Thermokamera

Die Thermokamera, auch Thermografiekamera, ist ein Messgerät, mit dem berührungslos Temperaturen von Oberflächen erfasst werden können. Die Thermografiekamera, die nicht das mit bloßem Auge sichtbare Licht, sondern Infrarotstrahlung empfängt, ist ein unersetzliches Instrument wenn es darum geht, Baumängel aufzuspüren oder Energieverluste an Gebäuden zu visualisieren. Daher wird die Thermokamera hauptsächlich von Bauingenieuren, Energieberatern und wartendem Personal genutzt.

Thermokamera - Vorteile bei der Analyse

Die Thermokamera stellt Temperaturverteilungen auf Wandflächen, in Gebäuden und an Gebäudefassaden dar. Viele Kameramodelle liefern nicht mehr nur Graustufenbilder, sondern erzeugen Bilder in sogenannten Falschfarben. Die kolorierte Darstellung des aufgenommenen Gebäudebereichs erleichtert das Analysieren der Bilder, denn Graustufen kann das menschliche Auge schwerer unterscheiden.

Anwendung

Jede Thermografiekamera liefert die besten Bilder der Temperaturverteilungen an Gebäudefassaden, wenn der Temperaturunterschied der Innenräume zur Außenhülle mindestens 15 Grad Celsius beträt. Die Thermokamera kommt deshalb vor allem in der kalten Jahreszeit zum Einsatz, dann werden Wärmeverluste und Wärmebrücken am deutlichsten sichtbar. Eine Thermokamera erkennt alle thermischen Schwach- und Schadstellen der Gebäudehaut. Auch die Qualität bereits vorhandener Wärmeisolierungen und die Dichtheit von Schornsteinen und Kaminen kann mithilfe der Thermokamera analysiert werden. Zudem werden Schwachstellen an Fenstern und Eingangstüren sofort sichtbar.

Eine normal auflösende Thermokamera, im Bereich von 160 x 120 Pixel, kann Feuchtigkeit in Gebäudewänden lokalisieren. Besonders gute Resultate bringen Messungen im Gebäudeinneren. Zur thermografischen Bauanalyse eignen sich am besten Kameras mit integrierter Temperaturmessfunktion. Auf diesen Geräten wird die gemessene Temperatur auf einem erweiterten Display, direkt neben dem Bild angezeigt.

Einsatzgebiete der Thermografiekamera

Die Thermografiekamera wird vor allem von Baufirmen, Gutachtern, Energieberatungsunternehmen und Wohnungsverwaltungsgesellschaften zur Feststellung von Gebäudemängeln und Baufehlern sowie zur Prüfung der Gebäude-Wärmedämmung genutzt. Darüber hinaus können die Ergebnisse dieser Messinstrumente die Grundlage für die Ausstellung eines Energiepasses bilden und in die Fördergeldbeantragung für energiesparende Maßnahmen einfließen. Üblicherweise ist eine Thermografiekamera mit verschiedenen Zubehörteilen wie Ladegeräten, Akkus, Speicherkarten und Software für die computergestützte Bildauswertung erhältlich.

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