Die besten Dämmmethoden

Energiekosten sparen mit der richtigen Wärmedämmung

16.01.2015 11:09:32

Fenster, Dach, Fassade – schlecht gedämmte Bauteile können Sie mehrere Hundert Euro im Jahr kosten. Wärmeschlupflöcher lassen sich jedoch mithilfe größerer und kleinerer Maßnahmen effektiv schließen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Energieverbrauch effizient mittels Wärmedämmung senken können.

Die größten Schlupflöcher im Haus

Die sogenannten Wärmebrücken sind die größten Übeltäter. Sie erhöhen den Energieverbrauch und können auf lange Sicht Schäden an der Bausubstanz hinterlassen. Über sie entweicht die kostbare Raumwärme nach außen und kalte Außenluft dringt ins Innere. Klassische Wärmebrücken sind undichte Fenster und Türen oder finden sich im Dach- oder Kellerbereich. Für Sie bedeuten unentdeckte Wärmebrücken höhere Heizkosten und es besteht die Gefahr der Schimmelbildung.

kostenvergleich wärmedämmung

 

Sanieren gegen Wärmelecks

Die zwei Hauptursachen für die Entstehung von Wärmebrücken sind:

  • Fehlende Dämmung: Das betrifft vor allem Fenster und Türen, Rollläden und Wände.
  • Falsche oder unvollständige Dämmung: Auch hier sind vor allem Fenster- und Türanschlüsse betroffen.

Bei Neubauten können Wärmebrücken heutzutage leicht im Voraus durch entsprechende Dämmvorrichtungen vermieden werden. Aber auch nachträglich lassen sich Lecks noch dämmen und abdichten – das Alter des Gebäudes spielt dabei keine Rolle. Gerade im Bereich der Dämmtechnik sind in den letzten Jahren viele Fortschritte gemacht worden, sodass sich Sanierungsmaßnahmen schon bei Gebäuden lohnen, die mit 20 Jahren noch zu den Neubauten zählen. Eine ausreichende Dämmung bringt folgende Vorteile:

  • Sie sparen Heizkosten.
  • Der Wert Ihres Hauses steigt.
  • Sie erfüllen die aktuellen Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014).
dämmvorgaben

Eine energetische Gebäudesanierung kann Ihnen dabei helfen, Ihre Energiekosten um die Hälfte zu reduzieren.

 

So testen Sie Ihre Energiebilanz

Verschiedene Tests helfen Ihnen dabei, die Schwachstellen in Ihrem Haus ausfindig zu machen. So können Sie einen gezielten Sanierungsplan aufstellen. Wir stellen Ihnen die vier prominentesten vor.

Der BlowerDoor Test

Der BlowerDoor Test spürt luftundichte Stellen auf. Kein Haus ist zu 100 Prozent luftdicht, dennoch gibt es Bauteile, bei denen sich Lecks leicht vermeiden ließen. Insbesondere durch undichte Fenster oder Türen verpufft oftmals Heizenergie. Wärmelecks begünstigen außerdem die Bildung von Schimmel, welcher die Bausubstanz angreifen kann.

blower door test

Der Blower Door Test wird von einem Fachmann durchgeführt

So funktioniert der Test:

1.) Ihre Haustür wird mittels eines Rahmens für ihren Einsatz als „BlowerDoor“ präpariert. Sie muss dazu nicht aus den Angeln gehoben werden.

 

2.) Der Rahmen wird mit einer luftundurchlässigen Plane bespann. Die Plane hat ein Loch, in das ein Ventilator eingesetzt wird.

3.) Der Ventilator sitzt passgenau in der Plane, sodass keine Luft entweichen kann. Er wird außerdem mit einem Messgerät verkabelt, das die Luftwechselrate aufzeichnet.

4.) Anschließend werden alle Öffnungen im Haus, wie zum Beispiel die Fenster verschlossen.

5.) Anhand der Baupläne ermittelt der Experte das Luftvolumen des Gebäudes.

6.) Erst jetzt wird der Ventilator angeschaltet. Er saugt die Luft aus dem Gebäude und erzeugt einen Unterdruck von 50 Pascal. Das Messgerät zeichnet nun auf, wie viel Luft benötigt wird, um das Druckniveau zu halten, denn da ein Haus nie zu 100 Prozent dicht ist, strömt immer wieder neue Luft nach. Wird dabei ein bestimmter Wert überschritten, sind undichte Stellen vorhanden. Eine spezielle Rauchmaschine macht den Durchzug sichtbar.

