Wer sich für den Kauf einer Solaranlage interessiert, sieht sich meist mit der Frage konfrontiert, ob diese Anlage auch wirtschaftlich arbeitet. Selbstverständlich ist das möglich, wenn günstige Voraussetzungen vorliegen. Hier finden Sie 10 Tipps zu Solaranlagen - von der Beratung, der Modulwahl, der Installation bis hin zur wirtschaftlich arbeitenden Solaranlage.

Man unterscheidet zwei Nutzungsarten der Solartechnik:
Es gibt Dünnschichtmodule mit geringem Wirkungsgrad (< 10 %), monokristalline Module mit durchschnittlichem Wirkungsgrad (< 20 %) und Konzentratormodule (Flatcon-Technologie) mit über 35 % Wirkungsgrad, die allerdings auf einer Mindestfläche von 150 m² installiert werden müssen. Damit ist die letzte Möglichkeit auf eine industrielle Nutzung begrenzt.
Erkundigen Sie sich zur Förderungsmöglichkeit und deren Höhe hier oder lesen Sie unsere Kaufberatung zur Photovoltaikanlagen Förderung. Pauschale Fördersätze sind nicht einfach zu benennen, da diese von der Größe der Anlage, vom Rechtsstatus des Käufers und vom Bundesland abhängig sind. Zur Einspeisung muss die Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden.
Die Förderung von Photovoltaikanlagen gemäß dem Erneuerbare Energiengesetz (EEG):
| Förderart | bis max. 30 kW Leistung | Anlagenteil von 30kW bis 100 kW | Anlagenteil größer als 100 kW |
|---|---|---|---|
| Freilandanlagen | 28,75 Cent pro kWh | 28,75 Cent pro kWh | 28,75 Cent pro kWh |
| Dachanlagen | 39,57 Cent pro kWh bis max. 30 kW Leistung | 37,64 Cent pro kWh, Anlagenteil von 30kW bis 100 kW | 35,62 Cent pro kWh, Anlagenteil größer als 100 kW |
| Fassadenanlagen | 39,57 Cent pro kWh bis max. 30 kW Leistung | 37,64 Cent pro kWh, Anlagenteil von 30 bis 100 kW | 35,62 Cent pro kWh, Anlagenteil größer als 100 kW |
Zahlen gelten für 2010 / Werte über 1000kWp wurden vernachlässigt
Seit den 80er Jahren erforschte u.a. auch das Fraunhofer Institut ISE die effiziente Nutzung der Solartechnik und man hat große Fortschritte gemacht. Aufgrund der Förderungen durch die Bundesregierung ist die Nachfrage nach Solarmodulen drastisch gestiegen. Folge sind Ausschussproduktionen und qualitativ zu bemängelnde Module – Das DGS Gütesiegel "RAL Gütezeichen Solar" sowie das "Austria Solar" bindet die Hersteller an ein Qualitätsversprechen und sichert damit den Verbraucher vor unseriösen Billiganbietern.
Seit 01.01.2009 gibt es eine Novellierung des Erneuerbaren Energiengesetzes. Es besteht die Möglichkeit, bis zu 100% des erzeugten Stroms in das Stromnetz einzuspeisen und zu verkaufen, wobei Sie zugleich "normalen" Strom aus dem Stromnetz beziehen und nutzen können oder den Strom ausschließlich selbst nutzen.
Damit differenziert man zwischen
Inselanlagen speichern zusätzlichen Strom in Solarakkumulatoren.
| Nutzung | Praktische Auswirkung |
|---|---|
| Einspeisen und zurückkaufen | Aufgrund der staatlichen Förderung erhalten Sie für die Einspeisung eine Vergütung, die annähernd doppelt so hoch ist, wie die für Sie anfallenden "normalen" Strompreise. |
| Strom selbst verbrauchen | Zum anderen können Sie den produzierten Strom auch selbst nutzen (Anlage bis max. 30 kW) und erhalten dafür eine fixe Vergütung in Höhe von 25 Cent pro kW über eine Nutzungszeit von 20 Jahren. Welche Variante speziell für Sie geeignet ist, erklärt Ihnen gern Ihr Solaranlagenberater. |
Netzspeisende Anlagen mit Wechselrichter sind teurer als auf die Eigenversorgung beschränkte Inselanlagen. Daher eignen sich netzspeisende Anlagen nur, wenn aufgrund überschüssiger Erzeugung regelmäßig Strom dem öffentlichen Netz zugeführt wird. Die Kosten für diesen Netzanschluss trägt der Anlagenbetreiber. Muss das Stromnetz dazu ausgebaut werden, kann der Einspeisewillige den Netzbetreiber zum Ausbau verpflichten (§ 3 EEG). Die Vergütung der Einspeisung beträgt mindestens 45,7 ct pro kWh.
Der Wirkungsgrad einzelner Zellen liegt bei bis zu 29 %, die Gesamtheit der Zellen, also das Modul selbst erreicht einen geringeren Wirkungsgrad von ca. 12 bis 15 %. Ein Quadratmeter eines Photovoltaikmoduls kann 1000 Watt Strahlungsenergie der Sonne aufnehmen. Am Beispiel eines Moduls mit 0,93 m² mit einer Ausgangsleistung von rund 130 Watt entspricht der Wirkungsgrad in diesem Fall ca. 13 %. Unter Arten finden Sie weitere Details.
Diese Zahl gibt den theoretischen Spitzenwert (Peak) der Anlagenleistung an. Letztlich zählt jedoch nur der Systemwirkungsgrad, welcher durch Verschattung durch z.B. Wolken und Bäume sowie zu hohe Temperaturen durch Direkteinstrahlung bedingt ist. Durch diese Einflüsse wird das gesamte Leistungsspektrum auf einen absoluten Jahresdurchschnittswert von 70 % bis 85 absenkt.
