Hilfe bei der Grundstücksfindung

Auf direktem Weg zum Traumgrundstück

21.01.2015 17:12:10

Um die Pläne von den eigenen vier Wänden möglichst schnell und effektiv zu verwirklichen, sollte die Grundstückssuche noch vor der eigentlichen Bauplanung stehen. Die meisten seriösen Hausbau-Anbieter erstellen ein konkretes Angebot erst dann, wenn der Hausbauinteressent ein Grundstück vorweisen kann. Denn zur Erstellung des Angebotes werden grundstücksrelevante Angaben wie die Bodenbeschaffenheit, die Größe des Grundstücks oder die Eigenschaften der näheren Umgebung benötigt. Wir haben die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum passenden Grundstück für Sie zusammengestellt.

Wo finde ich das passende Grundstück?

Besonders in Ballungsgebieten wird die Suche nach einem passenden und preisgünstigen Grundstück zunehmend schwieriger. Es ist daher ratsam, sich aufgrund der Knappheit an Baugrundstücken von einem Makler oder einer spezialisierten Firma bei der Grundstückssuche unterstützen zu lassen. Es gibt unterschiedliche Quellen auf dem Weg zum passenden Baugrundstück. In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten und zuverlässigsten Anlaufstellen für Sie zusammengefasst:

Anlaufstellezusätzliche Informationen
Immobilienanzeigen studieren und aufgebenz.B. in Zeitungen (Immobilienteil), Gemeinde-,Orts- und Anzeigeblätter
Gemeinden und Städteauch Erbbaurecht (d. h.Verpachtung durch eine Kommune) kommt infrage
Immobilienzentren der Banken und Sparkassenhier fällt eine Vermittlungsprovision an
Makler beauftragender Makler sollte Mitglied in Berufsverbänden sein, z. B. IVD, RDM bzw. VDM; eine Vermittlungsprovision fällt an
Fertighaushersteller oder Wohnungsbaugesellschaftendiese stellen oft schon erschlossene Baugrundstücke plus Baugenehmigung zur Verfügung

Tipp der Redaktion: Anlaufstellen im Internet

Bernd Heinrichs

Bewertungskriterien für die Grundstückssuche

Nicht nur bauliche Aspekte, sondern auch das Wohnumfeld und die Infrastruktur sind wichtige Bewertungskriterien für die Auswahl des passenden Grundstücks. Bei der Suche beziehungsweise im Anschluss an diese können Sie das Umfeld Ihres potenziellen Grundstücks zum Beispiel anhand folgender Merkmale bewerten:

KriteriumMerkmale
Infrastruktur und Verkehrsanbindung
  • Einkaufsmöglichkeiten
  • Arzt
  • Schule
  • Kita und Kindergarten
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Autobahn
  • Naherholung
  • Radwege
Wohnumfeld
  • Lärmbelästigung
  • Nachbarschaft
  • Weitere Bauvorhaben

Bodenuntersuchungen in die Kaufentscheidung einbeziehen

Die Bodenbeschaffenheit entscheidet darüber, ob sich Ihr Bauvorhaben in die Tat umsetzen lässt. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie das Grundstück vorab von einem Geologen prüfen lassen und die Eigentumsverhältnisse genauestens abklären. Lassen Sie dazu ein sogenanntes Bodengutachten erstellen.

Bodengutachten

    Das Bodengutachten ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den „Geotechnischen Bericht“ eines Sachverständigen für Geotechnik. Das Gutachten enthält die Untersuchung der Baugrund- und Grundwasserverhältnisse eines Planungsbereichs sowie ihre Beurteilung im Hinblick auf ein Bauvorhaben. Darunter fallen auch Angaben zur Beschaffenheit des dort anzutreffenden Bodens.

Idealerweise unterziehen Sie Ihr Grundstück folgenden Voruntersuchungen, bevor Sie die Kaufentscheidung fällen:

  • Bodengutachten
  • Abriss, Beräumung, Rodung
  • Altlasten
  • Klimatische Bedingungen/Umwelteinflüsse (z. B. Gefahr durch Hochwasser)
  • Befahrbarkeit mit Baufahrzeugen
  • Belastungen im Grundbuch (z. B. Grundpfandrecht)
grundstueckssuche vor bauplanung

Das passende Grundstück bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Bauprojekt

 

 

 

 

 

 

 

Der Grundstückskauf

Zeitgleich zum Erwerb des Grundstücks sollten Sie sich beim Bauamt erkundigen, ob und wie die Bebauung stattfinden kann. Außerdem sollte Ihre Finanzierung bereits im Großen und Ganzen stehen. Hier sind beim Grundstückskauf neben dem eigentlichen Kaufpreis folgende Kaufnebenkosten zu beachten:

 PositionKaufnebenkosten
Maklerkosten bzw. Vermittlungsgebührenje nach Region: 3–7 % vom Kaufpreis
Architekt12–15 % vom Kaufpreis
Notar- und Gerichtskostenca. 1,5 % vom Kaufpreis
Grunderwerbssteuerje nach Region: 4,5–5,5 % vom Kaufpreis
Vermessungskostenje nach Bodenwert und Grenzpunkten 1.000–2.000 Euro
Baugenehmigungca. 0,2 % vom Kaufpreis
Grundbuch (inkl. Notar)Abhängig vom Kaufpreis: mehrere hundert Euro (auf Grundbuch.de finden Sie einen Grundbuchrechner)
Erschließungskostenbei Ersterschließung trägt der Bauherr 90 %, die Gemeinde 10 % der Kosten
Bodengutachtenca. 500 Euro €
Versicherung während der Bauphaseca. 300 Euro €

Als Faustregel gilt, dass Sie zusätzlich zum Grundstücks- und Immobilienpreis 15 bis 20 Prozent der Baukosten für die Baunebenkosten in Ihren Finanzierungsplan einrechnen müssen.

Info: Kaufvertrag

      Einen standardisierten Kaufvertrag für ein Grundstück mit Erläuterungen, an dem Sie sich orientieren können, finden Sie auf

www.hildebrandt-maeder.de

Mit den richtigen Tipps zum Grundstück

Im Verlauf des Bauvorhabens können viele Aspekte noch einmal überdacht und geändert werden – die Lage des Grundstücks gehört nicht dazu. Daher sollte die Auswahl besonders sorgfältig vorbereitet und bedacht geplant werden. Bei der Suche nach dem richtigen Grundstück gibt es einige wichtige Regeln zu beachten. Unsere Tipps bringen Sie Ihrem Bauvorhaben und dem Traum vom Eigenheim bereits einige Schritte näher.

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