Multifunktionsraum Garage

Wie Sie durch Umbau mehr aus Ihrer Garage machen

26.11.2013 12:33:42

Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich aus einer Garage leicht ein zusätzlicher Wohnraum machen. Ob kleine Werkstatt, praktischer Hobbyraum, Spiel- oder Partyzimmer: Eigenheimbesitzer können meist auf komplizierte Pläne und Baugenehmigungen verzichten und mit einfachen Tricks ihr Eigenheim vergrößern. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, wie Sie sich mit einem Garagenumbau neue Wohn-Perspektiven eröffnen und was Sie beachten müssen.

Garagen Umbau und Organisation (Rubbermaid Products | Flickr.com)
Garagen Umbau und Organisation (Rubbermaid Products | Flickr.com)

Tipps und Tricks für den erfolgreichen Umbau

Mit einfachen Umbaumaßnahmen können Sie die Garage als vollwertiges Zimmer nutzen. Um insbesondere auch im Winter Freude an dem neuen Raum zu haben, müssen Sie beim Umbau einiges beachten. Wir zeigen Ihnen, welche drei Baumaßnahmen Sie in jedem Fall angehen sollten.

1. Zugänge umbauen

Wenn Sie sicher ausschließen können, dass Sie die Garage nicht mehr als Autostellplatz nutzen wollen, dann bietet es sich an, das alte Garagentor zu entfernen und zu verkaufen. Je nach Modell und Zustand können Sie derzeit auf dem freien Markt einen Wiederverkaufswert zwischen 200 und 900 Euro erzielen. Die verbleibende Öffnung sollte zugemauert und eine Tür eingesetzt werden. Soll der Raum als Werkstatt, Hobby- oder zusätzlicher Wohnraum genutzt werden? Dann müssen Sie zusätzlich neue Fenster einplanen.

Kosten Garagenumbau (Käuferportal)
Kosten Garagenumbau (Käuferportal):
Die Kosten für einen Umbau lassen sich durch den Wiederverkauf von Gebrauchtteilen senken


2. Neue Versorgungstechnik

Wenn Sie den neuen Wohnraum auch im Winter nutzen wollen, ist es notwendig diesen mit Heizung, Strom und gegebenenfalls Wasser auszustatten. Am sinnvollsten ist es, im ehemaligen Garagenraum einen Heizkörper anzubringen, der an die Zentralheizung im Haus angeschlossen ist. Die Preise können hier ganz unterschiedlich sein. Inklusive Rohre verlegen, einem neuen Heizkörper und der Arbeitszeit sollte man mit rund 1.500 Euro rechnen. Einen Zentralheizkörper kann man allerdings nur einbauen, wenn die Garage direkt am Wohnhaus gelegen ist.
Alternativ empfiehlt sich der Anschluss eines Elektroheizkörpers. Die sogenannten Radiatoren bekommen Sie schon für rund 100 Euro in jedem Baumarkt. Aber Vorsicht: Elektroheizungen können Ihre Stromkostenrechnung empfindlich belasten! Je nach Kilowattpreis können bei einer täglichen, achtstündigen Laufzeit bis zu 70 Euro im Monat allein zur Beheizung Ihrer Garage fällig werden.

3. Nachträgliche Dämmung

Egal, wie Sie den zusätzlichen Raum beheizen: Sie sollten auf eine nachträgliche Dämmung der Außenwände achten. Wollen Sie den Garagenraum vollständig ins Haus integrieren und täglich nutzen, sollten Sie die Energieverluste auf ein Minimum reduzieren. Wie gut Ihr Gebäude gedämmt ist, gibt der sogenannte U-Wert an. Dieser ist nach der Energiesparverordnung (EnEV) geregelt: Je höher der sogenannte U-Wert, desto mehr Wärme verlieren die Wände. Wenn der neue Raum einen Großteil der Energie ungenutzt nach außen abgibt, steigen unnötigerweise Ihre Heizkosten. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihre Garage nachträglich dämmen.

Dämmung Garage (Quelle: Baufachzeitung)
Dämmung Garage (Quelle: Baufachzeitung):
Je besser die Außenwände der Garage isoliert werden, desto effizienter ist Ihr Energiehaushalt

Immer Baurecht beachten!

Normalerweise setzt das deutsche Baurecht für jeden Um- und Ausbau enge Grenzen, die von Bundesland zu Bundesland teilweise recht verschieden ausfallen. Garage Ist Ihre Garage bautechnisch in ihr Eigenheim integriert, ist eine Nutzung als Wohnraum vollkommen problemlos und Sie müssen keine Behörde informieren. Schwieriger wird es, wenn die Garage an das Wohnhaus angebaut wurde oder separat auf dem Grundstück steht. Bei diesen Garagen müssen Sie die für Ihren Wohnort zuständige Behörde informieren, wenn Sie den Raum nicht mehr zum Unterstellen Ihres Autos nutzen. Fragwürdig ist selbstverständlich, ob städtische Kontrolleure ausreichend Zeit haben, um alle umliegenden Garagen und deren Nutzung zu kontrollieren. Sobald Sie allerdings tatsächlich Umbauten vornehmen, so sollten Sie in jedem Fall den offiziellen Genehmigungsweg gehen. Für einen offiziellen Bauantrag benötigen Sie die folgenden Dokumente:

Unterlagen Bauantrag Käuferportal

Sofern Sie keine Aufstockung oder das Einreißen von Wänden geplant haben, können Sie auf statische Berechnungen verzichten. Wenn Sie allerdings zum Beispiel durch ein neues Dach mit Dachboden mehr Stauraum gewinnen möchten, sind detaillierte Pläne und Berechnungen vom Architekten erforderlich.

Garagen als Anbau

Wenn Sie sich anfangs auf diese drei genannten Tipps konzentrieren, haben Sie schon den größten Schritt hin zu einem zusätzlich nutzbaren Wohnraum getan. Ob Sie die Garage in ihrem jetzigen Zustand nutzen und nur eine Elektroheizung anschließen oder ob Sie sich für einen Komplettumbau entscheiden, hängt ganz von Ihren Wünschen ab. In jedem Fall kann eine Garage über den klassischen Autostellplatz hinaus genutzt werden.  Wenn auch Sie sich unverbindlich über einen Garagenanbau informieren wollen, vermittelt Ihnen Käuferportal passend zu Ihren Vorstellungen einen Anbieter vor Ort.

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