Die Wärmebildkamera zeichnet Bilder einer Umgebung anhand der von dort abgegebenen Strahlung im mittleren Wellenlängenbereich des Infrarot-Spektrums auf. Da sich damit die abgestrahlte Temperatur von Flächen, Gegenständen oder Personen darstellen lässt, wird eine Wärmebildkamera auch als Infrarotkamera bezeichnet. Wärmebildkameras besitzen eine derart hohe Auflösung, dass sogar DINA4-Ausdrucke möglich sind. Seit einige Zeit finden Wärmebildkameras verstärkt in der Baudiagnostik Anwendung.
Sofern Sie eine Infrarotkamera als Überwachungskamera mit Nachtsicht einsetzen wollen, wechseln Sie bitte zur Videoüberwachung.
Es genügt für die grobe Einschätzung bereits die Angabe, in welcher Branche Sie tätig sind oder wofür Sie das Gerät verwenden wollen.
Auf jeden Fall sollten Sie klären, ob Ihre Wärmebildkamera besondere Funktionen wie
unterstützen soll, denn mit der Komplexität geht der Überblick und die schnelle, einfache Bedienung verloren. Zudem verursachen solche Extras zusätzlich Kosten - und diese sind nicht unerheblich.
Analysesoftware bieten die meisten Herstellen von Wärmebildkameras gleich mit an. Der Vorteil liegt in der Kompatibilität zum Gerät. Die Analysetools sind speziell für diese Form der Auswertung entwickelt worden und ergänzen das Produkt in seiner Leistungsfähigkeit.
Außerdem müssen Sie sich im Klarem über den Temperaturbereich sein, den Sie abdecken wollen. Unter 0° ist selten nötig, der gängige Bereich ist der von 0° bis 250° oder 500°
Haben Sie bereits zuvor eine Wärmebildkamera benutzt, wäre es hilfreich, wenn Sie das Vorgängermodell namentlich benennnen können. Sollten Sie mit dem Gerät zufrieden gewesen sein, kann Ihnen der Fachhändler sicherlich ein adäquates Nachfolgeprodukt empfehlen.
Im praktischen Alltagseinsatz wird die Wärmebildkamera von Ingenieuren und Handwerkern benutzt, um den Zustand von Installationen in Gebäuden zu überprüfen. Mit Hilfe der Wärmebildkamera lassen sich beispielsweise Leckagen in Rohrleitungssystemen orten, bei denen eine Sichtprüfung wegen der Bauweise nicht möglich ist. Die Wärmebildkamera stellt die verschiedenen Temperaturzonen auf einer Gebäudehülle dar. Energieberater können anhand dieser Wärmebildkamera-Aufnahmen den seit 2008 vorgeschriebenen Energiepass erstellen.
Energieberater müssen Hauseigentümern und Vermietern schnell und zuverlässig vermitteln können, wo die energetischen Schwachstellen ihres Hauses liegen. Die Infrarotdarstellung der Wärmebildkamera macht die erstellte Diagnose über den Energieverlust eines Gebäudes auch für den Laien verständlich auf einen Blick deutlich.
Die Wärmebildkamera für die Erfassung der äußeren Gebäudehülle ist so kompakt wie ein digitaler Camcorder und genau so leicht zu bedienen. Die digitale Bildaufzeichnung stellt die kalten Fassadenbereiche im Grün-Blau-Spektrum dar. Dort, wo Wärme durch die Mauern entweicht, zeichnet die Wärmebildkamera die Umgebung im Rot-Orange-Bereich auf. Die Wärmebildkamera arbeitet ungestört vom Tageslicht und lässt sich bei jeden Lichtverhältnissen ohne Stativ zur Energiediagnostik nutzen. Die von der Wärmebildkamera gelieferten Bilder können anschließend auf den Computer herunterladen und in der schriftlichen Expertise als ausgedruckte Fotos eingebunden werden. Für die Gebäudediagnostik vor Ort liefert das Display der Wärmebildkamera direkt ablesbare Informationen für die sofortige zielgerichtete Schadenbehebung.
Pfusch am Bau oder eine feuchte Wand im Bad erkennt man mittels Aufnahme von Wärmebildkameras sofort. Schadensumfang und -ausmaß lassen sich leicht ausmachen. Wärmebildkameras sind daher für den Baugutachter so unverzichtbar für die lokale Diagnose, wie für den Installateur oder den Elektriker.
Schäden an unter Putz liegenden Leitungen oder Rohren sind mit aufwändigen Stemmarbeiten verbunden, wenn nicht klar lokalisiert werden kann, wo genau sich die schadhafte Stelle im System befindet. Bevor Handwerker Hammer und Meißel ansetzen, müssen sie sich daher ein Bild davon machen, welcher Schaden vorliegt und an welcher Stelle der Eingriff erfolgen soll.
Die Bilder handlicher Wärmebildkameras liefern die dazu notwendigen Informationen. Ihr thermografischer Blick hinter Putz und Mauer stellt Leckagen farblich abgehoben dar. Mit einem Blick auf das hochauflösende Display von Wärmebildkameras lässt sich ablesen, wie der Schaden mit geringstmöglichem Aufwand behoben werden kann. Für das sorgfältig dokumentierte Baugutachten in Mängelprozessen liefern Wärmebildkameras die notwendigen Bilddokumente mit beweiskräftiger Aussage. Diese hochauflössenden Displays sind mit ca. 160x160 Pixel, 320x240 Pixel und 640x480 Pixel zu beziffern, wobei letztere Variante für die Betrachtung einzelner Ausschnitte schon zu groß ist. Nur selten müssen Objekte derart detailliert analysiert werden.
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