Ein Scheitholzkessel ist ein Heizungssystem für Biomasse, das mit Stückholz befeuert wird. Meist kommt er in Ein- und Mehrfamilienhäusern zum Einsatz. Dank moderner Technik kann ein Scheitholzkessel im Volllastbetrieb arbeiten oder auch bedarfsgerecht heizen. Dadurch eignet er sich sowohl als Zuheizung für andere Heizungssysteme, als auch als eigenständige Zentralheizung.
Scheitholzkessel werden mit Stückholz beschickt, welches einen Durchmesser von mehr als 14 Zentimetern und eine Länge meist bis zu einem halben Meter aufweist. Das Holz muss unbedingt naturbelassen sein. Je nach Holzart sollte der Brennstoff bis zu drei Jahre getrocknet werden, bevor er zum Einsatz kommt. Haben die Scheite einen Wasseranteil von über 20 Prozent, so wirkt sich das negativ auf die Heizleistung und die Emissionswerte der Heizung aus. Brennholz hat einen erheblich höheren Platzbedarf als andere Brennstoffe.
Das Heizen mit Holz ist umweltfreundlich, da hierzulande eine sehr nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird. Zudem wird bei der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum in seinem Lebenszyklus aufgenommen hat. Dadurch wird das Klima nicht zusätzlich belastet. Die Kosten der Nutzenergiebereitstellung sind geringer als beim Heizen mit Öl oder Gas.
Ein Pufferspeicher hält die Wärme der Holzverbrennung auch lange nach dem Abbrand. So ist ein sofortiges Nachheizen nicht erforderlich. Für die Sommermonate empfiehlt sich eine alternative solarthermische Anlage. So erübrigt sich das Heizen mit dem Scheitholzkessel um Brauchwasser zu erwärmen.
Ein Scheitholzkessel sollte immer dem eigenen Energiebedarf passend geplant werden. Entsprechend variieren auch die Kosten. Hier ist mit einer Investition zwischen 3.000 und 8.000 Euro zu rechnen. Weitere Kosten können etwa für einen Pufferspeicher anfallen. Wer einen Scheitholzkessel plant, sollte die aktuellen Förderprogramme von Bund und Ländern beachten.
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