Beliebte Hausmittel gegen Verschmutzungen

Wahr oder falsch? Die 10 größten Putzmythen

22.07.2014 10:34:02

Um das Thema Putzen ranken sich zahlreiche Legenden. Aber welche Haushaltstipps sind wahre Ammenmärchen und welche Mittel und Ratschläge aus Großmutters Trickkiste halten wirklich was sie versprechen? Wir haben 10 der bekanntesten Putzmythen unter die Lupe genommen und zeigen Ihnen, welche Mittel wirklich helfen.

Fenster putzen

SonnenscheinPutzmythos 1: Fenster putzt man am besten bei Sonnenschein

 

Stimmt nicht! Bei Sonnenschein reflektieren Fensterscheiben besonders stark. Außerdem trocknen durch die Wärme die Scheiben besonders schnell und es entstehen unschöne Schlieren und Putzstreifen. Besser man reinigt die Fenster bei bedecktem Himmel: Die Blendung ist dann niedriger und man kann präziser arbeiten.

Tipp der Redaktion

Zum Putzen der Fenster sollten Sie möglichst immer kaltes Wasser benutzen. Warmes Wasser trocknet sehr schnell und Schmutzreste können so auf der Scheibe zurückbleiben.
Sabine Fischer

Newsletter_140522_Schönheitsreparaturen_Die größten Putzmythen_Grafik 2Putzmythos 2: Zeitungen helfen beim Fensterputzen

 

Stimmt! Tatsächlich lassen sich Fenster mit feuchtem Zeitungspapier auf Hochglanz putzen. Bei besonders starker Verschmutzung ist es allerdings ratsam, das Fenster vorzureinigen. Noch besser wird das Ergebnis, wenn man mit trockenem Zeitungspapier nachpoliert. Tragen Sie bei der Reinigung vorsichtshalber Gummihandschuhe, die Ihre Hände vor Druckerschwärze schützen. Auch bei weißen Fensterrahmen sollte man umsichtig sein. Sie können bei der Reinigung der Fensterscheiben leicht verschmutzen.

Tipp der Redaktion

Sie können die Fenster nach dem Putzen noch mit einer ausgedienten Nylonstrumpfhose nachpolieren. Dann erhalten Sie einen besonderen Glanz.
Sabine Fischer

FensterPutzmythos 3: Fleckensalz im Putzwasser lässt weiße Fensterrahmen strahlen

 

Stimmt! Weiße Fensterrahmen aus Kunststoff können mit der Zeit einen unschönen Grauschleier bekommen. Etwas Fleckensalz im Putzwasser sorgt wieder für ein strahlendes Weiß. Testen Sie den Reinigungseffekt zuvor an einer unauffälligen Stelle des Fensterrahmens und verwenden Sie diese Methode ausschließlich für weiße Rahmen. Tragen Sie beim Putzen unbedingt Handschuhe, da das Fleckensalz die Haut angreifen kann. 500 Gramm Fleckensalz sind für circa 1,80 Euro im Supermarkt oder in der Drogerie erhältlich.

Tipp der Redaktion

Verwenden Sie zur Reinigung des Fensterrahmens möglichst kein Mikrofasertuch. Es kann die Oberfläche des Kunststoffrahmens durch feine Rillen beschädigen, in denen sich Verschmutzungen leicht absetzen können. Verwenden Sie stattdessen ein Spezialtuch für die Kunststoffpflege aus weicher, fusselfreier Baumwolle. Diese sind für circa 5 Euro im Fachhandel erhältlich.
Sabine Fischer

TropfenPutzmythos 4: Babyöl lässt Fensterbänke aus Marmor glänzen

 

Stimmt! Stumpf gewordene Fensterbänke aus Marmor erhalten wieder einen schönen Glanz, wenn sie nach der Reinigung mit einigen Tropfen Babyöl eingerieben werden. Außerdem kann das Öl Wasserflecken abweisen. Achten Sie aber in jedem Fall auf eine sparsame Dosierung und geben Sie nur wenige Tropfen auf ein weiches fusselfreies Tuch. Der feine Ölfilm zieht allerdings auch Staub an und die Fensterbank kann so schneller Verschmutzen. Greifen Sie daher lieber auf einen Spezialreiniger zurück, welchen Sie im Baumarkt oder über das Internet für circa 10 Euro bekommen.

FlaschePutzmythos 5: Essig löst Kalkverschmutzungen zuverlässig

 

Stimmt! Besonders hartnäckig verkalkte Armaturen lassen sich zwar gut reinigen, indem man sie über Nacht in Essigwasser legt, allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, vorher die Gummidichtungen zu entfernen! Übrig gebliebene Kalkreste können Sie am nächsten Morgen leicht mit einer Bürste, etwa einer alten Zahnbürste entfernen. Anschließend können die Armaturen abgespült, getrocknet und wieder montiert werden. Bei hochwertigen und natürlichen Materialien wie Granit- oder Marmorböden sowie empfindlichen Flächen und Metalloberflächen wie Aluminium ist allerdings Vorsicht geboten. Diese sollten lieber mit einem speziellen Reinigungsmittel geputzt werden. Auch der Geruch von Essig als Reinigungsmittel ist gewöhnungsbedürftig.

