Sicheres Sonnenbaden

Optimaler Schutz durch die richtige Markise

29.07.2013 13:34:31

Ein kurzer Blick in den Spiegel, dann die böse Überraschung: Obwohl der Sonnentag unter dem Schutz einer Markise verbracht wurde, haben Sie einen Sonnenbrand. Wie ist das möglich? Wir verraten Ihnen die Gründe und wie Sie sich dagegen besser schützen können.

sicheres Sonnenbaden (kirinqueen | Flickr.com)
sicheres Sonnenbaden (kirinqueen | Flickr.com)

Schutzfaktor UPF-Wert

Jede Textil-Art schützt unterschiedlich vor den UV-Strahlen der Sonne. Der UPF-Wert (Ultraviolet Protection Factor) gibt an, wie hoch dieser Schutzfaktor ist. Ein dünnes weißes Baumwollhemd hat beispielsweise einen UPF-Wert von 10. Dagegen erreicht ein dunkles Hemd aus schwerer Baumwolle Werte um die 20. Was aber bedeuten diese Zahlen?

Was bedeutet der UPF-Wert?

Der UPF hat die gleiche Aussagekraft wie der Lichtschutzfaktor von Sonnenschutzmitteln (LF). Eine Markise mit einem UPF-Wert von 20 bietet den gleichen Schutz wie eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20.

Beispiel:
Eine Person mit Hauttyp II hat einen Eigenschutz der Haut von 10 – 20 Minuten. Sie trägt ein T-Shirt mit UPF-Wert 10. Das bedeutet, der UV-Schutz der T-Shirts verlängert den ungefährlichen Aufenthalt in der Sonne um das 10-fache.

Rechnung:
10 Minuten (Eigenschutz) x 10 (T-Shirt) = 100 Minuten
20 Minuten (Eigenschutz) x 10 (T-Shirt) = 200 Minuten

Ergebnis:
Das T-Shirt schützt die Person zwischen 100 und 200 Minuten, bevor es zu Hautschäden kommt

So wird der UPF-Wert ermittelt

Mit einem UV-Spektrometer misst der Prüfer, wie viel UVB- und UVA-Strahlung durch ein Gewebe dringt. Ein UPF-Wert von 20 bedeutet, das Material absorbiert 19 von 20 Teilen der UV-Strahlung. Der Rest von 1/20 erreicht die Haut. Das sind 95 Prozent Schutz.
Axel Goldammer

Markisen mit hohem UV-Schutz

Markisen Hangtag - Käuferportal

Der Textilstoff von Markisen sollte nach dem UV Standard 801 zertifiziert sein. Ob eine Markise diesen Standard erfüllt, erkennen Sie am Hangtag. Dieses gibt das Schutzlevel eindeutig an.

 

Für Markisen gilt:

  • Ab UPF-Wert 25 = guter Schutz
  • Ab UPF-Wert 40 = sehr guter Schutz
  • Ab UPF-Wert 60 = ausgezeichneter Schutz
  • Kunstfasern haben einen höheren UPF-Wert als Baumwolle
  • Dunkle Stoffe sind besser als helle
  • Kunstfaser schützt im nassen Zustand besser als im trockenen Zustand
  • Je größer die Dehnung, desto mehr verlieren Textilen ihren UV-Schutz

UPF-Wert verschiedener Schutzarten

SchutzartUV- oder Lichtschutzfaktor
UV-Schutzkleidung (nach UV Standard 801)20 – 80
Dichte Baumwollkleidung (nach UV Standard 801)ca. 20
Sonnenschutzcreme bei richtiger Anwendung (LSF)0 – 30
Leichte Baumwollkleidung (nach UV Standard 801)ca. 2 – 10
Schatten unter einem Baumca. 5 – 15
Schatten unter einem Sonnenschirm (ohne speziellen UV-Schutz)ca. 15
Sonnenschirm (mit UV-Schutz)40 – 80

Welcher Hauttyp sind Sie?

Insgesamt unterscheiden Dermatologen sechs Hauttypen anhand der Haut, den Haaren und der Augenfarbe. Hauttyp V und VI bekommen so gut wie nie Sonnenbrand. Daher sind sie in der untenstehenden Tabelle nicht aufgeführt. In Deutschland sind die Hauttypen I – IV am häufigsten anzutreffen.

Hauttyp IHauttyp IIHauttyp IIIHauttyp IV
Hautsehr hellhäutighellhäutighell-/dunkelbraunhellbraun, olive
Haarrot oder blondblond, braunhellbraun, braundunkelbr./schwarz
Augenblau, selten braunblau, grün, graugrau, braunbraun/dunkel
Sonnenbrandimmer stark, schmerzhafthäufiger stark, schmerzhaftselten, mäßigfast nie
Eigenschutzzeit der Haut5 – 10 Minuten10 – 20 Minuten20 – 30 Minuten40 Minuten
Schutz durch Textil mit UPF 20100 – 200 Minuten200 – 400 Minuten400 – 600 Minuten900 Minuten
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