Gemessen am obigen Beispiel bringt die Anlage mit 130 Watt maximaler Ausgangsleistung einen Jahresdurchschnittswert von durchschnittlich 100 Watt mit sich.
Trotz dieses recht geringen Wirkungsgrades rentiert sich eine solche Anlage aufgrund der kostenfreien Eingangsleistung der Sonne.
Bedenken Sie zusätzlich anfallenden Kosten wie Kosten für den Pumpenstrom bei Nutzung von Solarthermie.
| Kosten | Details |
|---|---|
| Kosten für die Installation | Relative hohe aber einmalige Kosten, umso größer die Anlage, desto geringer der Anteil für die Installation |
| Kosten für die Wartung / Pflege | Geringe Kosten, da wartungsärmer als konventionelle Heizanlagen |
| Kosten für Frostschutzmittel | Geringe Kosten, fällig alle 2 bis 5 Jahre |
| Kosten für Zinsen bei Kreditfinanzierung | Hohe Kosten, daher ist von Kreditfinanzierung abzuraten, da sich je nach Zinshöhe die Anlage kaum bis überhaupt nicht rentieren wird |
| Kosten für Entkalkung / Filteranlagen | Mittlere Kosten - Zur Bereinigung der Wärmetauschelemente von effizienzsenkenden Ablagerungen |
| Anschlusskosten | Mittlere Kosten, bürokratischer Aufwand - Wollen Sie Strom ins öffentliche Energienetz einspeisen, entstehen lokal unterschiedliche Anschlusskosten - Kontaktieren Sie für Details Ihre örtlichen Energieversorger. |
Eine Solaranlage wird immer in Ergänzung zu herkömmlichen genutzten Energieträgern installiert. Bei alleiniger Nutzung einer Photovoltaikanlage wären Sie in der Stromerzeugung ausschließlich vom Wetter und der Funktionalität der Anlage abhängig. Ist die Anlage ideal aufgestellt und das Wetter optimal, die Anlage voll funktionsfähig und läuft mit voller Leistung, so können 100% der anfallenden Nebenkosten (Heizöl, Gas, Strom) entfallen. Bei ungünstigen Betriebsbedingungen werden die fossilen Brennstoffträger zum Heizen herangezogen bzw. "Normalstrom" aus dem Stromnetz bezogen.
Aus diesen Daten ergeben sich durchschnittliche Jahreswerte: "Die durchschnittlichen Einsparungen der jährlichen Energiekosten belaufen sich im Falle der solaren Warmwasseraufbereitung auf 50 bis 60 %."
(Auszug aus dem Sachverständigengutachten von Dipl. Ing. Sonnenschein)
Die Lebenserwartung einer Solaranlage wird seitens der Hersteller mit 25 Jahren garantiert, tatsächlich können Sie aber auch über 30 Jahre laufen, wenn auch mit verminderter Leistung. Rechnerisch wird von einem alljährlichen Leistungsverlust von einem halben Prozentpunkt bei kristallinen Siliziummodulen ausgegangen. Weitere Angaben zum Leistungsverlust und den hohen Prüfungsanforderungen zum Bestehen der Alterungstests können Sie dem Bundesverband WindEnergie e.V. entnehmen.
Setzen wir bei den Werten aus Punkt 6 an: Bei durchschnittlich 8 Sonnenstunden pro Tag erwirtschaftet der Quadratmeter eines Solarmoduls mindestens 300 kWh im Jahr. Zurzeit kostet das Modul ca. 300 €, Tendenz fallend. Mit Aufdachmontage können 8 m² durchaus 5.000 € kosten. Einen aktuellen (2010) und durchschnittlichen Strompreis von derzeit 15 Cent / kWh zugrunde gelegt, erreicht die 2-3 Personen-Solaranlage seinen Amortisationspunkt nach 13,8 Jahren.
Also bereits kurz nach der Hälfte der Lebensdauer ist die Gewinnschwelle durchbrochen. Schwankende Strompreise und Modul- sowie Modulkosten beeinflussen die Rechnung leider erheblich. Es ist aber langfristig abzusehen, dass die Strompreise weiterhin steigen werden.
© wasser.deSolange der Staat alternative Energien fördert und fossile Brennstoffe nicht subventioniert, wird sich die Solarthermie sowie die Photovoltaik weiterhin als günstiger Wärme- bzw. Stromerzeuger herauskristallisieren.
Die Wasserhärte kann einen bedeutenden Einfluss auf die Effizienz Ihrer thermischen Solaranlage haben. Denn Inkrustationen wie Kalk und Sulfat-Ablagerungen verringern den Wärmeübergang der Wärmetauschelemente. Ideal ist weiches Wasser, d.h. Wasser mit einem Härtegrad bis 8°dH. Um die Gefahr einer Verkalkung zu minimieren, können ionisierende "Weichmacher" oder Filter verwendet werden.
Die rechtsseitige Karte (Stand 2008) soll einen groben Überblick liefern und helfen herauszufinden, wie einfach die Installation in Ihrer Umgebung sein wird. Die Tabelle gibt Aufschluss über die Unterteilung in Härtegrade:
| Bezeichnung | Härtegrad | Calciumcarbonat pro Liter | Kartenfärbung |
|---|---|---|---|
| weich | 0 bis 8,4 °dH | max 1,5 Millimol | grün |
| mittel | 8,4 bis 14 °dH | 1,5 bis 2,5 Millimol | ocker |
| hart | mehr als 14 °dH | mehr als 2,5 Millimol | rot |
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