Verschönerungen selbst durchführen

8 Tipps für eine schönere Küche

22.07.2014 13:09:40

Wir zeigen Ihnen 8 Tipps, die Sie selbst durchführen können, damit Ihre Küche wieder in neuem Glanz erstrahlt. Alle beschriebenen Handgriffe erfordern nur ein wenig handwerkliches Geschick, sind preisgünstig und lassen alte Elemente wieder neu erscheinen.

Tipp 1: Moderne Küchenrückwand einbauen

Eine Küchenrückwand aus Glas schützt die eigentliche Wandfläche in Ihrer Küche vor Fett und Spritzwasser. Außerdem ist das Schild leicht zu reinigen. Je nach Geschmack können Sie den Schutz, etwa mit einer einfachen Glasplatte, schlicht halten oder dem Design Ihrer Küche anpassen. Alternativ kann die Küchenrückwand auch aus einem anderen Material, beispielsweise aus Kunststoff oder Edelstahl bestehen. Eine individuelle Küchenrückwand lässt sich mit wenigen Handgriffen selbst herstellen.

Schritt 1: Für den Fall, dass Sie eine Glasplatte montieren und den Hintergrund der Rückwand farbig gestalten möchten, können Sie im Voraus beispielsweise eine Mustertapete in der Größe der Rückwandscheibe zuschneiden. Kleben Sie diese an die Wandfläche bevor Sie die Rückwand montieren.

Schritt 2: Montieren Sie zunächst ein unteres Halteprofil auf der hinteren Seite der Rückwand. Siegeln Sie das Profil anschließend mit schimmelabweisendem Sanitärsilikon ab und fügen ein Gummiprofil ein.

Schritt 3: Setzen Sie nun die Platte ein, die zukünftig die Wand vor Schmutz schützen soll. Passende Platten erhalten Sie im Baumarkt. Nehmen Sie bereits im Vorfeld die genauen Maße und lassen Sie sich Ihre Wunschplatte exakt anpassen. Je nach gewünschtem Design und Maßen sind Küchenrückwände ab etwa 50 Euro erhältlich.

Küchenrückwand montieren

Montieren Sie die Küchenrückwand mit einem Halteprofil hinter der Kochfläche

 

Schritt 4: Befestigen Sie zum Schluss das obere Halteprofil. Achten Sie bei einer Glasplatte darauf, die Schrauben nur gerade festzuziehen, um Spannungen zu vermeiden. Fixieren Sie daher Glasscheiben am besten immer nur mit entsprechenden Unterlegscheiben. So verhindern Sie Risse in der Scheibe.

Tipp der Redaktion

Eine alternative Befestigungslösung sind ausreichend starke Magnete, die an der Wand sowie auf der Rückseite der Platte befestigt werden. So können Sie das ausgewählte Küchenschild immer wieder nach Belieben austauschen.
Britta Haas

Tipp 2: Neue Farbe für Fliesen

Mit Fliesenlack lassen sich in die Jahre gekommene Küchenwände oder Fliesenspiegel im Handumdrehen aufpeppen. Je nach Farbschema der Küche und nach individuellem Geschmack entsteht hier eine ganz neue Optik ohne Hämmern und Bohren. Der Lack lässt sich in wenigen Schritten anbringen.

Flächen abklebenSchritt 1: Kleben Sie alle Flächen zuerst sorgfältig ab. Entfernen Sie dann alte Silikonfugen und Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche, indem Sie Löcher und andere Fehlstellen ausbessern und Unebenheiten mit einem feinen Schleifpapier abschleifen.

Schritt 2: Reinigen Sie die Fliesenfläche und tragen Sie anschließend die Fliesengrundierung mit einem Tuch auf.

Fliesen malernSchritt 3: Streichen Sie schwer zugängliche Stellen wie beispielsweise Fugen am besten bereits vorher. Alternativ können Sie diese auch sorgfältig abkleben.

Schritt 4: Anschließend tragen Sie mit einer Schaumstoffrolle den Fliesenlack gleichmäßig auf. Nach einer entsprechenden Trockenphase sollte eine zweite Schicht aufgetragen werden.

