Wintergarten

Infos & Tipps

Einen Wintergarten energieeffizient planen

Sie möchten sich einen Wintergarten anschaffen, mit dem Sie gleichzeitig Energie sparen können? Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihren Wintergarten energieeffizient planen, welche energetischen Vorgaben Sie dabei einhalten müssen und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Zusätzlich vermitteln wir Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei geprüfte Fachhändler in Ihrer Region.

Wie lässt sich mit einem Wintergarten Energie sparen?

Ein Wintergarten kann bei falscher Nutzung schnell zum Energiefresser werden. Wenn Sie jedoch ein paar Grundregeln beachten, kann dieser sogar zu einer positiven Energiebilanz Ihres Hauses beitragen. Wichtig sind dabei die richtige Ausstattung und eine sorgfältige Planung.

Wintergarten als Temperatur-Puffer
Der Wintergarten als Temperatur-Puffer zwischen Außenluft und Haus
Quelle: Glasmacher-metallbau.de | Käuferportal

Grundsätzlich lassen sich zwei Wintergarten-Systeme unterscheiden:

Version 1: Kaltwintergarten

Ein Kaltwintergarten ist unbeheizt und thermisch getrennt vom Wohnhaus. Ein solcher Wintergarten wirkt als klimatische Pufferzone zwischen der Außenluft und dem Haus. Durch die fehlende Heizung und die Sonnenwärme werden Kosten gespart.

Version 2: Wohnwintergarten

Ein Wohnwintergarten ist beheizt, sodass ganzjährig angenehme Temperaturen herrschen. Dieser Wintergartentyp erfordert ein gut aufeinander abgestimmtes System aus Belüftung, Heizung, Dämmung und Beschattung.

So planen Sie einen energieeffizienten Wintergarten

Ein Wintergarten nutzt die Energie der Sonne. Doch ohne eine effektive Regulierung können die Temperaturen in einem Wintergarten schnell über 60 °C steigen. Gleichzeitig gilt es, die Heizkosten im Winter nicht in die Höhe zu treiben, da die großen Fensterflächen leicht Energie nach außen abgeben. Für einen energieeffizienten Wintergarten brauchen Sie eine spezielle Ausstattung:

Ausrichtung

Als ersten Planungsschritt sollten Sie sich die gewünschte Ausrichtung des Wintergartens überlegen. Diese entscheidet darüber, wie viel Sonne in den Wintergarten fällt und damit als Energiequelle nutzbar wird.

Sonne Süden - Icon

Süden: Die stärkste Sonneneinstrahlung können Sie mit einem Wintergarten auf der Südseite des Hauses erreichen. Gleichzeitig ist hier jedoch die Gefahr einer Überhitzung besonders groß. Südwintergärten haben die beste Energiebilanz.

Sonne Westen Icon

Westen: Ein Wintergarten auf der Westseite des Hauses ist morgens kühl und wird erst in den Nachmittags- und Abendstunden von der Sonne erwärmt. Die Energiebilanz ist durchschnittlich.

Sonne Osten - Icon

Osten: Ein Wintergarten mit Ost-Ausrichtung wird morgens von der Sonne gewärmt und steht nachmittags im Schatten. So wird er in den späteren Stunden des Tages vor Überhitzung geschützt. Die Energiebilanz ist durchschnittlich.

Sonne Norden - Icon

Norden: Steht Ihr Wintergarten an der Nordseite, fällt kaum direktes Sonnenlicht ein. Im Sommer können Sie auf eine extensive Kühlung und Beschattung verzichten – der Wärmegewinn eines solchen Wintergartens hält sich jedoch in Grenzen. Die Auskühlung sorgt für eine schlechte Energiebilanz.

Wärmespeichernde Elemente

Um die Wärme der Sonnenenergie optimal auszunutzen, sollten die sonnenbeschienenen Wände aus wärmespeichernden Materialien bestehen. Für das Dach eignen sich beispielsweise ungebrannte Tonziegeln oder Sie lassen tragende Wände aus Backstein mauern. Die Ziegel heizen sich über den Tag auf und geben nachts die Wärme langsam wieder an die Umgebung ab. Ton hat darüber hinaus noch weitere Vorteile: Er reguliert das Raumklima, indem er Feuchtigkeit aufnimmt und nach Bedarf wieder abgibt.

