Rollstuhlfahrer, die Treppen überwinden möchten, sind meist auf Plattformlifte angewiesen. Doch auch Treppenraupen sind mobile und wertvolle Helfer beim Überwinden von Höhenunterschieden. Für Steigungen bis zu 37° Grad benötigt man keine Treppenraupe, ein Treppenkuli ohne eine bauliche Veränderung der Treppe reicht aus. Unter der Rollstuhlplattform befinden sich zwei parallele Raupenketten, die über einen Elektromotor die Treppenraupe antreiben. Durch das Gummiprofil wird ein Verrutschen bei Treppenraupen verhindert.
Vor allem die mobilen Einsatzmöglichkeiten und die Bedienung ohne fremde Hilfe machen Treppenraupen zu einer Alternative gegenüber den Plattformliften. In Mietshäusern, in denen der Einbau eines Plattformlifts unmöglich ist, kann ein Treppenkuli wertvolle Dienste leisten. Da er transportabel ist, kann der Treppenkuli auch in einem Hotel ohne Aufzug einen bequemen Urlaub ermöglichen.
Da eine Treppenraupe ein Eigengewicht von ca. 70 kg mitbringt, sind für das Verladen meist zwei gesunde Personen notwendig. Ältere und abgerundete Stufen können mit einer Treppenraupe nicht überwunden werden, da die Gummilaufbänder hier nicht greifen können. Auf Treppen, die eine Richtungsänderung auf einem Absatz vorweisen, muss eine Rangierfläche von einem Quadratmeter für die Treppenraupe zur Verfügung stehen.
Treppenraupen Modelle, die für bestimmte Rollstühle konzipiert sind, kann man bereits ab 4.500 Euro kaufen. Die Kosten für universale Modelle beginnen bei ca. 9.000 Euro. Diese können dann individuell an verschiedenste Treppen angepasst werden. Die Krankenkassen übernehmen zum Teil die Anschaffung komplett, da sie eine wertvolle Alternative zu den herkömmlichen Plattformliftern bieten, die nur an einer Treppe genutzt werden können.
Kostenlose Hotline: 0800 29 29 29 4