dann aber beim beauftragten Unternehmer – je nach Vertragsgrundlage für 4 (nach Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, VOB) bis 5 Jahre (nach Bürgerliches Gesetzbuch, BGB).

Der Wandbaustoff

Bei der Entscheidung für einen Mauerstein ist die Nutzung der Garage entscheidend: Wenn die Garage lediglich als Stellplatz für Auto und Fahrräder dienen soll, können Sie den Wärmeschutz vernachlässigen. Handelt es sich jedoch um eine beheizte Garage, beispielsweise für eine Heimwerkstatt oder einen Hobbyraum, sollte auch auf gute Wärmedämmung geachtet werden. Ziegel gelten allgemein als klimaregulierend und gewährleisten einen natürlichen Wärmeausgleich. Viele Steinsorten greifen heute mit Nut und Feder ineinander. Bei diesen Plansteinen oder -ziegeln ist nur noch eine dünne Mörtelschicht nötig. Auch hinsichtlich der Wärmedämmug schneiden sie dadurch besser ab, was sie in der Herstellung jedoch auch entsprechend teuer macht.

Der Putz und das Dach

Von außen können Sie die Garage in gleicher Struktur und Farbe wie das Wohnhaus verputzen. Auch Form und Material des Daches können der Optik des Wohnhauses angepasst werden. Die häufigste Form des Garagendaches ist das Flachdach. Daneben gibt es das Giebel-, Sattel- und Walmdach. Ebenso kann das Garagendach als Solardach sowie mit einer Dachbegrünung genutzt werden. 

Die Ausstattung

Bei der Wahl des Garagentores stehen beispielsweise Deckenschwingtore, Sektionaltore oder Doppelflügeltore zur Auswahl. Für alle drei Typen gibt es elektrische Türöffner mit Funkfernsteuerung. Zusätzlich lassen sich Klappfenster, Doppelflügelfenster und Nebentüren montieren. Beim Anbau an das Wohnhaus mit direktem Zugang sind entsprechend der Brandschutzvorschriften Brandschutztore einzubauen. Achten Sie hierbei auch immer darauf, dass Türen und Fenstern einbruchssicher sind.

Massivgaragen vom Fachmann

Im Vergleich zum Selbstbau ist es häufig insgesamt günstiger und sicherer, eine Massivgarage vom Fachmann bauen zu lassen. Im persönlichen Gespräch können Sie individuelle Gestaltungs- und Ausstattungswünsche klären und sich professionell beraten lassen. Käuferportal hilft Ihnen dabei, den Anbieter zu finden, der Ihre Anforderungen zum besten Preis realisiert. Auf Grundlage Ihrer Wünsche erhalten Sie kostenlos drei Garagen-Angebote von Anbietern aus Ihrer Region, die Sie unverbindlich miteinander vergleichen können. So finden Sie Ihre Massivgarage zum besten Preis-Leistungsverhältnis.

Bildquellen:
© Käuferportal
© albund | Shutterstock
© Elena Elisseeva | Shutterstock
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
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