Bonitätsauskunft

Eine Bonitätsauskunftunterstützt das Treffen von unternehmerischen Entscheidungen und erhöht die Sicherheit gegen Forderungsausfälle. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, Leistungen gegenüber unbekannten Kunden und ohne Vorkasse zu erbringen, ist es lohnenswert im Voraus eine Bonitätsauskunft einzuholen. Bonitätsauskünfte dienen demzufolge bei der Einschätzung von wirtschaftlichen Risiken in zukünftigen Geschäftsbeziehungen und minimieren so die Wahrscheinlichkeit möglicher Misserfolge. Sie liefern im Wesentlichen Informationen über negative Bonitätsmerkmale.

Welche Schlussfolgerungen können aus einer Bonitätsauskunft gezogen werden?

Ergebnisse einer Bonitätsauskunft können sein:

    Keine Negativmerkmale

    Sind keine Negativmerkmale vorhanden und erfolgten Zahlungen innerhalb gesetzter Zahlungsziele, verfügt das Unternehmen über eine sehr gute Bonität. Bei geringfügigen Zahlungszielüberschreitungen liegt die Bonität eines Unternehmens ohne Negativmerkmale im normalen Bereich.

    Weiche bis mittlere Negativmerkmale

    Liegen weiche bis mittlere Negativmerkmale wie Mahnungen oder vorgerichtliche Inkassomaßnahmen vor, wird die Bonität des Unternehmens als sehr kritisch beurteilt. Bei Kunden, die mehrfach unverhältnismäßige Zahlungszielüberschreitungen aufweisen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls und damit verbundenen kostenintensiven Eintreibungsmaßnahmen besonders hoch.

    Harte Negativmerkmale einer Bonitätsauskunft

    Wegen unzureichender Bonität durch harte Negativmerkmale wie Insolvenz, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen oder Haftbefehlen, ist von Geschäftsbeziehungen mit solchen Unternehmen abzuraten. In diesem Fall ist besondere Vorsicht geboten, weil Forderungen gegen diese Kunden im Vorfeld einer Auftragsannahme im Allgemeinen weder versichert noch einem Factor zum Einzug angeboten werden können.

Was kosten Bonitätsauskünfte?

Die Kosten einer Bonitätsauskunft richten sich nach der Art der Auskunft und differenzieren sich von Anbieter zu Anbieter. Man unterscheidet zwischen Auskünften über Privatpersonen beziehungsweise Konsumenten, die sich auf Einzelunternehmer beziehen und Firmenauskünften. Die Kosten sind ebenfalls abhängig von der Anzahl und der Qualität der Informationen. Viele Unternehmen ermöglichen online Bonitätsauskünfte. Für Bonitätsauskünfte über Privatpersonen fallen meist Kosten in Höhe von fünf bis zehn Euro an. Umfangreichere Auskünfte über Firmen liegen mindestens bei 10 bis 30 Euro. Für Kunden, die mehrere Auskünfte in Anspruch nehmen möchten, gibt es auch Jahreslizenzen deren Kosten je nach Umfang zwischen 500 und 2500 Euro liegen.


Infos für Anbieter

Kostenlose Hotline: 0800 29 29 29 4