Heizkosten senken und die Umwelt schonen

Neue Fenster sparen Energie und somit bares Geld

23.09.2013 15:56:12
Fenster gehören, energetisch betrachtet, zu den größten Schwachpunkten eines Gebäudes. Jeden Winter werden Unmengen von Heizkosten verschwendet, weil veraltete Fenster zu einem Wärmeleck geworden sind. Dank moderner Techniken und stetig neuen Erkenntnissen hat sich die Fenstertechnik kontinuierlich verbessert, so dass der Einsatz von neuen Fenstern sich energietechnisch lohnt. Erfahren Sie, wie Sie Heizkosten sparen und worauf Sie beim Austausch achten müssen.
Fenster Aufbau und Montage (Heiner Witthake | Fotolia.com)
Fenster Aufbau und Montage (Heiner Witthake | Fotolia.com)

Verglasung und Einbau sind entscheidend

Wie viel Wärme ein Fenster nach außen durchlässt, wird mit dem sogenannten U-Wert angegeben. Liegt dieser unter 1,0, so ist die Energiebilanz des Fensters nach dem heutigen Stand vertretbar. Laut aktuellem Test des TÜV Rheinland erreichen moderne Energiesparfenster mit einer Dreifachverglasung einen unschlagbaren U-Wert von 0,5 W/m²K. Die einfachen Fensterverglasungen in Altbauten können zum Vergleich einen U-Wert von bis zu 6,0 haben.

Einbau in Eigenregie oder lieber vom Fachmann?

Wer einen Fensterein- und Ausbau selbst durchführen möchte, sollte handwerkliches Talent mitbringen. Achten Sie insbesondere darauf, dass die Mauernische (Leibung), in die das Fenster eingepasst wird, keinen Schaden nimmt. Jede Beschädigung kann für kleine Ritze und Aussparungen sorgen, in denen sich später durch Feuchtigkeit Schimmel bilden kann. Messen Sie generell mehrfach und millimetergenau aus: verrechnen Sie sich hier, können Luftschlitze entstehen, die Sie mit Schaum ausfüllen müssen. Lassen Sie den Einbau durch eine Fachfirma vornehmen, können Sie die Kosten steuerlich geltend machen. Und unterschätzen Sie bitte nicht die strengen Regelungen der EnEV hinsichtlich der Abdichtung von Fenstern. Ein Fachmann weiß, welche Dichtmaterialien eingesetzt werden dürfen und welche Verordnungen (z.B. RAL) beachtet werden müssen.

Tipp der Redaktion

Damit Ihre neu gestaltete Fensterfront der gültigen Energiesparverordnung (EnEV) entspricht, darf der U-Wert nicht über 1,3 liegen.
Axel Goldammer

Risiken und Pflege

Mit der Erneuerung der Fenster haben Sie einen wichtigen Schritt zu mehr Energieeffizienz getan. Um sich diesen Komfort möglichst lange zu erhalten, kommt es auch auf die richtige Pflege der Fenster an.

Ist das Fensterglas stark verschmutzt, so reinigen Sie es erst mit warmem Wasser und ein paar Tropfen Spülmittel und entfernen Sie anschließend die Nässe mit einem Abzieher. Fenster BeratungTragen Sie danach mit Hilfe einer Sprühflasche warmes Wasser mit einem Schuss Essig, Spiritus oder Salmiakgeist auf. Mit einem Fensterleder oder einem Mikrofasertuch entfernt, werden die Scheiben streifenfrei. Wenn Sie die Grundreinigung regelmäßig durchführen, hält sich der Aufwand in Grenzen und der Wert Ihrer Fenster bleibt möglichst lange erhalten. Das größte Problem bei neuen Fenstern ist die Gefahr von eindringendem Kondenswasser. Kondenswasser ist immer ein Signal dafür, dass sich zu viel Feuchtigkeit in den Räumen befindet, was feuchte Wände und Schimmelbefall zur Folge haben kann. Lüften Sie deshalb regelmäßig und öffnen Sie dabei das gesamte Fenster.

Ratgeber: Fenster-Einbruch vermeiden (Booker784 | Youtube.com)

Energie- und Fachberater helfen weiter

Ziehen Sie unbedingt einem zertifizierten Energieberater hinzu, bevor Sie den Einbau neuer Fenster planen. Bedenken Sie, dass Sie mit Ihrer Investitionsentscheidung viele Jahre lang leben müssen. Damit Sie die richtige Wahl treffen, berät Sie gerne ein zertifizierter Fachberater.

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