Tipp 3: Unschöne Fliesen mit einer Fotowand verdecken

In die Jahre gekommene Fliesen können auch hinter einer modernen Fotowand verschwinden. Damit ersparen Sie sich das zeitraubende und mühsame Entfernen der alten Fliesen und die komplette Neuverfliesung der Wand.

Fototapete klebenSchritt 1: Eine auf Maß zugeschnittene dünne Sperrholzplatte wird mit einer Fototapete beklebt. Tapezieren Sie die Spanplatte mit handelsüblichem Kleister.

 

Rahmen setzenSchritt 2: Wenn die Platte vollständig ausgetrocknet ist, können die Kanten mit einem Aluminiumprofil versehen werden. Eine zusätzlich angebrachte Plexiglasscheibe vor der Platte schützt das Motiv und macht die Fotowandpflegeleicht und abwaschbar.

Tipp der Redaktion

Tapezieren Sie die Spanplatte von beiden Seiten. So verhindern Sie, dass sich die Platte im Nachhinein verzieht. Nehmen Sie eine Tapete gleicher Qualität für einen optimalen Gegenzug.

Wenn Sie nur bestimmte Stellen abdecken möchten, dann lassen Sie sich ein tolles Küchenmotiv oder eines Ihrer Lieblingsfotos auf eine Leinwand drucken. Dadurch werten Sie Ihre Küche optisch auf, verstecken unschöne Flecken und geben dem ganzen eine persönliche Note.

Britta Haas

Tipp 4: Neue Lichtakzente setzen

Neue Lampen rücken Ihre Küche im wahrsten Sinne des Wortes in ein neues Licht. Mit geringem handwerklichen Einsatz können Sie die Arbeitsfläche nachträglich beleuchten. Neben den praktischen Aspekten einer gut geplanten Ausleuchtung können mit neuen Lampen auch gemütliche Akzente gesetzt werden.

Variante 1: Gängige Beleuchtungssysteme lassen sich mit einer Universal-Holzschraube an die Unterseite der Küchenschränke montieren. Anschließend muss nur noch das Netzteil an der Lampe befestigt und die Verbindung zur Steckdose hergestellt werden. Passende Unterschrankleuchten sind schon ab etwa 18 Euro in Fach- und Baumärkten erhältlich.

Variante 2: Eine dezente und praktische Alternative sind Halogenspots, die Sie mit Spiegelklebeband an die Unterseite der Schränke kleben können. Dezente Halogenspots im Doppelpack kosten circa 30 Euro im Baumarkt.

Küchenbeleuchtung

 

Tipp 5: Arbeitsplatte verschönern

Die Arbeitsplatte einer Küche ist Tag für Tag einer intensiven Belastung ausgesetzt und wird stark beansprucht. Besonders Arbeitsplatten aus Naturholz leiden mit der Zeit und sind oft mit Dellen oder Kratzern beschädigt. Küchenarbeitsplatten, die aus Vollholz bestehen, können leicht wieder ausgebessert werden.

Variante 1: Spezielle Hartöle oder Wachskitt für die notwendigen Schönheitsreparaturen sind in jedem Baumarkt erhältlich. Wachskitt gibt es in verschiedenen Farben ab etwa 3 Euro. Er eignet sich dazu, kleine Unebenheiten auszugleichen. Nach der Reparatur sollte die Arbeitsplatte geebnet und gut gereinigt werden.

Variante 2: Lackierte Arbeitsflächen aus Holz lassen sich gut mit Klarlackstiften aus dem Baumarkt für rund 15 Euro behandeln. Diese eignen sich jedoch eher für größere Katzer. Feine Kratzer lassen sich in der Regel auch mit herkömmlicher Autopolitur und einem feinen Tuch herauspolieren.

Variante 3: Küchenarbeitsplatten aus Kunststoff können Sie mit speziellen Reparatursets für Laminatböden auf Hochglanz bringen. Sie kosten in Fach- und Baumärkten etwa 15 Euro.

Arbeitsflächen ausbessern

Alte Arbeitsflächen lassen sich schnell ausbessern

Variante 4: Um die Arbeits- oder Tischplatte zu verschönern und stabiler zu machen, kann diese auch mit Mosaikfliesen beklebt werden. Besonders einfach ist die Umgestaltung mit einer fertigen Mosaikfliesenplatte.

