Rückblick Teil 1

Grüne Woche 2013: Die Küche als Lebensmittelpunkt

22.01.2013 15:13:28

Hochglanzfronten und schnörkelloses Design sind Geschichte –Moderne Behaglichkeit und separate Essecken halten Einzug in Deutschlands Küchen.

Ein Beispiel für eine moderne Wohnküche (PoshSurfside.com | Flickr.com)
Ein Beispiel für eine moderne Wohnküche (PoshSurfside.com | Flickr.com)

Wir hatten es bereits angekündigt: vergangenen Freitag öffnete die 78. Internationale Grüne Woche ihre Tore. Am Sonntag hieß es dann für uns, die neuesten Trends und Innovationen auf der Grünen Woche zu suchen. Und da es – verteilt auf 35 Hallen – vieles zu den Themen Haus und Garten, Landwirtschaft und Bioenergie zu bestaunen gab, teilt sich unser Rückblick in drei Artikel. Wir starten mit unseren Eindrücken rund um das Thema Küche.

Die Küche hat als Designelement des Hauses ausgedient

2012 war das Jahr der Designerküchen. Glänzende Oberflächen im puristischen Weiß oder Stahlblau zierten zahlreiche Ausstellungsräume. Ohne viel Schnörkel, dafür aber mit extravaganten Ausstattungselementen erweckte die Küche mehr den Eindruck eines Designelements als einer zentralen Anlaufstelle für Familie und Freunde. Die Küchen für das Jahr 2013 aber gehen zurück an genau diese Ursprünge.

Die Ausstattung der Küchen bleibt zwar modern und schlicht, gewinnt aber an Bedeutung für gemeinsame Kochabende und nimmt wieder den zentralen Mittelpunkt des Hauses ein. Neben glänzenden Oberflächen sind Fronten aus Massivholz in Kombination mit schlichten Griffen für dieses Jahr angesagt. Die Farben des Holzes variieren dabei von Buche bis Nussbaum. Des Weiteren bleiben Kochinseln und kleine Bartheken am Ende der Küche beliebt. Gegessen wird jedoch nicht mehr in der Küche. Separate Essecken im Wohnzimmer oder gar eigene Speisezimmer werden immer beliebter. Durch die Trennung von Kochen und Essen gewinnt die Mahlzeit zunehmend an Eventcharakter, da einerseits das vorherige Arbeitsumfeld ausgeblendet wird und sich andererseits mehr Zeit für Vorbereitungen wie die Gestaltung der Tischdekoration genommen wird.

Zurück zu den Wurzeln – aber nicht für die Technik!

Geht der Einrichtungsstil eher zurück zur Behaglichkeit, werden technische Geräte, vor allem der Herd und die Dunstabzugshaube, immer innovativer. Beim Herd beispielsweise gibt das interaktive Induktionsfeld neuerdings den Ton an, wenn man auf dem neuesten Stand der Technik kochen möchte. Intuitive Platten erkennen automatisch die Topfgröße und heizen exakt diesen Bereich. Somit gehört Heizkraftverlust bei Herden der Vergangenheit an. Daneben verfügen diese Induktionsfelder über Temperaturregler, sodass nichts mehr überkochen kann. Die Bedienung der Herdplatten wird komplett über eine Touch-Lösung realisiert.

War die Dunstabzugshaube früher nur Mittel zum Zweck, um lästigen Bratgeruch aus der Küche zu bekommen, wird sie immer mehr zum Hingucker. Küchen-Beratung Die schmalen und vor allem schlichten Modelle, die auf der Messe ausgestellt wurden, sind neben ihren optischen Innovationen auch technisch auf dem neuesten Stand. Die patentierte Lösung des Herstellers berbel sorgt dafür, dass das eingesogene Fett nicht mehr in die Umluft gelangt oder im Vlies verklebt. Durch das Prinzip der Zentrifugalkraft und einem Aktivkohlefilter wird die Luft nach oben geschleudert und das Fett fällt in die Auffangpfanne zurück. Diese lässt sich mit einem Griff herausnehmen und reinigen. Das Prinzip ist absolut effizient, da der Wirkungsgrad, das Verhältnis von abgegebener zu hinzugeführter Leistung, dauerhaft bei 97% liegt.

Der Trend für Küchen geht dieses Jahr eindeutig in die Richtung einer modernen Familienküche mit High-End-Technik. Das können wir nur begrüßen. Was ist Ihre Meinung dazu? Ist die Küche für euch ein zentraler Punkt, Mittel zum Zweck oder gar ein reiner Prestige-Raum mit der schönsten Designer-Ausstattung?

Informationen rund um die Grüne Woche

  • Grüne Woche Öffnungszeiten: 18.01. – 27.01.2013 | 10 – 18 Uhr | Verlängerte Öffnungszeiten: 25.01. – 26.01. von 10 – 20 Uhr
  • Grüne Woche Tickets:
    • Tageskarte: 13 Euro
    • Gruppenkarte (ab 20 Personen): 11 Euro
    • Tageskarte ermäßigt: 9 Euro
    • Schulklassen: 4 Euro
    • Familienkarte (2 Erwachsene; max. 3 Kinder bis 14): 26 Euro
    • Happy Hour Karte (ab 14 Uhr): 9 Euro
    • Sonntags-Ticket: 10 Euro
    • Dauerkarte: 42 Euro
    • Katalog: 10 Euro
    • Fachbesucher Tageskarte: 25 Euro
    • Fachbesucher Dauerkarte: 55 Euro
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