Eine Telefonanlage bildet die Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Telefonnetz und dem firmeninternen Kommunikationsnetz. Eine Telefonanlage kann viele Bezeichnungen haben die im folgenden aufgezählt sind: TK-Anlage, Nebenstellenanlage, Kommunikationssystem, Telekommunikationsanlage, Privat Branche Exchange (PBX) oder PABX, Public Automatic Branch eXchange.
Der Grundgedanke einer Telefonanlage ist das Führen von kostenlosen internen Gesprächen. Zudem ermöglichen Telefonanlagen, dass mehr Endgeräte betrieben werden können als Amtsanschlüsse vorhanden sind. Die Anschaffung einer neuen Telefonanlage ist ein Prozess der arbeits- und zeitaufwendig ist. Eine gute Vorbereitung mit einer genauen Bestimmung der eigenen Bedürfnisse ist vor der Kaufentscheidung daher sehr sinnvoll.
Bei der Anschaffung Ihrer TK - Anlage sollte die erste Frage lauten, ob Sie diese primär für den Kundenkontakt nutzen werden oder ob sie hauptsächlich für die bürointerne Kommunikation eingesetzt wird. Es gibt einige Punkte zu beachten:
Die verschiedenen Funktionen und Einsatzmöglichkeiten einer Telefonanlage machen die Anschaffung relativ kompliziert und zeitaufwändig.
Die Installation Ihrer Telefonanlage erfordert viel technisches Know-How. Zur Installation zählt nicht nur das Anschließen und Zusammenstecken der Telefonanlage, sondern auch die passende Konfiguration. Hierbei ist unter anderem darauf zu achten, dass die Amtsberechtigungen richtig gesetzt werden - also ob ein Anschluss zum Aufbau internationaler, nationaler oder Ortsgespräche berechtigt ist.
Moderne netzwerkfähige Telefonanlagen bieten Web-Interfaces sowie netzwerkfähige Konfigurationsoberflächen und sind mittlerweile zeimlich bedienungsfreundlich. Durch eine zusätzliche Netzwerkanbindung resultieren weiter Anwendungsmöglichkeiten. So können etwa eingehende Faxmitteilungen als Grafik im Anhang einer Email gesendet werden. Dies wird als Unified Messaging Service (UMS) bezeichnet.
Die Konfiguration der TK - Anlage sollte man unbedingt einem Fachmann überlassen. Durchwahlen und Rufumleitungen sind bei großen Anlagen kompliziert einzurichten und benötigen spezielles Wissen über die unterschiedlichen Funktionen.
Informationen über Experten für Telefonanlagen aus Ihrer Region finden Sie unter Lokale Anbieter.
Neben der Möglichkeit, kostenlose interne Gespräche zu führen, gibt es eine Vielzahl von Funktionen, welche den Komfort einer Telefonanlage erhöhen können:
Die vielen verschiedenen Funktionen ermöglichen einen reibungslaufen Ablauf der ex- und internen Kommunikation im Unternehmen.
Zum Leistungsumfang der kompletten Installation einer Anlage gehören:
Eine komplette Telefonanlage besteht immer aus einer Zentrale bzw. einen Router, und den einzelnen Endgeräte die jeweils daran angeschlossen werden. Diese Zentrale ist für die Steuerung und die Zuordnung der angeschlossenen Geräte zuständig. Zusätzlich zu den mobilen Endgeräten, Tisch- und Wandtelefonen ist es auch möglich Faxgeräte anzuschließen. Je nach Qualität und Funktionsvielfalt ergeben sich bspw. Preisunterschiede von bis zu 400 Euro zwischen den Endgeräten. Durch die Ausbaumöglichkeit von Telefonanlagen, sind zudem Einbindungen in Alarmsysteme oder die Kamerasteuerungen zur Objektüberwachung möglich.
Aber nicht nur der sichtbare Teil der Telefonanlage ist entscheidend, sondern auch die Verlegung neuer bzw. das Umlegen der vorhandenen Kabel. Je aufwändiger die Kabelverlegung und je größer die Anzahl der Endgeräte ist, desto höher sind die Kosten beim Kauf einer TK-Anlage.
Der Kauf und die Kosten einer Telefonanlage richten sich nach dem Anlagenzweck. So sind die Kosten in Abhängigkeit der vorhandenen Anschlüsse (ISDN oder Analog), der gewünschten Funktionalitäten sowie der benötigten Endgeräte zu bestimmen. Wünschen Sie etwa die Möglichkeit der Telefonkonferenz, also die gleichzeitige Nutzung mehrerer Leitungen? So sollten Sie das bereits beim Einholen des Angebotes wissen, da die parallele Verlegung der Kabel aufwendiger ist und dem Anbieter mitgeteilt werden sollte. Für eine qualitativ hochwertige Telefonanlage sind, bei ca. 15 Mitarbeitern, bis zu 10.000 Euro einzuplanen.
