Webdesigner sind für die Konzipierung, Gestaltung und praktische Umsetzung von Internet-Auftritten verantwortlich. Das setzt zum einen eine gewisse ästhetische Begabung voraus, zum anderen aber auch technisches Verständnis. Wie für die meisten "Internetberufe" ist auch Webdesigner noch kein anerkannter Beruf, denn es gibt zur Zeit in Deutschland noch keine Lehre oder Studiengang, in dem man diesen Beruf erlernen könnte. Weil damit auch ein unprofessioneller Web Designer eine Homepage erstellen darf, gilt es als Auftraggeber schon bei der Vergabe auf gewisse Punkte zu achten.
Ein Web Designer oder eine Webdesignerin sowie die Webdesign Agentur sind technische Produktentwickler und erfüllen im wesentlichen drei Aufgaben:
Um das grafische Layout nach Usability und Optik gestalten zu können, arbeiten Webentwickler auch mit Grafikdesignern zusammen oder besitzen selbst diese Qualifikation.
Klären Sie die Erwartungen vorab. Ihr Web Designer wird folgende Fragen stellen, um herauszufinden, welche Leistungen Sie wünschen:
Klären Sie Ihr Budget. Möchten Sie lediglich eine Präsenz im Internet mit Telefonnummer und Ansprechpartner? Mit einem Budget von nur 500 € können Sie auch eine Privatperson beauftragen, mit Self HTML eine Homepage zu erstellen. Alle vermeintlichen Zusatzleistungen vom Erstellen von Graphiken bis zur Visibility-Steigerung oder Contentoptimierung sind komplexe Dienstleistungen, deren Bearbeitung Sie in Ihr Budget einplanen sollten.
Das Erstellen einer Homepage lässt sich in einzelne Tätigkeitsbereiche aufteilen.

Sie können im persönlichen Gespräch mit dem Webdesigner bzw. der Webdesignerin Ihre Wünsche äußern, doch Bilder sagen mehr als tausend Worte. Daher empfiehlt sich bei entsprechenden Kenntnissen einzelne Komponenten am PC mit einem Grafikprogramm zu entwickeln.
Ein guter Webdesigner ist zugleich ein kompetenter Grafikdesigner. Er kann Ihnen ein Corporate Design erstellen. Gemeint ist damit ein Design und Layout passend zu Ihrer Firma – jugendlich oder konservativ, bunt oder stylisch, auffällig oder dezent.
Es kann durchaus nicht schaden, die größten Fehler zu kennen. In Testlabors wird das Verhalten von Menschen bei der Recherche und beim Surfen untersucht. Dabei sind folgende Mängel aufgefallen:
Fehlender Preis – der Kunde fühlt sich verloren ohne die Orientierung einer Preisangabe. Stellen Sie sich vor, Sie wollen Details über ein Produkt erfahren, aber die vorliegende Webseite zeigt Ihnen nur ein Produktbild. Der Kunde wird diese Infos woanders suchen. Ebenso verhält es sich beim Preis – stellen Sie diese Informationen vor allen anderen zur Verfügung oder der Kunde verlässt eventuell die Seite.
Scrollen von links nach rechts – Nach oben und unten scrollen ist gängig. Anders verhält es sich mit I-Frame Webseiten, die unvorteilhaftes horizontales Scrolling verwenden – das mag der User überhaupt nicht.
Einheitliche Schrift – die Schrifttypen sollten nicht variieren. Legen Sie einen (seriösen) Schrifttyp zugrunde und belassen es bei dieser Schriftart (Font).
URL Länge – Die Adresszeile im Browser stellt die URL dar. Wenn diese zu lang ist, bricht sie um, wird unleserlich und kann wegen des Zeilenumbruchs in Emails nicht aufgerufen werden.
Unerwartete Maillinks – Klicken Sie sich durch eine Webseite, erwarten Sie Informationen. Wenn stattdessen ein Email Programm geöffnet und vom Besucher nun eine Eingabe erfordert wird, ist das unvorteilhaft. Eine zwischengeschaltete Seite kann den Nutzer besser vorbereiten. Die Bereitschaft, die Mail abzusenden und mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, steigt dadurch.
Bestandteile, die dringend empfohlen werden sind das ausführliche Kundengespräch, einerseits die Erstellung und andererseits die ordnungsgemäße Umsetzung der Internetpräsenz und letztlich die Definition eines CSS-Designs.
Zur Erklärung: CSS ist eine Programmiersprache. Ein Web Designer legt damit das grafische Erscheinungsbild (Grafikdesign) für eine Webseite, vor allem des Textes und der Bilder, fest.
Weitere sinnvolle Leistungen, die das Basispaket darstellen, sind die Erstellung einer Navigation, Erstellung von Webseiten mit leeren Inhalten, die Implementierung von CMS für eine dynamische Webseite, 1-2 Design-Entwürfe mit Abänderbarkeit und die Erstellung von Webseiten mit rechtlichen Angelegenheiten, Haftungsschluss und Kontaktformular sowie die Schulung der Mitarbeiter im Umgang mit dem CMS.
Zur Erklärung: Nachträglich lässt sich CMS nicht implementieren – wird das doch gewünscht, kann sogleich eine neue Homepage in Auftrag gegeben werden. Weitere Details zum Content Management System (CMS).
Das Komplettpaket in Auftrag zu geben, bedeutet auch, seinen eigenen Kompetenzbereich aus der Hand zu geben. Niemand kann über Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung besser berichten als Sie. Wollen Sie also den Webdesigner diese Daten einpflegen lassen, sollten Sie zumindest in enger Rücksprache mit ihm stehen. Er füllt dann alle Seiten mit entsprechenden Inhalten wie Text, Bilder, Tabellen, Firmenlogo, Übersichten, PDF-Dokumente etc. Der Aspekt der Suchmaschinenoptimierung spielt hierbei auch eine bedeutende Rolle.
Zur Erklärung: Suchmaschinengerechte Programmierung sorgt dafür, dass Ihre Webseite auch in Suchmaschinen aufgenommen und gefunden werden kann. Das erhöht natürlich Ihre Besucherzahlen. Eine Suchmaschinenoptimierung müssen Sie von einem Spezialisten vornehmen lassen.
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