Als eine Mobilitätshilfe und Spezialform des Treppenliftes ermöglicht der Plattformlift vor allem Rollstuhlfahrern, dass sie bequem Höhenunterschiede wie Stufen, Absätze oder Treppen selbständig überwinden können. Darüber hinaus ist ein Plattformlift auch als Lastenaufzug einsetzbar, um unter anderem Einkäufe oder Möbelstücke bequem zu transportieren.
Plattformlift der Marke ThyssenKrupp ©
Allgemein können Plattformlifte im Freien, sowie nahezu in allen Bereiche wie Geschäftsräumen, privaten Häusern / Wohnungen, Schwimmanlagen etc. eingesetzt werden. Dabei kann die Montage des Liftsystems an fast allen Wandmaterialien durchgeführt werden, sofern die nötige Festigkeit und Stabilität gegeben ist. Was die Treppenarten betrifft, so sind Plattformlifte für fast alle breiteren Treppenarten geeignet und können bei Kurven bis zu 60° eingesetzt werden.
Ein Plattformlift besteht aus einer Plattform, die an einer Führungsschiene entlang der Treppe fährt, wobei sich der Antrieb an der obersten Haltestelle der Anlage befindet.
Zur Steuerung:
Der Plattformlift wird als eine Batterieanlage geliefert, die durch ein oder mehrere Ladegeräte über Ladestationen in den Haltestellen versorgt wird. Dies hat den wesentlichen Vorteil, dass auch bei Stromausfall die Anlage ohne Einschränkung benutzt werden kann.
Während im öffentlichen Bereich für Plattformlifte Standardgrößen gelten (ca. 80 cm Plattformbreite und 100 cm Plattformlänge), können im privaten Bereich viele Plattformlift-Sonderlösungen mit unterschiedlichen Plattformgrößen für den individuellen Anspruch angeboten werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass Treppen eine minimale Breite von 100 cm vorweisen müssen und ein relativ großer Platzbedarf im Ein- und Aussteigebereich notwendig ist. Die Tragfähigkeit des Plattformlifts beträgt 225 kg und ist optional ausrüstbar auf 300 kg.
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Je nach ihren Ausstattungsbesonderheiten lassen sich Plattformlifte in mehrere Arten gliedern. Grundsätzlich gibt es Modelle für gerade sowie kurvige Treppen, die sich wiederum je nach Hersteller in Ihren Optionen unterscheiden.
Einige dieser Ausstattungsoptionen beinhalten
Darüber hinaus ist die Auffahrhöhe des Plattformlifts von Modell zu Modell unterschiedlich. Die Tatsache, dass ein Plattformlift in verschiedenen RAL Farben erhältlich ist, ermöglicht sein Anpassen an jedes Ambiente.
Die Sicherheit des Benutzers ist jedoch, unabhängig vom Modell, höchste Priorität für fast alle Hersteller. Hierzu zählen folgende Sicherheitseinrichtungen:
Treppenlift der Marke ThyssenKrupp Treppenlifte ©
Beim Plattformlift ist es, im Gegensatz zum Sitzlift, nicht erforderlich den Rollstuhl zu verlassen. Dieses ist besonders in den Situationen vom Vorteil, wenn der Umstieg vom Rollstuhl auf den Sitz-Treppenlift unzumutbar wird.
Doch braucht ein Plattformlift im Vergleich zum Sitzlift mehr Platz, so dass diese Option eher bei breiteren Treppen besteht. Außerdem kann ein Plattformlift keine engen Kurven und keine Steigung über 60° fahren. Meistens ist er um ein vielfaches teurer als ein Sitzlift.
Da ein Plattformlift beim Kauf eher eine Maßanfertigung als einem fertigen Produkt gleicht (es werden individuelle Anpassungen vorgenommen), ist sein Kaufpreis von mehreren Faktoren abhängig. Hierzu zählen die Ausgestattung der Treppe bzw. der Wand, sowie das den individuellen Bedürfnissen des Benutzers entsprechende Plattformliftmodell mit der dazu gehörenden Sonderausstattung. Hierbei kann man sagen, dass gerade Ausführungen preislich unter aufwendigeren Kurvenlösungen liegen. Grobe Richtlinien wären hierbei der Anfangspreis von 9500 Euro (netto) für eine gerade Ausführung mit kurzer Auffahrstrecke und 16.000 Euro (netto) für eine kurvige Ausführung mit ebenfalls kurzer Auffahrstrecke.
Bei der Kostenübernahme ist zu beachten, dass die Anschaffung eines Plattformliftes in aller Regel eine private Angelegenheit ist und man deshalb die Kosten selber tragen muss. Liegt jedoch eine Pflegestufe beim Betroffenen vor, wäre es möglich, dass sich die Krankenkasse mit ca. 2.500 € an den Kosten beteiligt. Ist der Plattformlift wegen eines Arbeitsunfalls nötig, sind die Berufsgenossenschaften zuständig, die eine höhere Aufwandspauschale tragen können. Zum Thema Kostenübernahme ist jedoch auf jeden Fall ein Gespräch mit den jeweiligen verantwortlichen Stellen notwendig.
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