Schritt 1: Als Unterlage sollte zuerst ein sogenanntes Kerdi-Board montiert werden, da vor allem Arbeitsplatten aus Holz ständig arbeiten. Ein Kerdi-Board ist eine von beiden Seiten mit Vlies beschichtete Hartschaumplatte. Es bildet einen idealen Untergrund und ist formstabil. Schneiden Sie das Kerdi-Board zuerst mit einer Stichsäge auf die benötigte Größe zurecht. Der Preis für die Unterlage liegt je nach Dicke bei rund 110 Euro je Platte.

SchieneSchritt 2: Zusätzlich zur Platte wird ein Edelstahlprofil auf die Kante der Arbeitsplatte geschoben. Der gelochte Schenkel muss dabei nach oben zeigen.

 

Arbeitsplatte spachtelnSchritt 3: Im Anschluss wird Fliesenkleber bis über das Profil der Arbeitsplatte aufgebracht und mit einem Zahlspachtel sorgfältig verteilt.

 

FliesenabschlussleisteSchritt 4: Legen Sie eine passende Fliesenabschlussschiene in den Kleber und richten Sie diese aus.

 

Fliesen klebenSchritt 5: Legen Sie die Mosaikfliesenplatten auf den noch feuchten Fliesenkleber auf und richten Sie diese aus. Besonders einfach geht das Anbringen, wenn die Fliesenplatten zuvor genau zugeschnitten werden.

Schritt 6: Bringen Sie im letzten Schritt die Fugenmasse auf und entfernen Sie diese nach einer halben Stunde mit einem Schwamm.

Tipp 6: Küchenfronten lackieren und mit Folien umgestalten

Die Fronten einer Küche können im alltäglichen Gebrauch leicht Schaden nehmen. Bei älteren Küchenmodellen kommt hinzu, dass sie nach einigen Jahren vielleicht nicht mehr dem derzeitigen Geschmack ihrer Nutzer entsprechen. In wenigen Schritten können Sie Ihren Küchenfronten mit Farbe oder Folien ein modernes Design verpassen.

Variante 1: Ein neuer Anstrich verleiht alten Küchenfronten ein individuelles Aussehen.

Schritt 1: Reinigen Sie die Holzfronten gründlich von Schmutz und Fett, bevor Sie mit dem Lackieren beginnen. Verwenden Sie dazu am besten einen Anlauger. Anschließend schleifen Sie die Front mit einem fein gekörnten Schleifpapier ab und entfernen den Staub mit einem feuchten Tuch.

Schritt 2: Tragen Sie sorgfältig drei weiße Schichten Lackfarbe mit einer speziellen Lackierwalze auf.

Schritt 3: Im letzten Schritt tragen Sie Küchenlack in Ihrer Wunschfarbe auf und lassen diesen gut trocknen. Schleifen Sie die Farbschicht ganz leicht an und tragen Sie eine zweite auf, nachdem Sie den Staub entfernt haben.

Besonders gleichmäßig wird das Ergebnis, wenn Sie den Lack in eine Richtung auftragen, dann diagonal dazu streichen und zum Schluss wieder in die erste Richtung auftragen.

Küchenfronten lackieren

Bei einer Küche mit Kunststofffronten gestaltet sich ein Anstrich schwierig. Alternativ kann ein spezieller Kunststofflack zum Sprühen verwendet werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Eine Dose Kunststofflack ist für circa zehn Euro im Baumarkt erhältlich. Es bietet sich auch an, die Fronten mit einer speziellen Klebefolie zu verschönern. Passende Möbelfolie ist ab circa drei Euro pro Quadratmeter im Fachhandel oder über ebay.de erhältlich.

Variante 2: Kunststoff- und Holzfronten können alternativ auch mit einer modernen Folie beklebt werden. Sie benötigen dazu eine ausreichend dicke und hitzebeständige Dekorfolie. Die passende Folie ist, je nach Hersteller, ab circa 5 Euro pro Quadratmeter im Fachhandel erhältlich. Zum Anbringen sind außerdem ein Cuttermesser, eine Schere, ein Lineal sowie ein Fensterabzieher nötig.