Zusätzliche Kosten entstehen z.B. durch Anbindung an ein Computersystem oder Wartungsverträge, daher ist es wichtig mit Ihrem gewählten Anbieter den genauen Bedarf zu analysieren und Einsparpotenziale zu finden.
Weitere Informationen zum Thema Telefonanlagenkauf finden Sie unter:
Telefonanlagen kaufen
Der Händler muss bei Ihnen vor Ort nachschauen, ob die vorgeschlagene Telefonanlage bei Ihnen installierbar und in vollem Umfang nutzbar ist. Dem voran geht ein persönliches Beratungsgespräch. Haben Sie daran kein Interesse, wird der Händler kein ideal passendes Angebot für Ihre Telefonanlage erstellen können. Für einen bloßen Vergleich der Angebote lohnt sich eine keine Anfrage, da der Händler dies meist daran erkennt, dass weder ein Beratungsgespräch noch eine Begehung stattfinden soll. Zusätzliche Informationen bietet auch der Artikel auf Wikipedia.
Der Fachhändler ist Leasinggeber und stellt die Telefonanlage, gegen eine monatliche Leasinggebühr vom Kunden, zur Verfügung. Beim Leasing trägt der Kunde auch die Wartungs- und Reparaturkosten. Die Laufzeiten liegen meist zwischen 48 und 60 Monaten, wobei die Möglichkeit besteht die Telefonanlage danach zu übernehmen.Die Kosten belaufen sich auf ca. 2 -2,5 % des Anschaffungspreises. Der Vorteil ist hierbei die Vermeidung der hohen Anfangsinvestition, stattdessen ergibt sich eine konstante monatliche Belastung. Das Leasing von Telefonanlagen ist meist für junge Unternehmen geeignet, da diese durch ihr schnelles Wachstum, einen exponentiellen Bedarf im Hinblick auf die Kapazität der Telefonanlage besitzen.
Das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen ISDN (Integrated Services Digital Network) und einem analogen Telefonanschluss ist, dass bei ISDN die Übertagung von Daten auf digitalem Wege stattfindet. Ein ISDN-Anschluss hat den Vorteil, dass mehrere Endgeräte einen gemeinsamen Anschluss parallel nutzen können. Zudem ist es möglich bis zu 10 Rufnummern für einen ISDN-Anschluss zu konfigurieren. Nachteile ergeben sich aus den höheren fixen und variablen Kosten, bei der Anschaffung und der monatlichen Grundgebühr.
Seit Anfang des neuen Jahrtausends ist jedes Land der Europäischen Union auf die digitale Vermittlung umgestellt. Analoge Telefongespräche werden in den Vermittlungsstellen digitalisiert, durch das Netz geleitet und bei den jeweiligen Gegenstellen wieder in analoge Signale transformiert.
Die analoge Telefonie entstand, 1861 mit der Erfindung des Telefons von Philip Reis. Die Analoge Telefonie gilt seither als gebräuchlichste Methode der telefonischen Sprachübertragung. Analoge Telefonanschlüsse besitzen nur eine Leitung, über die ein analoges Signal übertragen bzw. empfangen werden kann. Für Unternehmen, ist ein analoger Anschluss oftmals ungeeignet, da zwar ein Fax, ein Anrufbeantworter und ein Telefon angeschlossen werden kann, doch diese nicht gleichzeitig betrieben werden können.
Die Endgeräte sind meist deutlich günstiger als ISDN-Geräte, bieten dafür auch weniger Funktionalitäten. Im Vergleich zum ISDN bietet sie eine schlechtere Sprachqualität, dies vor allem bei großen Entfernungen.
Eine Möglichkeit, über einen analogen Anschluss mehrere Endgeräte und Rufnummern nutzen zu können ist Voice over IP.
Eine Voice over IP Anlage* ermöglicht es, mit Hilfe des Internet, die ISDN Funktionen über einen analogen Anschluss zu realisieren.*Finden Sie mehr Informationen zu Voice over IP im Punkt 9.
Der direkte Nutzen einer Telefonanlage besteht primär bei Unternehmen, deren Geschäftsmodell auf telefonische Dienstleistungen aufbaut, so etwa bei einem Call Center. Egal ob es sich um einen Versandhandel (Inbound-Call Center) handelt oder Neukunden akquiriert werde, erst eine Telefonanlage bietet die professionellen Funktionalitäten, um telefonbasierende Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Im Verbund mit einer passenden Call Center Software werden die Arbeitsabläufe optimiert um damit die Kampagnen effizienter zu steuern.
Call Center-Lösungen sind Software-Lösungen, welche auf einer Server-Hardware laufen. Auf der einen Seite ist das Call Center System mit dem LAN und einer Datenbank verbunden, auf der anderen besteht die CSTA-Schnittstelle mit der TK-Anlage.
