Für körperlich beeinträchtigte Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, stellen Treppen ein nahezu unüberwindbares Hindernis dar. Hier schafft ein Treppensteiger Abhilfe. Er ist nahezu universell für jeden Rollstuhl geeignet und schafft Treppenstufen bis zu einer Höhe von 20 Zentimetern. Um einen Treppensteiger bedienen zu können, bedarf es einer zweiten Person, die das Gerät führt. Treppensteiger bedeuten für Rollstuhlfahrer barrierefreie Mobilität.
Über einen Adapter können am Treppensteiger nahezu alle gängigen Rollstühle befestigt werden. Von einer zweiten Person wird der Treppensteiger an die Treppe herangerollt. Das elektromechanische Steigsystem besteht meist aus sternenförmig angeordneten Rollen, auch innovative Systeme sind erhältlich. Es kann über einen Knopf am Griff des Treppensteigers bedient werden. So bringt die Begleitperson selbst keine Kraft auf, sondern führt den Treppensteiger lediglich Stufe für Stufe.
Mit dem Treppensteiger können auch sehr enge Stiegen und Wendeltreppen überwunden werden. Dabei ist es egal, ob die Stufen aus Holz oder Stein sind. Auch Teppichböden sind in der Regel kein Problem. In der Minute kann ein Treppensteiger zwischen neun und 16 Stufen bewältigen. Eine Akkuladung reicht für etwa 300 Stufen. Ein automatisches Bremssystem sorgt für Sicherheit gegen Abrutschen auf der Treppe.
Treppensteiger sind trotz ihres Gewichts von etwa 25 Kilogramm zusammenklappbar und passen in ein Auto. Daher sind sie eher für den mobilen Gebrauch geeignet. Während das eigene Heim meist den Bedürfnissen des Rollstuhlfahrers angepasst ist, erwarten ihn unterwegs oft nicht behindertengerechte Treppen. Hier ist der Treppensteiger eine wertvolle Hilfe.
Treppensteiger sind in der Preisspanne von 2.000 bis etwa 5.000 Euro zu bekommen. Eine gute Verarbeitung, leichte Bedienbarkeit und eine höhere Belastbarkeit schlagen sich dabei meist auf den Preis nieder.
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