Schritt 1: Schneiden Sie die Folien zuerst mit einem Cuttermesser und Lineal genau auf das Maß der Küchenfronten zu. Achten Sie darauf, dass ein Rand von etwa drei Zentimetern übrig bleibt, den Sie später bequem mit einarbeiten können.

Schritt 2: Schrauben Sie anschließend die Türgriffe der Fronten ab, die Sie bekleben wollen. Reinigen Sie die Fronten anschließend mit einer Spülmittellauge und trocknen Sie diese danach gut ab. Die Fronten müssen für ein makelloses Ergebnis absolut sauber und fettfrei sein.

Schritt 3: Ziehen Sie nun die Rückseite der Folie ab und legen diese vorsichtig auf die zu beklebende Front. Nehmen Sie ein weiches Tuch oder einen Fensterabzieher und streichen Sie die Folie vorsichtig von der Mitte aus in Richtung der Kanten glatt. Achten Sie darauf, keine Luft einzuschließen und arbeiten Sie besonders sorgfältig.

Küchenfronten mit Folie bekleben

Bei der Anbringung der Folien ist Sorgfalt das höchste Gebot

 

Schritt 4: Bei den Kanten angekommen, schneiden Sie die Folienecken zur Ecke der Küchenfront mit einer scharfen Schere ein. Klappen Sie diese um, sodass ein sauberer Abschluss entsteht.

Tipp der Redaktion

Einige Folien lassen sich leichter anbringen, wenn die Küchenfront vorher mit etwas Spülmittel befeuchtet wird. Mit einer Sprühflasche lässt sich die Fläche leicht einnebeln. Beachten Sie dabei unbedingt die Angaben des Herstellers.
Britta Haas

Tipp 7: Alte Griffe austauschen

Abgegriffene Haken, Griffe und Knäufe können Sie innerhalb kürzester Zeit austauschen. In Kombination mit renovierten Fronten ergeben sie ein völlig neues Küchendesign. Verschiedene Griffvarianten sind bereits ab circa 3 Euro im Möbelhaus oder im Baumarkt erhältlich.

Tipp der Redaktion

Orientieren Sie sich bei der Auswahl der neuen Griffe in Sachen Größe an den alten Knäufen. Montieren Sie diese zuerst ab und behalten Sie die bereits vorhandenen Bohrlöcher als Maßstab für die neuen Griffe im Auge.
Britta Haas

Tipp 8: Kratzer von Edelstahlflächen entfernen

Edelstahlflächen sind in Küchen wegen ihrer Funktionalität und ihrer eleganten Optik beliebt. Mit der Zeit kann aber auch dieses Material unter Kratzern leiden und stumpf werden. Eine frisch polierte und kratzerfreie Edelstahlfläche wertet Ihre Küche in kürzester Zeit wieder optisch auf. Zur Entfernung der lästigen Kratzer gibt es neben handelsüblichem Edelstahlpflegemittel aus dem Baumarkt noch weitere Möglichkeiten.

Variante 1: Rühren Sie ein Hausmittel aus Schlämmkreide, Zitronensaft und Spülmittel an und polieren Sie die Kratzer mit der Mixtur und einem Haushaltstuch vorsichtig weg.

Variante 2: Auch mit handelsüblicher Autopolitur lassen sich kleinere Kratzer auf Edelstahl entfernen.

Variante 3: Bei besonders feinen Kratzern können Sie etwas Alkohol auf einen Wattebausch geben und mit diesem die betroffenen Stellen polieren.

Bringen Sie Ihre Küche mit einfachen Reparaturen zum Strahlen

Mit wenigen Handgriffen und kostengünstigem Material lassen sich in der eigenen Küche kleinere Reparaturarbeiten und Schönheitskorrekturen im Handumdrehen verwirklichen. Für größere Arbeiten und Umbauten empfiehlt es sich allerdings, einen Fachmann zu beauftragen. Bei der Suche und Auswahl einer neuen Küche, vermittelt Ihnen Käuferportal kostenlos und unverbindlich drei geprüfte Anbieter aus Ihrer Region.

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