Wintergarten

Infos & Tipps

Der Wintergarten-Anbau

Ein Wintergarten kann individuell gestaltet werden. Damit ist ein Anbau für fast alle Wohnhäuser möglich. Käuferportal informiert Sie über die verschiedenen Anbaumöglichkeiten und erklärt Ihnen, was Sie beim Wintergarten-Anbau unbedingt beachten müssen. Zusätzlich vermitteln wir Ihnen kostenlos und unverbindlich bis zu drei passende Wintergarten-Anbieter in Ihrer Nähe.

Was ist wichtig beim Wintergartenanbau?

Ein klassischer Wohnwintergarten ist eine Wohnraumerweiterung. Bei einem solchen Anbau sind viele Faktoren relevant und müssen vorher geklärt werden.

  • Ist mein Grundstück für einen Anbau geeignet?
  • Kann an mein Haus angebaut werden?
  • Ist der Untergrund geeignet?
  • Welche Arten von Anbau gibt es?
  • An welche Seite baue ich an?

Das Grundstück

Bevor es an die intensive Planung Ihres Wintergartens geht, muss erst geprüft werden, ob Ihr Grundstück auch die Voraussetzungen für einen Anbau erfüllt. Vor allem müssen die erforderlichen Abstände zum Nachbargrundstück eingehalten werden. Hier greift die jeweilige Landesbauordnung:

  • ein Wintergarten gilt baurechtlich als Anbau und ist genehmigungspflichtig
  • der Abstand zur Grundstückgrenze muss eingehalten werden (drei Meter)
  • die bebaubare Fläche des Grundstücks darf nicht überschritten werden
  • der Bebauungsplan muss Glasanbauten zulassen

  Tipp

Die Bauämter sind in der Regel sehr kooperativ. Um auf der sicheren Seite zu sein, suchen Sie mit der Bauzeichnung Ihres Grundstücks das zuständige Bauamt auf. Dort erhalten Sie den entsprechenden Flurplan und haben einen fachkundigen Ansprechpartner vor Ort.

Das Gebäude

Durch die Anbindung eines Wintergartens an das Wohngebäude können Sie zusätzliche Wohnfläche schaffen, wo sonst keine ergänzenden Baumaßnahmen mehr möglich wären. Besondere Anforderungen an Ihr Wohnhaus gibt es nicht. Auch ältere Gebäude profitieren von einem Anbau: Die Energiebilanz des Hauses kann dadurch erheblich verbessert werden.

Verschiedene Bauweisen

Je nach den Gegebenheiten des Wohnhauses und der Wunschausrichtung ergeben sich verschiedene Grundrisse für einen Wintergarten. Neben den beiden klassischen Formen mit Pultdach oder Satteldach kann auch ein bestehender Balkon integriert oder die Dachkonstruktion an das Haus angeglichen werden. Zusammen mit Ihrem Wintergartenbauer können Sie ein individuell an Ihr Wohnhaus angepasstes Konzept entwerfen.

Wintergarten Dachformen & Varianten

Der Wintergarten als Wärmepuffer

Der Anbau eines Wintergartens verbessert in vielen Wohngebäuden die Energiebilanz, indem er als Puffer zwischen Wohnraum und Außenbereich genutzt wird. Im Sommer sorgen unterschiedliche Beschattungsvorrichtungen für ein angenehmes Raumklima. So wird auch der Wohnraum effizient vor Überhitzung geschützt. Im Winter wirkt der Wintergarten als Puffer zwischen den niedrigen Außentemperaturen und den erwünschten warmen Temperaturen im Wohnbereich. Die Sonnenenergie erwärmt den Anbau und verringert so die Temperaturdifferenz zwischen Außenluft und Wohnbereich.

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Fundament und Wandanschluss

Die Anbindung an die vorhandene Wandfassade und das Legen des Fundaments gehören zu den wichtigsten Schritten beim Anbau eines Wintergartens. In dieser Bauphase können schon kleine Fehler und eine leichtfertige Planung am Ende den kompletten Anbau gefährden.

Fundament

Eine vorhandene Terrasse als Unterbau ist selten stabil genug. Das Fundament spielt in vielerlei Hinsicht eine enorm wichtige Rolle: Statistische und wärmetechnische Gründe erfordern Tragfähigkeit, Frostschutz und eine ideale Wärmedämmung. In der Regel muss das Fundament mindestens 80 bis 100 cm tief sein, um den Anforderungen zu genügen. Um Stabilität zu gewährleisten, muss das Fundament auch statischen Ansprüchen genügen.