Mehr Informationen zur Call Center Software .
Eine PBX Anlage beeinflusst indirekt viele Prozesse im Unternehmen positiv. Die PBX Anlage vernetzt Firmentelefone untereinander und implementiert sie in das öffentliche Telefonnetz (PSTN, Public Switched Telephone Network).
Sie spart Zeit und Geld, indem sie eine schnellere Abwicklung interner Unternehmensprozesse ermöglicht. PBX Systeme werden vorrangig bei großen Telefonnetzwerken eingesetzt, um so tausende von Mitarbeitern zu vernetzen. Die Funktionen des Makelns, Weiterverbinden, Voicemail und Konferenzschaltungen lassen sich unter anderem auch auf verschiedene Unternehmensstandorte übertragen.
Weitere Informationen zu PBX Telefonanlagen im Unternehmen, finden Sie unter Rufumleitung und weitere Funktionen nachlesen.
Wo liegen noch weitere Einsparpotentiale im Kommunikationsnetz eines Unternehmens? Viele scheinen die Antwort zu kennen: VoIP - Anlagen. Doch was bedeutet Voice over IP eigentlich? Unter Voice Over IP versteht man das Telefonieren über Computernetzwerke, sprich die Internet-Telefonie. Für den Kommunikationsaufbau wird dabei ein Computernetzwerk (LAN) oder das Internet(WAN) verwendet.
ISDN ist seit ca. 1993 der europäische Standard für Telefonie. Telefonanlagen nutzen dieses System, damit z.B. mehrere Teilnehmer gleichzeitig telefonieren können oder um ein höheres Nummernvolumen zu erzeugen. Im Gegensatz dazu steht der klassische analoge Anschluss, wobei nur eine Nummer verfügbar ist und nur ein Teilnehmer über die Telefonanlage telefonieren kann. Gleichzeitig werden ISDN-Telefonanlagen auch für DSL-Verbindungen genutzt.
In den nächsten Jahren wird sich VoIP aufgrund des Kostenvorteils durchsetzen, denn Gespräche fallen im Gegensatz zu einem Standard Telefonanschluss bis zu 50% günstiger aus. Da das Telefongespräch über die Internetverbindung übertragen wird, entstehen absolut keine zusätzlichen Kosten. Im Allgemeinen gilt, je weiter ein Gesprächspartner entfernt ist, sprich im Ausland, desto geringer sind die Kosten, im Vergleich zu herkömmlichen Anschlüssen. Weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der Anfertigung von Gesprächskopien. So können Gespräche problemlos vervielfältigt, weitergeleitet und archiviert werden. Viele Internetprovider (Internetanbieter) bieten seit kurzem Voice over IP als Zusatz zu einem Internetanschluss an.
Die Sprachqualität einer VoIP Telefonanlage steht, entgegen den geläufigen Meinungen, der analogen oder ISDN Verbindung in nichts nach. Jedoch kann es ja nach Firmenstandort zu Einwahlproblemen oder eingeschränkter Sprachqualität kommen, die auf veraltete Internetkabel unter den Straßen zurückzuführen sind. VoIP Anlagen sind noch nicht hundertprozentig zuverlässig, da das Internet immer noch Ausfallsrisiken in sich birgt. Ebenso ist die Einrichtung einer VoIP Telefonanlage komplizierter als die Einrichtung einer gewöhnlichen Telefonanlage. Die Konfigurationen sind nur durchführbar durch einen TK-Anlagen-Techniker mit Erfahrungen in der Netzwerkadministration.
Hier finden Sie mehr Informationen über VOIP.
Einen passenden Provider zu finden, unter der Vielzahl von Anbietern auf dem deutschen Markt, ist ein zeitintensives Unterfangen. Viele Tarife und viele Bedürfnisse ergeben eine große Auswahl. Was für den privaten Nutzer noch unkompliziert scheint, kann für Unternehmen schnell zu einer langwierigen und kostenintensiven Angelegenheit werden. Ein passender Provider bietet die Möglichkeit auf umfassende Kostenersparnisse.
Es gibt einige Punkte zu beachten, bei der Wahl des passenden Providers:
Wenn Sie interessiert sind einen passenden Provider zu finden, stellen Sie eine Anfrage stellen und erhalten Sie 3 Kostenlose Angebote ausgewählter Provider.
| Sie suchen eine Telefonanlage? Informieren Sie sich hier. Wir finden Anbieter, die zu Ihnen passen - Genau nach Ihren Wünschen. | Jetzt Telefonanlage finden! |
Erhalten Sie kostenlos Angebote
von Telefonanlagen-Anbietern
Kostenlose Hotline: 0800 29 29 29 4