7.) Anschließend wird ein Überdruck in Höhe von 50 Pascal erzeugt, um die zuvor gemessene Luftwechselrate abzugleichen. Liegt der Wert unter 1,5 besteht kein Handlungsbedarf.

8.) Die vorgenommene Messung samt Ergebnis wird Ihnen schriftlich bestätigt.

blowerdoor test

 

Wie viel kostet der BlowerDoor Test?

Der BlowerDoor Test kostet inklusive der Ortung der Leckagen, des Messprotokolls und der Fotodokumentation circa 350 Euro. Sanieren Sie mithilfe eines KfW-Kredits im Rahmen des Programms „Energieeffizient Sanieren“, ist der Test sogar Pflicht.

Dämmungsrechner

Dämmungsrechner sind mit Vorsicht zu genießen. Sie ermitteln auf der Basis Ihrer Angaben zu Alter und Substanz des Hauses nötige Dämmmaßnahmen und rechnen Ihnen vor, wie viel Heizkosten Sie durch den Umbau sparen können. Allerdings decken die Rechner nur Fassaden- und Dachdämmungen ab. Der Austausch von Fenstern beispielsweise ist nicht inbegriffen. Dämmungsrechner ersetzen demnach nicht eine umfassende Beratung mit einem Sachverständigen vor Ort, der auf die Gegebenheiten des Hauses ganz individuell eingehen kann.

Wärmebildkamera

Wärmekameras können Ihnen die Schwachstellen in Ihrem Haus aufzeigen. Für eine aussagekräftige thermografische Aufnahme ist ein deutliches Temperaturgefälle zwischen innen und außen notwendig. Thermografie-Aufnahmen zeigen Ihnen anhand einer Farbskala, wie gut Ihr Haus gedämmt ist.

wämebildkamera

Eine Wärmebildkamera zeigt Schwachstellen bei der Dämmung auf

Die Aufnahme zeichnet die für Menschen nicht sichtbaren infraroten Wärmestrahlen auf. Warme Bereiche werden rot abgebildet, besonders kalte, d. h. schlecht gedämmte Stellen, gehen in den blauen Bereich. Dazwischen sind Abstufungen von gelb bis grün erkennbar.

Tipp der Redaktion

Besonders gute Ergebnisse liefert Ihnen die Wärmebildkamera bei Dunkelheit und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Es sollte keinen Niederschlag geben. Bei ungedämmten Gebäuden reicht ein Temperaturunterschied von 10 Grad. Bei neueren Gebäuden, d. h. nach 1984 erbaut, die schon über ein gewisses Maß an Dämmung verfügen, sollte der Unterschied größer als 10 Grad sein.
Steffen Prokop

Die Untersuchung mit einer Wärmebildkamera hat einige entscheidende Vorteile: Die Thermografiemethode zeigt die Schwachstellen punktgenau an. So werden nicht nur undichte Bereiche identifiziert, sondern auch schadhafte Stellen, zum Beispiel feuchtes Mauerwerk. Außerdem können Sie hier genau sehen, wo die Sanierungsmaßnahmen am dringendsten sind, wenn Sie eine Komplettsanierung vermeiden möchten. Es empfiehlt sich außerdem, auch nach den Ausbesserungsarbeiten eine Thermografie anfertigen zu lassen, um zu überprüfen, ob die Arbeiten den gewünschten Effekt erzielt oder ob sich Fehler eingeschlichen haben.

Energieberatung

Die professionelle Energieberatung ist eine weitere Methode, sich über Dämmmöglichkeiten zu informieren. Der Berater sollte mit Ihnen einen Vororttermin vereinbaren. Aber Achtung: Die Berufsbezeichnung des Energieberaters ist nicht geschützt. Greifen Sie daher auf gelistete Berater zurück: z. B. beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle oder in der Datenbank für Gebäudeenergieberater der Deutschen Energie-Agentur.

dena Auch städtische Einrichtungen bieten Energieberatungen an. Die Kosten liegen je nach Aufwand zwischen 5 und 1.000 Euro.

