Wohnungen

Definition der unterschiedlichen Wohnungstypen

25.09.2014 14:36:35
Das klassische Eigenheim sehen viele Deutsche als die ideale Wohnform an. Fast 33 Prozent der 40 Millionen Haushalte leben bereits in einem Einfamilienhaus, während über 50 Prozent in Wohnungen ihr Zuhause finden.

Über 79 Prozent der Wohnungen sind dabei vermietet. Im Laufe der letzten Jahrhunderte haben sich einige Wohnungstypen herausgestellt, die bei Mietern und Käufern immer mehr beliebt sind. Vermieter sehen sich dabei momentan einigen Veränderungen ausgesetzt. So soll 2015 die Maklergebühr durch den Vermieter und nicht mehr den Mieter zu bezahlen sein und die Mietpreisbremse in Ballungsgebieten den angespannten Wohnungsmarkt entlasten. Trotzdem kann das Vermieten von Wohnungen rentabel bleiben, wenn entsprechende Gegenden und exklusive Gebäude ausgewählt sind.

Die Maisonette-Wohnung

Maisonette Wohnung

Maisonetten zeichnen sich oft durch offene Wohnräume aus | Wikimedia.commons.org © Architecturist (CC BY-SA 3.0)

Der Begriff Maisonette stammt aus dem Französischen und bedeutet „kleines Haus“. Der Wohnraum dieses Wohnungstyps ist in mindestens zwei Stockwerke unterteilt oder enthält untere und obere Geschosse eines Gebäudes. Oft handelt es sich um das oberste Geschoss und einen Dachstuhl, da dieser als eigenständige Wohnung meist nicht genügend Platz bietet. Besonders beliebt sind die freistehenden Treppen, ob als Wendeltreppe oder klassischer Variante, welche die Etagen miteinander verbinden. Dabei gilt die gesamte Wohnung als Brandeinheit, da nach Brandschutzverordnungen ansonsten die Treppe an der Wand angelehnt sein müsste. Viele Bewohner einer Maisonette-Wohnung fühlen sich durch die offene Struktur wie in einem eigenen Haus und die Einrichtung kann mit freiem Koch- und Wohnbereich dementsprechend ausgerichtet sein. Je nach Größe der Familie ist eine Etage zum Entspannen vorgesehen, mit Schlafzimmern und Wellnessoasen und weiteren Etagen mit Arbeitszimmern, Wohn- und Spielbereichen. Je nach Größe der Maisonette sind die Gestaltungsmöglichkeiten vielfältig.

Penthouse-Wohnung

Für exklusives Wohnen ist das Penthouse vorgesehen. Dieser Wohntyp ist auf dem Dach eines Hauses aufgesetzt, oft mit separatem Fahrstuhl und außergewöhnlichem Ausblick. Meist befinden sich diese Wohnungen in Großstädten und in vielen Fällen kommen Terrasse, Begrünung und eigene Poolanlagen hinzu. Das Penthouse liegt in der gehobenen Sparte der Investitionen und ist vor allem wegen des Ausblicks, der Größe und der Lage ein begehrtes Objekt. Die Premiumwohnung ist oft von anderen exklusiven Objekten umgeben und hat sich seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts immer mehr verbreitet. Die Entwicklung von Aufzügen, Hochhäusern und knappem Wohnraum ließen Architekten diese Dachgeschosse entwickeln, die für luxuriösen Wohnkomfort sorgen.