Glasart

Glas ist ein wichtiges Element eines Wintergartens. Einerseits ermöglicht es den gewünschten Heizeffekt, doch andererseits kann durch die großen Glasflächen bei mangelnder Dämmung viel Wärme verloren gehen. Als Faustregel können Sie sich merken: Je einfacher die Verglasung und je größer die Glasflächen, desto höher ist der Energieverlust.

  Faustregel zur Wärmedämmung:

An Tagen ohne Sonnenschein müsste ein einfach verglaster Wintergarten durch die hohen Wärmeverluste drei- bis viermal so stark beheizt werden wie ein normaler Wohnraum.

Deshalb sollten Sie bei einem energieeffizienten Wintergarten Isolierglas einplanen. Zweifach oder dreifach isoliertes Glas verringert effektiv Wärmeverluste und kann so dazu beitragen, im Winter Heizkosten zu sparen. Wir empfehlen Ihnen ein 2-Scheiben-Wärmeschutzglas, dass zwischen beiden Scheiben eine Edelgaskammer hat. Die Isolierwirkung von Glas wird im sogenannten U-Wert wiedergegeben: Je kleiner der U-Wert, umso geringer ist der Wärmeverlust durch die Scheiben. Unsere Grafik gibt einen Überblick über die Werte verschiedener Verglasungen.

Sonneneinstrahlung: Senkrechte besser als schräge Glasflächen
Senkrechte Glasflächen sind geeigneter als schräge Flächen

 

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Beschattung

Eine Beschattung des Wintergartens ist sehr wichtig, um zu hohe Temperaturen bei Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Auf diese Weise können Sie auf eine elektrische Kühlanlage verzichten und damit Stromkosten einsparen. Eine gute Sonnenschutztechnik bewahrt Sie nicht nur vor Hitze, sondern dient bei Bedarf auch als Blend- und Sichtschutz. Besonders effektiv ist eine Beschattung von außen, da sie die Sonnenwärme bereits reflektiert, bevor diese auf die Glasflächen treffen kann. Für die innenliegende Beschattung können Sie zwischen Sonnensegeln, Jalousien oder Rollos wählen. Beachten Sie, dass sich dabei zwischen Sonnenschutz und Glasflächen eine Wärmeschicht bildet, der Sie wiederum mit einer Belüftung entgegenwirken sollten.

Zusammenspiel von Beschattung und Belüftung

Zusammenspiel von Beschattung und Belüftung

 

 

Belüftung

Für einen energieeffizienten Wintergarten ist neben der Beschattung eine Belüftung unentbehrlich. Im Sommer hilft sie gegen zu hohe Temperaturen, in der kalten Jahreszeit verhindert sie die Bildung von Kondenswasser. Belüftungsanlagen können zudem so konstruiert werden, dass sie in der kühleren Jahreszeit die durch die Sonne erwärmte Luft des Wintergartens in das Wohnhaus leitet. Dadurch kann ein Teil der Heizkosten gespart werden. Sie können zwischen manueller oder automatischer Lüftung wählen. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Mindestens 10 bis 20 Prozent der Glasflächen eines Wintergartens sollten zu öffnen sein, um einen ausreichenden Luftaustausch sicherzustellen.

Heizung

Heizkörpermodell für den Wintergarten
Heizkörpermodell für den Wintergarten

Eine Heizung im Wintergarten bietet sich an, falls Sie diesen auch bei kälteren Außentemperaturen nutzen möchten. Damit Ihr Wintergarten dann nicht zur Energiefalle wird, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Nutzen Sie nicht Ihre Hausheizung, um den Wintergarten mitzuheizen. Die entstehende Wärmezirkulation reicht dafür nicht aus - die Folge sind Wärmeverluste und die Bildung von Kondenswasser im Wintergarten.
  • Planen Sie die Belüftung so, dass diese bei Bedarf die erwärmte Luft ins Wohnhaus leitet. Zu diesem Zweck eignet sich besonders eine Wärmepumpe. Diese vereint Heizung und Klimaanlage in einem Gerät. Sie misst die Raumtemperatur mithilfe von Sensoren und gleicht ihre Heizleistung entsprechend an.

