IP Telefonie

Mit der IP-Telefonie - auch VoIP genannt - können Unternehmen effizient Kosten sparen, da dieser Standard keine ISDN-Leitungen sondern das Internet als Kommunikationsmittel nutzt. Je schneller und stabiler die Internetverbindung ist, desto mehr Mitarbeiter können problemlos parallel telefonieren.


Was ist IP Telefonie?

Unter der Bezeichnung "IP Telefonie" versteht man das Telefonieren über ein Netzwerk. Hierbei handelt es sich bei internen Anrufen unter Kollegen um das LAN-Netzwerk, bei externen Anrufen wird das Internet als Kommunikationsmittel genutzt. Die Telefonleitungen für analoge beziehungsweise ISDN-Telefonie werden hierbei nicht mehr für Telefonate genutzt, für die IP Telefonie ist lediglich eine bestehende Internetleitung notwendig. Hieraus resultieren geringere Kosten bei fast exakt gleicher Sprachqualität.

IP Telefonie - Die Funktionsweise

Bei der IP Telefonie wird das Netzwerkprotokoll IP (Internet-Protocoll) als Kommunikationsmittel genutzt. Im Gegensatz zu normalen Telefonaten über ISDN wird die Sprache nicht direkt übertragen, sondern in Datenpakete zerlegt und mit Hilfe des IP-Protokolls über das Internet verschickt. Hierbei läuft der Vorgang bei der IP Telefonie folgendermaßen ab:

  1. Direkt am VoIP Telefon wird die Sprache in kleine Datenpakete konvertiert und sendet diese beispielsweise per WLAN an die Telefonanlage.
  2. Alternativ können Sie ein "normales" Telefon nutzen und die Telefonanlage übernimmt die Umwandlung in die Datenpakete.
  3. Die Telefonanlage fügt Daten über die Pakete (z.B. Ziel und dessen Adresse) hinzu und schickt diese an den nächstgelegenen Knotenpunkt für IP Telefonie.
  4. Nutzt das Ziel auch VoIP, werden die Pakete unbehandelt weitergeleitet. Wird an der Zieladresse ISDN genutzt, so werden die Datenpakete vom Knotenpunkt umgewandelt an das Ziel übermittelt.

Wichtige Voraussetzungen für die IP-Telefonie

Die Telefonie über das IP-Protokoll funktioniert lediglich mit einer konstanten Internetleitung, die eine möglichst hohe Bitrate aufweisen sollte. Das heißt, dass die Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen Absender und Ziel möglichst hoch sein sollten. Zudem eignet sich hier das synchrone DSL (SDSL) besser, da die Übertragungsgeschwindigkeiten sowohl beim Verschicken wie auch beim Erhalten von Datenpaketen gleich ist. Die nötige Geschwindigkeit für die IP-Telefonie hängt stark von der Mitarbeiterzahl ab, jedoch bietet sich schnelleres DSL immer an, da so eine einwandfreie Leistung gewährleistet werden kann.

Via IP Telefonieren
Nutzen der Telefonie über das IP-Protokoll

Da bei der Nutzung von VoIP (IP-Telefonie) nur eine Internetleitung benötigt wird, fallen sämtliche Kosten für ISDN-Anschlüsse weg und es muss nur noch die Internetleitung bezahlt werden. Wer die IP-Telefonie nutzt, bestellt bei einem Provider meist gleich zwei Leitungen: eine DSL-Leitung für die normale Nutzung des Internets und eine Leitung für die IP-Telefonie. So kann auch abgesichert werden, dass stets genügend leistungstechnische Ressourcen für die IP-Telefonie zur Verfügung stehen. Besonders gut eignen sich für die IP Telefonie sogenannte SDSL Leitungen, die eine konstante Geschwindigkeit sowohl beim Senden von Daten wie auch beim Empfangen ermöglichen.

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