Loft

Loft Wohnung

Aus alten Lagerräumen entstehen hochwertige, moderne Wohnungen | Pixabay.com © Life-of-Pix (CC0 1.0)

Ein Loft ist eine Wohnung, die oft in Zusammenhang mit Künstlern oder Musikern steht, denn diese Wohnungen sind zu Wohnräumen umfunktionierte Lager- oder Industrieräume. Der Trend kam in den 40er Jahren aus New York, denn dort war der Wohnraum immer ein knapp vorhandenes Gut. Die leerstehenden Hallen und Gebäude wandelten sich zu Wohnungen um und behielten den rustikalen Stil der Industrie. Die Grundfläche ist oft sehr groß bemessen und die Decken sind besonders hoch, so dass vor allem Künstler sich kreativ ausleben können. Andy Warhol besaß zum Beispiel ein Loft, das er in den 60er Jahren aus einer Fabrik entstehen ließ. Heutzutage gibt es einige Loftwohnungen, die jedoch dem neusten Stand der Gebäudesicherung entsprechen müssen und mindestens isolierte Fenster und gedämmtes Mauerwerk besitzen sollten. Einige Städte und Gemeinden ermöglichen es Freiberuflern und Künstlern aus denkmalgeschützten Gebäuden einen eigenen Wohnraum zu gestalten und Apartments zu erhalten, die den eigenen Stil vollständig wiedergeben können. Ein Beispiel liefert dieser Artikel aus Oldenburg.

Souterrainwohnung

Die Souterrainwohnung befindet sich, wie der Name (Französisch für „unter der Erde“) bereits vermuten lässt, direkt unter der Erdoberfläche. Viele dieser Wohnungen besitzen dabei kleine Fenster und niedrige Decken, doch das muss keine erhöhten Kosten für Licht- und Wärmequellen bedeuten. In früheren Zeiten waren im Souterrain Küche oder ein Lagerraum untergebracht und kein Wohnraum eingerichtet. Innenarchitekten empfehlen keine Vorhänge anzubringen, dagegen Spiegel und helle Farben einzusetzen, um den geringeren Lichteinfall auszugleichen. Helle Teppiche oder Laminatboden eignen sich für diese Wohnung sehr gut, während Deckenstrahler durch indirekte Lichteinstrahlung für positive Effekte sorgen. Das Wichtigste ist jedoch eine sehr gute Isolierung und Dämmung des Bodens, damit die Wohnung im Winter nicht zu sehr auskühlt. Fußbodenheizungen sind dabei eine gute Möglichkeit die Räume gleichmäßig zu erwärmen.

Tipps für Vermieter

Neubau

Bei Neubauten und Renovierungen sollten Vermieter auf die Preise der anliegenden Immobilien achten | Pixabay.com © Antranias (CC0 1.0)

Wer eine Immobilie zur Miete anbietet, sollte besonders in Ballungsräumen auf einige Tipps achten. Leerstand ist immer eine teure Angelegenheit, doch ist ein unbefristetes Mietverhältnis ist nicht für jeden Mieter gleich gut geeignet. Eine Möglichkeit ist das Wohnen auf Zeit, ein Konzept, in dem leerstehende Zimmer, eingerichtete Wohnungen oder Häuser für eine befristete Zeit zu vermieten sind. Dies ist vor allem für Vermieter hilfreich, die in das Wohnobjekt zu einem späteren Zeitraum wieder einziehen möchten. Die Zwischenmiete ist für Pendler eine gute Möglichkeit, nicht in ein Hotel einziehen zu müssen und einen angemessenen Preis zahlen zu können. Vermieter, die ihre Immobilien flexibel aufstellen, können so einen weiteren Wohnungsmarkt erschließen. Detaillierte Informationen dazu gibt es unter www.immobilienscout24.de. Weiterhin sollten Vermieter auf den Mietspiegel achten, um vergleichbare Preise zu erhalten, die sich mit zusätzlichen Sanierungen oder Neubauten deutlich verändern können. Die Unterteilung erfolgt dabei meist in äußere und innere Mietpreisfaktoren:

Äußere Mietpreisfaktoren:

  • Lage des Objekts
  • Mietpreisspiegel
  • Objekt selbst

Innere Mietpreisfaktoren:

  • Lage der Wohnung
  • Schnitt der Wohnung
  • Ausstattung der Wohnung

Mit Hilfe dieser Tipps lassen sich für die unterschiedlichen Wohnungstypen die angemessenen und entsprechenden Preise finden und spannende Wohnräume gestalten.

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