Die Idee, vertikale Windräder zur Energiegewinnung einzusetzen, ist nicht neu. Bereits in den 1980er Jahren wurden entsprechende Experimente abgebrochen, da vertikale Windräder einen zu geringen Wirkungsgrad besaßen. Doch mit dem Boom der Öko-Energie fand nun auch das vertikale Windrad wieder mehr Beachtung. Für Hersteller und Betreiber bietet es vor allem einen entscheidenden Vorteil: Ein vertikales Windrad ist vielseitiger einsetzbar als eine Anlage mit horizontaler Rotationsachse.
Beim herkömmlichen Windrad befindet sich die Rotationsachse in horizontaler Richtung. Bei einem vertikalen Windrad verläuft sie dagegen von oben nach unten. Dafür ist eine besondere Form von Rotoren notwendig, damit die kinetische Energie optimal in Rotationsenergie umgewandelt werden kann.
Bei der Ausführung der Rotoren gibt es sehr unterschiedliche Ansätze. Eine Möglichkeit ist eine Konstruktion in Form eines H, deren äußere Kanten von den Rotoren gebildet werden. Dabei ist die Konstruktion um einen dritten Rotor ergänzt. Ein anderer Ansatz sieht zwei gewölbte Rotorblätter vor, die im Halbkreis die Achse nahezu umschließen. Lediglich für den Ein- und Ausgang des Windes wurden zwei Öffnungen freigelassen.
Das vertikale Windrad bietet den entscheidenden Vorteil, dass es auch bei sehr schlechten Windverhältnissen Strom erzeugt. Es hat eine niedrigere Anlaufgeschwindigkeit und muss auch bei starkem Wind nicht abgeschaltet werden. Ein großes Plus ist die Bauweise im Hinblick auf die Windrichtung. Vertikalen Windrädern sind auch häufig wechselnde Windrichtungen egal, während herkömmliche Anlagen erst neu ausgerichtet werden müssen.
Der Preis für ein vertikales Windrad orientiert sich an der erzielten Nennleistung des Geräts. Mitunter sind kleinere Anlagen für weniger als 10.000 Euro erhältlich, die meisten sind jedoch deutlich teurer.
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