Querschnitt durch ein Wintergartenfundament
Querschnitt durch ein Wintergartenfundament
Quelle: Wintergarten-fachverband.de | Käuferportal
  1. Glas
  2. Versiegelung
  3. Entlüftung
  4. Aluminiumverkleidung
  5. Kantteile aus Aluminium
  6. Folie als Feuchtesperre
  7. Gitterrost mit Metallrahmen
  8. Metallwinkel
  9. Fuge mit Hinterfüllband und Dichtstoffen
  10. Bodenpalette aus Beton
  11. diffusionsdichte Folie
  12. Dämmung
  13. Estrich
  14. Fußbodenbelag
  15. Dämmkeil

Wandanschluss

Beim Thema Wandanschluss muss vor allem darauf geachtet werden, dass die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt werden. Die Luftdichtheit der Fugen und damit des Anbaus spielen dabei die zentrale Rolle. Wichtig ist auch, dass der Eintritt von Regenwasser weitestgehend verhindert und eingedrungene Flüssigkeit kontrolliert abgeleitet wird.

Anbindung an die Bausubstanz
Anbindung an die Bausubstanz
Quelle: Wintergarten-fachverband.de | Käuferportal
  1. Abdichtung mit Dichtstoff
  2. Überhangprofil
  3. Abschlussblech, Steighöhe 150 mm
  4. Folie
  5. Entwässerung nach außen
  6. Hohlraum hinterlüften
  7. Trockenverglasungsprofile
  8. Glas
  9. Pfette
  10. Dämmung

Die Grafik zeigt, wie ein Abschluss im Firstbereich bauphysikalisch richtig aussehen kann. Hier wurde die erste Dichtungsebene in Form einer Folie mit der Hauswand verklebt. Zwischen Hauswand und Anschlussprofil (äußere Dichtungsebene) wird die entstandene Fuge mit einem Überhangprofil abgedeckt. Bei diesem System kann die Feuchtigkeit aus dem oberen Glasfalz nach außen entweichen.

Die Ausrichtung des Wintergartens

Oft bestimmen architektonische Faktoren und die Lage des Grundstücks, an welche Seite des Hauses der Wintergarten angebaut wird. Die Ausrichtung des Wintergartens spielt eine sehr wichtige Rolle, da die Atmosphäre in verglasten Anbauten stark von der Licht- und Sonneneinstrahlung abhängt, bestimmt die Ausrichtung maßgeblich das Raumklima Ihres Wintergartens. Je nach Lage variieren auch Nutzen und Anforderung an technische Anlagen wie Beschattungs- und Belüftungssysteme.

Ausrichtung des Wintergartens
Ausrichtung des Wintergartens

Ausrichtung nach Norden

Bei einer Ausrichtung nach Norden kann der Wintergarten ideal als Klimapuffer zum Wohnhaus fungieren und trägt damit zur positiven Energiebilanz des gesamten Hauses bei. Um den Raum auch im Winter nutzen zu können, ist jedoch eine Heizung erforderlich. Durch den stetigen Einfall von indirektem, diffusem Licht wird der Raum in Nordlage gerne als Büro oder Atelier eingerichtet.

  • Wintergarten als Klimapuffer
  • energieeffizient
  • Heizaufwand im Winter

Ausrichtung nach Osten

Im Ost-Wintergarten kann man vor allem die Morgensonne perfekt genießen. Für Pflanzen ist diese Ausrichtung am günstigsten, denn im Sommer findet keine übermäßige Erhitzung statt. Auf Belüftungs- und Beschattungsvorrichtungen kann trotzdem nicht verzichtet werden.

  • Morgensonne
  • gute Bedingungen für Pflanzen
  • keine Überhitzung im Sommer

Ausrichtung nach Süden

Bei einer Ausrichtung nach Süden genießt man die größte Sonneneinstrahlung das ganze Jahr über. Durch den Treibhauseffekt kann hier im Winter die größtmögliche Energiegewinnung stattfinden. Um Innentemperaturen bis zu 60 Grad im Hochsommer zu vermeiden, müssen aber wichtige Vorkehrungen getroffen werden. Ein effektives Be- und Entlüftungssystem sowie wirkungsvolle Beschattung sind ein Muss.

  • größte Sonneneinstrahlung das ganze Jahr
  • geringe Heizkosten im Winter
  • hohe Anforderungen an Beschattung und Belüftung im Sommer

Ausrichtung nach Westen

Ist der Wintergarten Richtung Westen ausgerichtet, kann man besonders gut die späte Nachmittags- und Abendsonne genießen. Der Raum speichert die Wärme und kühlt über Nacht nicht vollkommen aus. Belüftung und Beschattung sind auch hier nicht wegzudenken.

  • späte Mittags- und Abendsonne
  • speichert Wärme für die Nacht

Den richtigen Hersteller finden

Wollen Sie einen Wintergarten an Ihr Haus anbauen? Welche Form und Ausrichtung die richtige für Ihren Wintergarten ist, entscheiden Sie am besten zusammen mit einem Fachmann. Käuferportal hilft Ihnen dabei, den passenden Anbieter in Ihrer Nähe zu finden. Lassen Sie sich jetzt drei individuelle Angebote zukommen – kostenlos und unverbindlich. Zum Online-Anfragebogen gelangen Sie hier.

Bildquellen:
© david hughes | fotolia.com
© Käuferportal

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