Tipp der Redaktion

Ablagerungen und Kalkreste lassen sich auch schnell und einfach mit Zitronensaft entfernen. Reiben Sie die betreffenden Stellen einfach mit der Schnittfläche einer Zitrone ein und lassen Sie das Ganze kurz einwirken. Anschließend können die betreffenden Elemente wie gewohnt geputzt werden.
Sabien Fischer

DunstabzugshaubePutzmythos 6: Saubere Dunstabzugshaube mit Backofenspray

 

Stimmt! Sprühen Sie hartnäckig verschmutzte Dunstanzugshauben einfach mit Backofenreiniger ein und lassen Sie diesen kurz einwirken. Die Verschmutzungen und Fettrückstände lassen sich anschließend mit einem Küchentuch ganz leicht entfernen. Spülen Sie anschließend mit klarem Wasser nach.

Tipp der Redaktion

Alternativ kann zur Reinigung der Dunstabzugshaube auch Glasreiniger benutzt werden. Hiermit lässt sich der Schmutz leicht entfernen und die Abzugshaube bleibt lange sauber.
Sabine Fischer

CeranfeldPutzmythos 7: Vaseline schützt das Cerankochfeld

 

Stimmt! Wenn Sie das Cerankochfeld nach der Reinigung vorsichtig mit einer kleinen Menge Vaseline einreiben, glänzt es wieder wie neu. Tragen Sie die Vaseline auf, lassen Sie diese kurz einwirken und polieren Sie anschließend sorgfältig mit einem trockenen Tuch nach. Es bildet sich außerdem ein Schutzfilm, der verhindert, dass Schmutz zu sehr einbrennen kann. Der Herd lässt sich danach leichter reinigen.

Tipp der Redaktion

Hartnäckige Verschmutzungen auf Ceranfeldern lassen sich gut mit einer Paste aus Wasser und etwas Backpulver entfernen. Tragen Sie diese auf die starken Verschmutzungen auf und lassen sie kurz einwirken. Anschließend können die Verschmutzungen einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.
Sabine Fischer

KartoffelPutzmythos 8: Kartoffelwasser kann zum Putzen verwendet werden

 

Stimmt! Vor allem Kunststoffoberflächen oder Laminatböden lassen sich hervorragend mit Kartoffelwasser reinigen. Auch Tür- und Fensterrahmen sowie andere Elemente aus Kunststoff werden mit Kartoffelwasser wieder schön sauber. Feuchten Sie dazu einen Putzlappen an und wringen Sie diesen anschließend besonders sorgfältig aus. Das Wischtuch sollte nicht nass, sondern nur leicht angefeuchtet sein. Anschließend sollte noch einmal mit kaltem, klarem Wasser nachgewischt werden. Alle Kunststoffoberflächen werden so im Handumdrehen umweltschonend sauber.

Tipp der Redaktion

Ungesalzenes Kartoffelkochwasser eignet sich auch, um Pflanzen zu düngen. Lassen Sie das Wasser dazu einfach erkalten und gießen Sie dann die Pflanze damit.
Sabine Fischer

ÖlflaschePutzmythos 9: Öl und Essig polieren Holz auf Hochglanz

 

Stimmt! Aus Essig und Öl lässt sich schnell und einfach eine günstige und wirksame Möbelpolitur herstellen. Hierzu mischt man einfach einen Teil Speiseöl mit der doppelten Menge farblosem Essig. Mit einem Mikrofasertuch und einer kleinen Menge der Mischung können Möbel anschließend in kreisenden Bewegungen poliert werden. Testen Sie die Mixtur zuvor an einer unauffälligen Stelle.

Tipp der Redaktion

Werfen Sie abgelaufene Sonnencreme nicht weg. Auch diese eignet sich hervorragend, um Holzmöbel zu pflegen und ihnen wieder einen schönen Glanz zu verleihen. Achten Sie darauf, nur eine ganz kleine Menge zu benutzen und testen Sie den Effekt auch hier vorher an einer nicht sichtbaren Stelle.
Sabine Fischer

VaselinePutzmythos 10: Vaseline hilft bei quietschenden Türen

 

Zwar kein echter Putzmythos aber dennoch ein verbreiteter Haushaltstipp ist die Annahme, dass sich quietschende Türen mit Vaseline schmieren lassen.

Stimmt! Eine kleine Menge Vaseline hilft tatsächlich, wenn Ihre Türen quietschen und kein Beschlagsöl im Haus ist. Von der Verwendung von Haushaltsöl ist abzuraten. Es leistet zwar auch für kurze Zeit gute Dienste, kann aber nach einer gewissen Zeit ranzig werden und unangenehm riechen.

Tipp der Redaktion

Wenn Türen nicht mehr leichtgängig ins Schloss fallen, hilft es, die schräge Seite des Türschnappers mit einem Bleistift zu bemalen. So schließend die Türen wieder ganz leicht und leise.
Sabine Fischer

Putzmythen auf dem Prüfstand

Viele Haushalts- und Putzmythen halten tatsächlich das, was sie versprechen. Besonders in der Küche wirken altbewährte Haushaltstipps wahre Wunder. Aber auch für teure Fenstereinigungsmittel gibt es preisgünstige und umweltschonende Alternativen. Es lohnt sich also, sich an Omas Putztipps zu erinnern und diese für den eigenen Haushalt zu entdecken.

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