Im praktischen Alltagseinsatz wird die Infrarotkamera oft von Ingenieuren und Handwerkern benutzt, um den Zustand von Installationen zu überprüfen. Mit Hilfe der Infrarotkamera lassen sich beispielsweise Leckagen in Rohrleitungssystemen, mangelhafte Isolierungen oder Feuchtigkeit in Fassaden orten. Ein Energieberater kann anhand der Aufnahme einer Infrarotkamera auch den seit 2008 vorgeschriebenen Energiepass für Gebäude erstellen.
Die graphische Darstellung der Wärmestrahlung funktioniert bei der Infrarotkamera durch extrem empfindliche Lichtwellensensoren. Je nach Auflösung kann eine Infrarotkamera damit nicht nur Teilobjekte, sondern ganze Gebäude darstellen. Die Infrarotkamera ist zur Kontrolle im Bauwesen und bei Sicherheitsüberprüfungen von Bedeutung. Besonders Ingenieure haben ein besonderes Interesse an der Nutzung einer modernen Infrarotkamera.
Als Diagnosegerät kommt die Wärmebildkamera für die Temperaturmessung bei der regelmäßigen Wartung von Anlagen im gewerblichen Bereich sowie in der Qualitätssicherung im verarbeitenden Gewerbe zum Einsatz. Infrarotkameras können dabei Temperaturzonen in einem Spektrum zwischen -40 und bis zu +2.000 Grad optisch darstellen und Temperaturen ab 0,1 Grad erfassen. Messungen sind je nach Modell in einem Entfernungsbereich zwischen 0,10 und 20 Meter möglich.
Energieberater und Baugutachter müssen schnell und zuverlässig ermitteln können, wo die Schwachstellen eines Gebäudes sind. Die verschiedenen Modelle der Infrarotkamera liefern die Grundlage für die Sofortdiagnostik. Über die integrierte Software und USB-Schnittstellen können die Messergebnisse auf den Computer übertragen und zur Dokumentation für die schriftliche Expertise aufbereitet werden.
Die kleinste Infrarotkamera ist nicht größer als ein Handy und ist auf dem Markt für knapp 5.500 Euro erhältlich. Sie hat eine Temperaturempfindlichkeit von 0,1 Grad in einem Messbereich zwischen -20 und +250 Grad. Ein Laserpointer ortet Wärmequellen automatisch, und für die Dokumentation steht ein integrierter Speicher für 100 Aufnahmen zur Verfügung. Die Auswertungssoftware erlaubt die schnelle Erstellung von Messberichten. Mit einer Ladekapazität von zwei Stunden ist eine Infrarot Kamera für die schnelle Diagnose vor allem für Handwerksbetriebe geeignet. Für die ausführliche energetische Analyse von Gebäudehüllen kann ein Energieberater oder Baugutachter auf eine hochempfindliche Infrarotkamera mit dem Bedienungsstandard eines Camcorders zurückgreifen.
© Infratec GmbH
Die fernzubedienenden Spitzenmodelle mit überlagerndem Real- und Thermobild auf dem abnehmbaren Display erfassen optisch den Temperaturbereich zwischen -40 und +2.000 Grad bei einer Empfindlichkeit von 0,03 Grad. Bei diesen Modellen lassen sich wahlweise Tele- und Weitwinkel Infrarot-Objekte einsetzen. Der Preis liegt zwischen 15.000 und ca. 35.000 Euro. Stabgriff- Infrarotkameras mit Weitwinkel, Speicher für 1.000 Bilder und einer Temperaturempfindlichkeit von 0,1 Grad im Bereich zwischen -20 und +350 Grad kosten zwischen 5.000 und 13.000 Euro und sind ebenfalls zwecks Innenaufnahmen auch für Gebäudediagnostiker geeignet.
Im Produktionsbereich hilft die Infrarotkamera bei der Qualitätssicherung und bei der regelmäßigen Geräte- und Gebäudewartung. Dadurch werden Ausfallzeiten verringert und kostenintensive Arbeiten vermieden. Die Infrarotkamera ist für dieses Einsatzgebiet besonders robust konstruiert und liefert alle notwendigen Daten für die anschließende Protokollerstellung am Computer.
Für Messverfahren im verarbeitenden Gewerbe kommt eine Infrarot Kamera als Handmessgerät zum Einsatz, die dank ihrer weitgehend automatisierten Messverfahren ohne Vorkenntnisse bedient werden können. Sie erfassen Temperaturbereiche zwischen -20 und +350 Grad und können in ihrem Speicher bis zu 100 Bilder verarbeiten. Über die im Computer erfassten Vergleichsprotokolle geben die Aufnahmen der Infrarotkamera Auskunft, wo sich die Messergebnisse verändert haben. So ermöglicht die regelmäßige Inspektion von Anlagen das rechtzeitige zielgerichtete Eingreifen, bevor es zu einem Ausfall kommt. Mit ihrem bruchfesten und staubgeschützten Gehäuse können diese Infrarotkameras in allen Bereichen der Produktion zum Einsatz kommen. Die Preise der Handmessgeräte liegen je nach Ausstattung zwischen 4.000 und 9.000 Euro.
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