Solarwärme wird durch eine Solarthermie-Anlage aus der Sonnenenergie gewonnen. Der Ertrag ist im Sommer höher als im Winter. Verantwortlich hierfür sind die unterschiedliche Anzahl von Sonnenstunden und die witterungsabhängige Intensität der Sonnenstrahlung. Darüber hinaus können Eis und Schnee auf den Sonnenkollektoren zu Einbußen bei der Wärmegewinnung führen. Insgesamt sind in Deutschland Solarwärme-Einsparungen von 300 bis 350 kWh/m² - Solarkollektor-Fläche realisierbar. Zwar können thermische Solaranlagen in Spitzenzeiten und unter sehr guten Bedingungen Kollektorerträge zwischen 600 und 850 kWh/m² erzielen, doch ist es schwierig diese Menge auch verlustfrei zu nutzen. Die tatsächliche Energieeinsparung hängt maßgeblich von den verwendeten Komponenten ab. Ihr Zusammenspiel beeinflusst den Systemwirkungsgrad der thermischen Solaranlage und somit die nutzbare Solarwärme.
Die Dauer und Intensität der Sonneneinstrahlung ist nicht beeinflussbar. Dadurch stimmen Angebot und Nachfrage von Solarwärme fast nie überein. Zum Beispiel ist die Hauptzeit der Solarenergiegewinnung die Mittagszeit. Demgegenüber besteht die Nachfrage nach Solarwärme vor allen Dingen in den Morgen- und Abendstunden (Trinkwassererwärmungs-Anlage). Deshalb ist es notwendig die gewonnene Solarwärme zu speichern. Hierfür gibt es verschiedene Speichertypen:
Es gibt zwei Arten von Kombispeicher für Trinkwasser- und Raumheizungswassererwärmung. Das sind Pufferspeicher oder der Tank-in-Tank-Speicher. Als Pufferspeicher werden Stahlspeicher (Druckspeicher) oder drucklose Kunststoffspeicher verwendet. Die gespeicherte Solarwärme wird entweder in den Heizkreislauf eingespeist oder über externe/interne Wärmetauscher an das Trinkwasser abgegeben. Eine Kombination aus Pufferspeicher und Trinkwasserspeicher heißt Tank-in-Tank-Speicher. In diesem Kombispeicher befindet sich im oberen Teil des Pufferspeichers der Trinkwasserspeicher. Seine metallene Außenhülle fungiert als Wärmetauscher. Bedingt durch den Aufbau, ist der Tank-in-Tank-Speicher sowohl für thermischen Solaranlagen mit und ohne Warmwasserbereitung für Heizungssysteme geeignet.
Schichtspeicher werden eingesetzt, wenn schnell Warmwasser bereitgestellt werden muss. Sie sind oft größer als 300 Liter. Eine sich selbst regulierende Ladevorrichtung steuert die Zufuhr des erwärmten Wassers. Es wird nur dort Wasser eingeleitet, wo die Temperatur des zufließenden Wassers genauso hoch ist, wie in dieser Schicht.
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