Sanieren soll sich wieder lohnen

Zuschüsse und Steuererleichterungen für Hausbesitzer

08.01.2013 14:52:51

„Wir lassen die Eigentümer nicht allein!“ verkündete Bundesbauminister Peter Ramsauer Ende Dezember in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung und bezieht sich damit auf einen Beschluss der Bundesregierung.

Als Hausbesitzer Geld sparen - Zuschüsse und SteuererleichterungenAls Hausbesitzer Geld sparen – Zuschüsse und Steuererleichterungen (Images_of_Money | Flickr.com)

Ab diesem Jahr sollen Hausbesitzer Zuschüsse für die Sanierung ihrer Häuser erhalten. Insgesamt stellt das Kabinett rund um Bundeskanzlerin Angela Merkel 1,5 Milliarden Euro zur energetischen Sanierung von Eigentumshäusern zur Verfügung. Ziel ist die Energiewende weiter voranzutreiben und den Hausbesitzern die Angst vor Investitionen zu nehmen.

Doch was bedeutet das jetzt für den Einzelnen?

Diese Frage haben wir uns auch gestellt und einmal etwas näher hingesehen. Konkret plant die Regierung in Zusammenarbeit mit der KfW-Bank, Sanierungswilligen eine Finanzspritze von 10 Prozent, aber maximal bis zu 5.000 Euro, für Einzelvorhaben zu geben. Vorher konnten sich die Hausbesitzer maximal 3.750 Euro zurückzahlen lassen. Sogenannte Effizienzhäuser, also mit dem dena-Gütesiegel ausgezeichnete energiesparende Wohnhäuser, erhalten sogar einen Zuschuss von 25 Prozent (Obergrenze 18.750 Euro).

Gibt es einen Haken?

Wie jede Entscheidung der Regierung ist auch diese an Bedingungen geknüpft. Nur Eigentümer, die vor dem 01.01.1995 einen Bauantrag gestellt haben, können die Zuschüsse beantragen, und das aber nur, wenn sie in ihren Neubau oder die Sanierung bereits mehr als 50.000 Euro investiert haben. Außerdem müssen bei Fenstersanierungen die neu eingebauten Fenster mindestens einen U-Wert (Wärmedämmwert) von 0,25 erreichen, um die Energieeffizienz zu gewährleisten.

 

BauförderungBauförderung (© Marco2811 | Fotolia.com)

Otto Kentzler, Präsident des Deutschen Handwerks, hält die Maßnahmen deshalb auch für unzureichend. Gegenüber der dpa betonte er zwar, dass die Zuschüsse ein „richtiger Schritt angesichts der drohenden anhalten Investitions-zurückhaltung“ seien, aber noch mehr Abschreibungsmöglichkeiten und steuerliche Anreize geschaffen werden müssten, um die energiesparende Gebäudesanierung voranzutreiben.

Nicht den Kopf in den Sand stecken

Der finanzielle Aufwand scheint somit noch zu groß und der Nutzen zu ungewiss. Betrachtet man allerdings die stetig steigenden Energiepreise und die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten für Bauvorhaben, stellt sich ein energieeffizienter Umbau doch als richtige Entscheidung heraus. Eine professionelle Wärmedämmung, 3-fach verglaste Fenster und eine sparsame Heizanlage können den Energieverbrauch eines Haushalts um bis zu 40% reduzieren. Rechnet man dies mit den Ausgaben für eine Sanierung auf, kann sich die Investition schon in wenigen Jahren amortisieren.

Fertighaus

Die Abwrackprämie wurde zu Beginn auch von den Medien belächelt und stellte sich schließlich als ein echter Erfolg heraus. Darum sollten Hausbesitzer jetzt ihre Chance nutzen und sanieren. Informationen zu energieeffizienten Fenstern und Heizanlagen können zum Beispiel direkt hier im Käuferportal eingeholt werden. Dann steht einer energiesparenden Zukunft auch nichts mehr im Wege.

Staatliche Zuschüsse beim Hausbau (KfW | Youtube.com)
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