Pflanzen

Neben ihren dekorativen Eigenschaften können Pflanzen auch zum energieeffizienten Wintergarten beitragen: Geschickt platziert sorgen sie für Schatten und verbessern nebenbei das Raumklima.

  Tipp

Laubbäume, die in der Nähe des Wintergartens stehen, spenden im Sommer Schatten. Im Winter werfen sie die Blätter ab und die Sonnenstrahlung kann ungehindert die Glaswände passieren. Aber ein ausgeklügeltes Beschattungssystem können Bäume trotzdem nicht ersetzen.

Anforderungen an Wintergärten aus der Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) regelt, welche energetischen Vorgaben Bauherren bei der Verwirklichung ihrer Projekte einhalten müssen. Wintergärten unterliegen in bestimmten Fällen der Verordnung, und zwar wenn sie

  • größer sind als 15 qm,
  • mehr als vier Monate im Jahr als Wohnraum genutzt werden oder
  • im Winter über 12 Grad beheizt werden

Die EnEV schreibt für Wintergärten die Dämmwerte von Glasflächen und Profilen vor. Der U-Wert beschreibt, wie hoch die Wärmeverluste eines Bauteils sind. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Dämmung. In der folgenden Tabelle erhalten Sie eine Übersicht über die vorgeschriebenen Dämmwerte der einzelnen Bauteile.

U-Werte verschiedener Bauteile laut EnEV
Glasdach 2,0 W/(m²K)
Transparente Seitenwände 2,0 W/(m²K)
Überschrift 0,24 W/(m²K)
Massive Außenwände 1,3 W/(m²K)
Bodenplatte gegen unbeheizte Räume oder Erdreich 0,30 W/(m²K)

Fördermöglichkeiten und Steuervergünstigungen

Die KfW-Bank bietet im Rahmen verschiedener Programme zinsgünstige Darlehen für den Bau oder die Modernisierung von Immobilien an. Wenn Sie einen energieeffizienten Wintergarten planen, haben Sie Anspruch auf eine Förderung der KfW-Bank. Für die Beantragung wenden Sie sich nicht direkt an die KfW, sondern die meisten Hausbanken oder Versicherungen leiten Ihren Antrag an die KfW-Bank weiter.

Vorteile des KfW-Darlehens:

  • Niedriger Effektivzins von 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr
  • Lange Laufzeiten
  • Tilgungsfreie Anlaufzeit

Neben der Förderung der KfW-Bank haben Sie die Möglichkeit, Handwerkskosten, die beim Neubau eines Wintergartens entstehen, steuerlich abzusetzen.

Nutzungsverhalten entscheidend

Auch wenn Sie Ihren Wintergarten energiesparend eingerichtet haben – letztendlich entscheidet das Nutzungsverhalten über den Energieverbrauch. Beachten Sie folgende Punkte, um Energie zu sparen:

  • Halten Sie soweit wie möglich alle Türen und Fenster geschlossen, und lüften Sie nur, wenn es nötig ist
  • Heizen Sie nur so viel wie nötig

Wenn Sie weitere Informationen zu einem energiesparenden Wintergarten haben möchten, so empfiehlt Ihnen Käuferportal unverbindlich und kostenfrei bis zu drei zertifizierte Anbieter in Ihrer Nähe. Füllen Sie einfach den Online-Anfragebogen aus. Wir rufen Sie an und klären noch offene Fragen zu Ihrem neuen Wintergarten. Anschließend erhalten Sie bis zu drei Angebote von geprüften Fachhändlern in Ihrer Region.

Bildquellen:
© Käuferportal
© Baulinks.de
© D. Ott | Fotolia
© Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) | Europäische Union
© Glasmacher-metallbau.de
© Kim Sayer | GettyImages
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