Wintergärten und Heizungen

So beheizen Sie den Wintergarten energieeffizient

10.10.2013 9:38:28

Wintergärten haben ganz besondere klimatische Anforderungen. Durch die Glasfassade sind das Raumklima und die Temperaturentwicklung stark abhängig von äußeren Wettereinflüssen. Heizungssysteme in Wintergärten müssen daher anpassungsfähig sein und schnell auf Temperaturschwankungen durch Sonneneinstrahlung reagieren können. Was Sie sonst über das Heizen im Wintergarten wissen müssen, erfahren Sie hier.

Energieeffizienter Wintergarten (Marcelle Guilbeau | Flickr.com)
Energieeffizienter Wintergarten (Marcelle Guilbeau | Flickr.com)

Heizungstypen für den Wintergarten

Möchte man den Wintergarten das ganze Jahr durch nutzen, kommt man um die Installation einer Heizungsanlage nicht herum. Sollten Sie über den Bau eines Wintergartens nachdenken, so planen Sie von vorneherein ein Heizsystem mit ein. Ist der Wintergarten bereits vorhanden, kann die richtige Heizung auch nachgerüstet werden. Für einen Wintergarten kommen verschiedene Heizsysteme in Betracht: unter anderem Fußbodenheizung, Heizmatten oder Wärmepumpen.

Aus einbautechnischer Sicht ist es am einfachsten, wenn die Heizung für den Wintergarten an das bereits bestehende Heizsystem angeschlossen wird. Aus energietechnischer Sicht muss man allerdings bedenken, dass nicht jedes System gleichzeitig für einen Wintergarten geeignet ist. Die Wärmedämmung eines Mauerwerks ist beispielsweise weitaus besser als die einer verglasten Fläche, so dass beim Wintergarten ganz andere Anforderungen an ein Heizsystem gestellt werden.

Beliebt im Haus: Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung gehört in deutschen Eigenheimen nach wie vor zu den beliebtesten Heizungsvarianten und gilt im Haus als energetisch günstig – doch nur bei einer geringen Fensterfläche. Eine Heizung im Wintergarten muss schnell auf die Wärmeentwicklung von einstrahlendem Sonnenlicht reagieren und die Heizleitung einer Fußbodenheizung gilt zeitlich eher als träge. Sobald die Sonne durch das Glasdach scheint, heizt der Raum sich automatisch auf und auf die zusätzliche Heizkraft der Anlage könnte verzichtet werden. Reagiert die Fußbodenheizung aufgrund des darüber liegenden Estrichs zu langsam auf die gestiegene Raumtemperatur, so verschwendet man unnötig Heizkosten und das Raumklima kann leicht überhitzen. Eine Fußbodenheizung ist für einen Wintergarten als einzige Heizquelle daher weniger zu empfehlen.

Heizmatten: Die kostengünstige Art der Beheizung

Heizmatten eignen sich vor allem für bestehende Wintergärten oder für nachträglich angebaute Wintergärten. Heizmatten können beliebig verlegt werden und benötigen nur einen Anschluss an das Stromnetz. Heizmatten sind von allen Leitungs-, Rohr- und Wärmesystemen unabhängig und können deshalb auch in Anbauten oder in einzelnen Bereichen wie Gehwegen verlegt werden. Allerdings sind sie durch die Stromkosten relativ teuer. Durch die liegende Position am Boden sorgen Heizmatten, ebenso wie Fußbodenheizungen, kaum für eine Luftzirkulation. Sind Heizkörper vertikal in Fensternähe angebracht, so kommt es durch aufsteigende Warmluft und sinkende Kaltluft zu einem kontinuierlichen Luftaustausch.

Klimaregulierer Wärmepumpe

Wärmepumpen funktionieren nach einem einfachen System: sie pumpen Energie von einem niedrigen Temperaturniveau auf ein höheres Niveau. Wärme und Kälte werden, ähnlich wie bei einem Kühlschrank, durch .Wintergarten Luft-Wärmepumpen von einem Innen- zu einem Außengerät ausgetauscht. Dabei kann der Wintergarten sowohl gekühlt, als auch erwärmt werden. Durch die einfache Umverteilung der Wärme entstehen keine Schadstoffe oder Umweltbelastungen. Bis zu einer Außentemperatur von 0°C kann die Wärmepumpe problemlos als Heizung genutzt werden. Ab einer Temperatur von -5°C kann es allerdings zu Problemen, wie einer Vereisung kommen. Hier kann man über die Ergänzung eines offenen Kamins als Wärmequelle nachdenken.

Heizungen – an der richtigen Stelle anbringen

Entscheiden Sie sich für konventionelle Gas- oder Ölheizungen, die an Ihre Hausanlage angeschlossen werden, so sollten diese günstig positioniert werden. Am sinnvollsten ist es, die Heizkörper an den kältesten Stellen zu platzieren: vor den Fenstern. Die warme Luft steigt empor, kühlt sich ab und sinkt an der gegenüberliegenden Wand wieder herunter. So entsteht eine kontinuierliche Luftzirkulation, die für ein angenehmes Raumklima sorgt.

Wintergarten – Energiesparer oder Energiefresser? (BEWAGvideos| Youtube.com)

Fazit

Welches Heizungssystem für Ihren Wintergarten das Richtige ist, hängt davon ab, ob Sie den Raum ganzjährig nutzen wollen. Wintergärten laden prinzipiell das ganze Jahr zum Entspannen und Verweilen ein. Um im Winter eine zusätzliche wohlige Atmosphäre zu erzeugen, können individuelle Heizungssysteme wie offene Kamine eine normale Anlage gut ergänzen.

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