Sinnvolle Versicherungen für Bauherren

Der Weg zum eigenen Haus

19.03.2013 12:56:53
Den Traum vom eigenen Haus mit Garten hegen nach wie vor viele Menschen in Deutschland. Da die Mieten immer teurer werden und Banken mit niedrigen Zinssätzen locken, kann der Bau eines Hauses durchaus eine lohnende Investition darstellen. Damit dieser Traum in Erfüllung geht, sollte man jedoch nichts überstürzen und dieses Vorhaben sorgfältig planen.

Hierzu gehört nicht nur die Gestaltung der häuslichen Räumlichkeiten und des Gartens, die das Herz des zukünftigen Hauseigentümers höher schlagen lässt, sondern vor allem eine solide Finanzierung und entsprechende Versicherungspolicen, um das Bauprojekt und somit die eigene Existenz abzusichern. Ohne passende Absicherung kann ein Hausbau schnell zum Albtraum werden und in einem finanziellen Desaster enden. Damit dies nicht geschieht, informieren wir Sie, welche Versicherungen während des Hausbaus sinnvoll sind.

Optimale Baufinanzierung (BKMMainz| Youtube.com)

Optimaler Versicherungsschutz für angehende Hausbesitzer

Die Planung und der Bau eines Hauses ist eine komplizierte Angelegenheit. Grob unterteilt besteht ein Hausbau aus den Phasen Finanzierung, Bauplanung, Bauphase und Baufertigstellung. Jede dieser Phasen ist mit Risiken behaftet, gegen die man sich mit einem passenden Versicherungsschutz absichern kann.

Baufinanzierung

Die meisten Menschen müssen für einen Hausbau einen Kredit aufnehmen. Hierbei sind zwei wesentliche Dinge zu beachten: In der Regel besteht der Kreditgeber auf den Abschluss einer Restschuldversicherung, um die Abzahlung seines Kredits abzusichern. Verzichtet der Kreditgeber auf einen solchen finanziellen Schutz, sollten Sie dennoch eine Police abschließen, um gegen Einkommensausfälle abgesichert zu sein – beispielsweise mit einer passenden Risikolebensversicherung.

Mit einer Risikolebensversicherung können Kreditnehmer Hinterbliebene gegen finanzielle Risiken absichern, die im Todesfall eintreten können. Verstirbt der Kreditnehmer, übernimmt die Assekuranz ausstehende Tilgungszahlungen. Wichtig ist hierbei, dass die Versicherungssumme der Darlehenssumme entspricht. Gleiches gilt für die Laufzeit der Versicherung und des Kredits. Zudem sollte die Tilgung des Darlehens so kalkuliert werden, dass es mit dem aktuell zur Verfügung stehenden Einkommen abbezahlt werden kann.

Bauphase und Fertigstellung

Diese Phase ist die komplexeste und verlangt nach mehreren Absicherungen. Mehrkosten, die durch Bauverzögerungen beziehungsweise einer Insolvenz des Bauunternehmers entstehen, können mittels einer Baufertigstellungsversicherung abgedeckt werden. Diese wird meist in verschiedenen Versicherungsvarianten angeboten (Ausführungs-, Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsbürgschaft). Die Versicherung wird von dem ausführenden Bauträger, Generalübernehmer oder Bauunternehmer abgeschlossen und muss auf Verlangen dem Bauherrn vorgelegt werden.

Fertighaus Hausbau Mit einer Bauleistungsversicherung (auch Bau- oder Bauwesenversicherung genannt) können Sie Schäden und Zerstörungen an Baumaterial und Bauleistungen absichern, die sich während der Bauzeit ereignen (z.B. durch Hochwasser, Stürme, Vandalismus, Fahrlässigkeit oder Diebstahl). Diese Versicherung wird in zwei unterschiedlichen Varianten und fast immer in Kombination mit einer Rohbau-Feuerversicherung angeboten. Daher sollten Sie sich im Vorhinein genau informieren, welche Variante für Sie infrage kommt. Die Feuerversicherung deckt Brand-, Blitzschlag- und Explosionsschäden am entstehenden Haus und an den Baustoffen auf dem Grundstück ab.

Die Bauleistungs- und Rohbau-Feuerversicherung sind im Grunde die Vorläufer einer leistungsstarken Gebäudeversicherung. Nach einer erfolgreichen Baufertigstellung und -abnahme wandeln manche Versicherungsgesellschaften die beiden Policen in eine Wohngebäudeversicherung um. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie sowohl den Schutz einer Gebäude- als auch einer Elementarversicherung (Schutz gegen Schäden durch Naturgewalten) genießen. Durch diese Kombination ist Ihr Traumhaus dauerhaft finanziell abgesichert.

Grundsätzlich obliegt es dem Bauherrn, sein Bauvorhaben zu überwachen und die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Er haftet für etwaige Sach- und Personenschäden, die sich im Zusammenhang mit der Baustelle ereignen. Dies ist der Fall, wenn beispielsweise Kinder auf der unzureichend gesicherten Baustelle zu Schaden kommen oder sich durch einen Sturm Bauteile lösen und Unfallschäden verursachen.

Auch für Fehlleistungen des Architekten oder der Bauarbeiter kann der Bauherr zur Verantwortung gezogen werden, wenn er seinen Überwachungspflichten nicht nachgekommen ist. Deshalb ist der Abschluss einer Bauherrenhaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Somit werden Schadenersatzansprüche Dritter abgesichert. Achten Sie darauf, dass der Versicherungsschutz auch für das unbebaute Grundstück gilt und wählen Sie die Versicherungssumme ausreichend hoch.

Wenn Sie selbst und Ihr Lebens- oder Ehepartner auf der Baustelle mitarbeiten und sich gegen Unfallschäden absichern möchten, können Sie über die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) eine Bauherrenunfallversicherung abschließen. Freiwillige Bauhelfer, die für einen längeren Zeitraum auf der Baustelle mithelfen, müssen ebenfalls bei der BG Bau gemeldet werden und können über diese sogar unfallversichert werden.

Versicherungsvergleich: Günstiger und individueller Versicherungsschutz

Einige Versicherungen sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben, andere wiederum hängen von individuellen Bedürfnissen und der persönlichen Situation ab. Beim Versicherungsabschluss können Sie Geld sparen, indem Sie Policen vergleichen. Vergleichsportale bieten Ihnen die Möglichkeit, verschiedene Angebote gegenüberzustellen. Ein Versicherungsvergleich schafft Transparenz. Mit einer gewissenhaften Planung und dem richtigen Versicherungsschutz gehen Sie bei der Erfüllung Ihres Wohntraumes keinerlei Risiko ein.

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