Traum vom Eigenheim

Kindgerecht Planen, Bauen und Wohnen

05.03.2015 11:58:13

Für ein barrierefreies Wohnen und Bauen gibt es klare Vorschriften, aber auch für das Bauen mit Kindern? Familien, die ein Haus planen, sollten kindgerecht bauen – ältere Häuser entsprechen diesen Vorgaben in den seltensten Fällen. Wir zeigen Ihnen was dazu gehört und worauf Sie bereits bei der Hausbauplanung achten können.

Flexibel Planen – kindgerecht Bauen

Viele zukünftige Bauherren, die eine Familie planen oder bereits Kinder haben, stellen sich die Frage, wie Sie ein Haus bauen, das den Ansprüchen aller späteren Bewohner gerecht wird. Besonders die Bedürfnisse von Kindern ändern sich schnell. Kindgerecht bauen heißt deshalb vor allem flexibel bauen. Eine gut durchdachte Planung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Viele Baufirmen haben sich darauf spezialisiert, kindgerechte Häuser zu konzipieren, in denen die Räumlichkeiten und Grundrisse mit den Veränderungen der Jahre mitwachsen. Vor dem Bauvorhaben und der Auswahl der Hausbaufirma sollten Bauwillige daher einen Vergleich unter den zur Auswahl stehenden Fachfirmen durchführen, um zu erfahren, ob das ausgesuchte Bauunternehmen ihren Anforderungen gerecht wird. Mit einem klug geplanten Eigenheim können Eltern auch nach dem Auszug der Kinder die vorhandenen Räumlichkeiten clever nutzen.

Ein Familienhaus: Genug Platz für alle?

Durchschnittlich liegt der bundesdeutsche Kinderanteil heute bei 1,3 Kindern pro Familie. Nur noch jede achte Familie hat mehr als zwei Kinder. Der Trend geht dazu, dass auch die Bau- und Wohnverhältnisse sich immer stärker an die Bedürfnisse anpassen. Bei Neubauten werden Wohnräume heute bewusster geplant und auf die tatsächlichen Anforderungen ihrer Bewohner ausgerichtet. In den meisten früher gebauten Mietshäusern sieht die Situation jedoch anders aus: In Mietwohnungen beträgt die durchschnittliche Größe für ein Kinderzimmer nur 5 Quadratmeter. Zeitgemäße kindgerechte Räume sollten eine Größe von mindestens 12 Quadratmetern aufweisen. Eine konkret festgelegte Mindestraumgröße gibt es in deutschen Bauverordnungen allerdings nicht. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Ipsos im Auftrag des Magazins DAS HAUS ergab, dass ein Großteil der Befragten der Meinung ist, dass jedem Kind sein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen sollte.

kindgerechtes wohnen

Raumplanung über die Jahre

Die Zimmerverteilung muss an das jeweilige Alter Ihres Kindes angepasst werden. Wenn die Räumlichkeiten optimal auf die Entwicklungsstufe des Nachwuchses angepasst sind, entlastet ein kindgerechtes Haus unter Einbezug aller Sicherungselemente vor allem junge Eltern. Im Kleinkindalter sollte der Nachwuchs demnach in unmittelbarer Nähe zum Elternschlafzimmer untergebracht sein, im Teenageralter sollte die Raumaufteilung aber flexibel genug sein, um den Heranwachsenden den nötigen Freiraum zu ermöglichen.

bauplanung mit kindern

Bei der Bauplanung mit Kindern sollten auch deren Bedürfnisse berücksichtigt werden

 

Kindgerecht und schön einrichten

Neben kindgerechten Räumlichkeiten gehört auch eine passende Einrichtung zum modernen Wohnkonzept. Die Vorstellungen, welche Möbel angeschafft werden sollen, dürften aber beim Nachwuchs und den Eltern auseinandergehen. Kinder wollen spielen, die Erwachsenen eine möglichst wohnliche und schicke Umgebung. Es gibt in der Tat viele Elemente, die in ein kindgerechtes Haus integriert werden können, ohne dass eine der beiden Parteien Kompromisse eingehen muss. Hier die wichtigsten Tipps für die kind- und elterngerechte Möbelsuche:

  • Setzten Sie auf Möbel mit vielen Funktionen, die zusätzlichen Stauraum bieten und bei Bedarf schnell aus dem Weg geräumt werden können. Elemente, die sich den unterschiedlichen Wohnsituationen anpassen machen das Wohnen mit Kindern unkomplizierter.
  • Teppiche und andere Textilien sollten aus pflegeleichtem Material sein, das bei Bedarf bei 95 Grad gewaschen werden kann. So können Sie sich auch für helle Stoffe entscheiden.
  • Investieren Sie in Hussen mit abziehbaren Bezügen für Stühle und Sofas. So kann auch einmal etwas daneben gehen.

Tipp der Redaktion

Achten Sie vor allem bei teuren Anschaffungen darauf, wie lange das Möbelstück genutzt werden kann. Mitwachsende Möbel sind zumeist etwas teurer, lohnen sich aber auf die Nutzungsdauer.
Bernd Heinrichs

Wohnräume für Kinder sichern

Was die Einrichtung der Wohnräume angeht, müssen Eltern einiges beachten. Viele Möbelstücke können gerade für jüngere Kinder auch eine Verletzungsgefahr bedeuten. Gefahrenquellen lauern in jedem Zimmer. Besonders bei Kleinkindern sollten Eltern neben den gängigen Prüfsiegeln auch auf die Standfestigkeit der Möbelstücke wie beispielsweise des Wickeltischs oder auf abgerundete Ecken aller Möbel im Zimmer achten. Sind die Kleinen bereits krabbelnd unterwegs, ist es außerdem wichtig, dass Schubladen eine Auszugssicherung und alle Möbel eine Wandbefestigung haben, damit sie nicht plötzlich umfallen. Für jeden Raum gibt es dabei ganz spezielle Gefahrenquellen, auf die Sie achten sollten. Lesen Sie zum Beispiel hier wie Sie Ihre Küche umfassend kindersicher machen.

Kindgerechtes Traumhaus für die ganze Familie

Ein kindgerechtes und gleichzeitig modernes Haus zu bauen, ist mit einer durchdachten Planung und der Hilfe einer professionellen Hausbaufirma heute kein Problem. Wichtig ist, dass das zukünftige Eigenheim mit den sich ändernden Bedürfnissen seiner Bewohner mitwächst und einen variablen und flexiblen Grundriss hat. Auch die Eltern sollten bei der Planung nicht zu kurz kommen und genügend Platz haben, um sich zurückzuziehen. Bauwillige sollten daher frühzeitig mit Ihrer Baufirma über konkrete Wünsche und Vorstellungen sprechen.

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