In Sachen Klimaschutz und erneuerbare Energien geht der Trend immer mehr in Richtung eigene Solaranlage. Hausbesitzer bauen sich eine solarthermische Anlage auf das Dach, um die Heizung zu unterstützen oder das Trinkwasser zu erwärmen oder sie installieren eine Photovoltaikanlage, die Solarstrom produziert. Mit einer Solaranlage spart man zwar Kosten für Heizung beziehungsweise Strom, aber die Errichtung eines kleines Kraftwerks kostet dennoch bis zu 20.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Um Solarenergie trotzdem attraktiv für Bürger zu machen, gibt es für Solaranlagen Zuschüsse. Bundesweite Förderungen sind zum einen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die KfW-Bankengruppe, auf Ebene der Bundesländer unterscheiden sich die finanziellen Möglichkeiten je nach Standort.
Das EEG fördert netzgekoppelte Photovoltaikanlagen mit einer sogenannten Einspeisevergütung. Insofern der produzierte Solarstrom komplett in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird, erhält der Anlagenbetreiber 24,43 Cent je kWh (Stand 2012). Die Höhe des Zuschusses sinkt jährlich, daher bekommen Verbraucher mit einem früheren Installationszeitpunkt eine höhere Vergütung.
Der Betrag hängt außerdem von der Leistung der Anlage und dem Eigenverbrauch ab. Die Einspeisevergütung wird über einen Zeitraum von 20 Jahren ausgezahlt, wobei sich eine Solaranlage schon nach mindestens 10 Jahren rentiert. Die KfW-Bankengruppe ist eine bundeseigene Bank und vergibt zinsgünstige Kredite für beispielsweise energieeffizientes Sanieren. Die Darlehen finanzieren bis zu 100% des Kaufpreises einer Solarstromanlage.
Die Bundesländer haben keine einheitlichen Förderprogramme. Während nur Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland Photovoltaikanlagen unterstützen, gibt es im Bereich der Solarthermie doppelt so viele Länder. Rheinland-Pfalz vergibt Zuschüsse für solarthermische und Photovoltaikanlagen , insofern das Gebäude ein Energiegewinn- oder Passivhaus ist oder in der Bauweise errichtet wurde. Bayerische Unternehmen können einen zinsgünstigen Ökokredit in Antrag stellen, der bis zu 50 % des Vorhabens finanziert. Hamburger Hausbesitzer können Zuschüsse bei einer Innung für eine solarthermische Anlage beantragen, die dann in Form eines Preisnachlasses gutgeschrieben werden.
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