Solarthermieanlage

Eine Solarthermieanlage absorbiert die Wärmeenergie aus den Sonnenstrahlen und erhitzt Wasser mit Hilfe eines Wärmespeichermediums. Je nachdem, für welchen Zweck die Solarthermieanlage eingesetzt wird, differenziert man zwischen Anlagen zur Trinkwassererwärmung und Anlagen zur Raumwassererwärmung. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Funktion, sondern ebenfalls in der Größe des Kollektorenfeldes. Für eine Trinkwassererwärmung reichen 5 bis 7 Quadratmeter Solarkollektor-Fläche aus. Dagegen benötigt eine Anlage zur Unterstützung der Raumheizung bis zu 40 Quadratmeter, um ausreichend Wärmeenergie zu gewinnen. Das zugrundeliegende technische Prinzip ist für beide Solarthermieanlagen gleich - der Wärmeaustausch. Eine Trägerflüssigkeit transportiert die absorbierte Wärmeenergie von den Sonnenkollektoren über ein geschlossenes Rohrsystem zu dem Wasserspeicher. Dort findet der Wärmeaustausch statt. Danach wird das wieder erkaltete Trägermedium zurück zu den Sonnenkollektoren gepumpt und der Kreislauf beginnt von vorn.

Solarthermieanlage – Montage

Es gibt vier Montagearten von Solarthermieanlagen:

  • Indach-Montage (Kollektoren sind in ein geneigtes Dach integriert)
  • Schrägdach-Montage (Kollektoren sind auf einem geneigten Dach montiert
  • Flachdach- oder Freiflächen-Montage (Kollektoren werden aufgeständert)
  • Fassaden-Montage (Kollektoren werden an der Fassade befestigt)

Welche der genannten Installations-Varianten zum Einsatz kommen sollte, hängt maßgeblich von der vorhandenen Dachkonstruktion und Dachausrichtung ab. Gegenüber der Schrägdach- oder Flachdach-Montage spart die Indachmontage bei einem Dach-Neubau Kosten für andere Dachelemente ein, denn sie ersetzen zum Beispiel die sonst eingesetzten Dachziegel. Zusätzlich verschmilzt das System mit der Dachfläche und bietet somit Witterungseinflüssen weniger Angriffsfläche. Darüber hinaus entsteht ein ruhiger optischer Eindruck – Anlage und Dach erscheinen als eine Einheit. Freiflächen-Montagen bieten sich an, wenn geeignete Freiflächen aber keine ausreichend nutzbaren Dachflächen, zur Verfügung stehen. Ein Nachteil der Freiflächen- und Flachdach-Montage ist das zusätzliche Aufständern der Solarkollektoren, denn der optimale Winkel zur Sonne beträgt 20 bis 60 Grad. Eine Ausnahme stellen die direkt durchströmten Vakuumröhrenkollektoren dar. Fassaden-Montagen können sowohl schräg als auch parallel zur Wand montiert werden.

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