Als Restrukturierung wird die Neuausrichtung der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens bezeichnet. Im Gegensatz zu den korrigierenden Eingriffen im laufenden Geschäftsprozess bedeutet eine Restrukturierung einen radikalen aber notwendigen Einschnitt. Die Restrukturierung ist ein probates Mittel, um ein Unternehmen vor einem drohenden Konkurs zu bewahren.
In den seltensten Fällen gibt es nur einen einzigen Grund für eine Restrukturierung. Vielmehr ist es oft eine Reihe ineinander greifender Faktoren, die ein gut laufendes Unternehmen in die Schieflage bringt und eine Restrukturierung unumgänglich macht.
Umstrukturierung wird nötig, wenn auf einen plötzlichen Wandel unüberlegt reagiert oder auf einen schleichenden Wandel überhaupt nicht reagiert wird. Gängige Praxisfehler sind im Wesentlichen:
Veränderungen der Märkte und Marktsegmente stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. So führt etwa eine steigende Zahl von Mitbewerbern zu einem massiven Preisdruck auf angebotene Produkte und Dienstleistungen. Die sinkende Kaufkraft der Kunden bedeutet für das Unternehmen sinkende Umsätze. Auch staatliche Marktbeschränkungen, wie etwa Festlegung von Mindestpreisen, können für ein Unternehmen weit reichende Folgen haben.
Die Gründe für eine Restrukturierung sind nicht immer außerhalb des Unternehmens zu suchen. Auch eine eklatante Misswirtschaft und Fehlentscheidungen können zu diesem Schritt zwingen. Weitere mögliche Ursachen für eine Restrukturierung können fehlendes Eigenkapital, steigende Kosten oder eine Uneinigkeit der Gesellschafter über die Ausrichtung des Unternehmens sein.
Grundsätzlich ist eine rein intern geführte Restrukturierung oft nur schwer durchführbar. Zu komplex sind alle zu berücksichtigenden Faktoren, zu unpopulär die zu treffenden Entscheidungen, als dass man eine Restrukturierung ohne Hilfe eines auf Krisenmanagement spezialisierten Unternehmensberaters durchführen könnte.
Am Anfang der Restrukturierung steht die Analyse. Angefangen von betriebsinternen Geschäftsabläufen und Schwachstellen über Zulieferer und Geschäftspartner bis hin zu den Bedingungen des Marktes stehen alle Faktoren rund um das Unternehmensgeschäft auf dem Prüfstand. Auch das Management wird auf Misswirtschaft und Fehler überprüft.
Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse entwickelt der Krisenmanager Alternativen, um das Unternehmen erfolgreich und nachhaltig am Markt zu etablieren. Hier profitieren erfahrene Unternehmensberater von ihren umfassenden Kenntnissen verschiedener Märkte und deren Rahmenbedingungen. Die Alternativen werden zusammen mit der Unternehmensführung bewertet, das aussichtsreichste Konzept wird ausgewählt.
Schließlich wird das Konzept mit all seinen Konsequenzen umgesetzt. Das ist meist Angelegenheit des Unternehmens, da ein mit der Restrukturierung beauftragter Krisenmanager oft nur eine beratende Funktion hat.
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