Tipp der Redaktion

Machen Sie es dem Berater einfach: Bereiten Sie sich auf den Termin vor: Suchen Sie alte Strom- und Heizungsrechnungen raus, sodass Sie die Zeit mit dem Energieberater effizient nutzen können.
Steffen Prokop

Maßnahmen im Überblick

Welche Baumaßnahmen zur Wärmedämmung sind bei Ihrer Immobilie nötig? Wohnen Sie in einer Mietwohnung, genügen kleinere Maßnahmen, wie das Erneuern von Fensterdichtungen oder Zugluftbürsten an Türen. Möchten Sie Ihre Eigentumswohnung sanieren, sind größere Sanierungsmaßnahmen lohnenswert. Sitzt das Geld nicht ganz so locker, sollten Sie Prioritäten setzen und mit der Maßnahme beginnen, die Ihnen die größte Ersparnis verspricht. Im Folgenden stellen wir Ihnen die entsprechenden Baumaßnahmen vor.

wärmeverlust

 

Fenster – Schmeißen Sie Ihr Geld nicht zum Fenster raus!

Lange Zeit waren Fenster die größten Wärmelecks des Hauses. Fenster haben gleich zwei Schwachstellen: die Fensterrahmen und die Verglasung. Durch einfachverglaste Fenster geht vier- bis zehnmal so viel Wärmeenergie verloren wie durch modernes Wärmeschutzglas. Selbst die ab 1995 entwickelten zweifachverglasten Isolierglasfenster sind längst überholt. Gegenüber heutigen Standards ist der Wärmeverlust zwar nur noch doppelt bis dreimal so hoch, doch wer über eine Sanierung nachdenkt, sollte bei den Fenstern anfangen.

Alte und neue Verglasung im Vergleich

einfachverglasungzweifachverglasungzweifach-wärmeschutzverglasungdreifach-wärmeschutzverglasung

 

1fachver-glasung2fach-Isolierver-glasung2fach-Wärme-schutz-verglasung3fach-Wärme-schutzverglasung
AusführungAusführung mit Luftschicht und Alu-Randverbundmit Beschicht-ung, Edelgas-füllung, Alu-Randverbundmit zwei Be-schichtungen, Edel-gasfüllung, thermisch getrenntem Randverbund
Fenster-temperatur (-10 °C Außen-temperatur)ca. -2 °Cca. 9 °Cmind. 14 °Cmind. 17 °C

Quelle: Stiftung Warentest

Fensterglas: doppelt hält besser, dreifach am besten

Mehrfachverglaste Fenster minimieren Ihre Heizkosten sowie den Lärmpegel von draußen. Der Austausch ist zwar teuer, aber er lohnt sich. Ein Einfamilienhaus mit einer Fensterfläche von 30 Quadratmetern hat den Fensterpreis bereits nach sechs Jahren wieder reingeholt. Mit einem dreifachverglasten Fenster sieht Ihre Bilanz nach 30 Jahren folgendermaßen aus:

5.300 Euro Heizkosten und 20 Tonnen CO2!

Wie funktionieren mehrfachverglaste Wärmeschutzfenster?

Die Hohlräume zwischen den Glasscheiben von Wärmeschutzfenstern sind mit Gas gefüllt. Gas zeichnet eine schlechte Wärmeleitfähigkeit aus und verbessert so die Dämmwerte. Hinzukommt eine Beschichtung der Fensterglasoberflächen mit einer dünnen Beschichtung, die nur die kurzwelligen Sonnenstrahlen von außen durchlässt und die langwellige Wärmestrahlung zurück in den Wohnraum reflektiert. Wichtig ist außerdem, dass das gesamte Fenstersystem luftdicht abgeschlossen ist.

wärmeschutzfenster

Zweifachverglastes Wärmeschutzglas mit einem U-Wert von 1,1 W/(m²K) und Dreifachverglastes Wärmeschutzglas mit einem U-Wert von 0,5 W/(m²K)

 

Info: Der U-Wert gibt Auskunft über die Güte Ihrer Fenster

    Je geringer der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Fensters. Der U-Wert gibt an, welche Energiemenge pro Sekunde über einen Quadratmeter Fensterscheibe in Joule abfließt. Mit einem U-Wert von 1,3 W/(m²k) erfüllen Sie die aktuellen Auflagen der EnEV 2014.

Schwachstelle Fensterrahmen

Durch den Rahmen entweicht mehr Energie als durch das Fensterglas. Heutzutage haben alle Rahmenmaterialien gute Dämmeigenschaften. Holzrahmen liegen dabei knapp vor Kunststoff- und Aluminiumrahmen. Die Letzteren haben jedoch Holz gegenüber den Vorteil, dass sie so gut wie wartungsfrei sind. Holzrahmen benötigen regelmäßig einen neuen Anstrich.

fensterrahmen

 

Tipp der Redaktion

Thermisch gedämmte Rahmen aus einer Kombination von Holz innen und Aluminium außen vereinen die Vorteile beider Materialien und bieten höchsten Wärmeschutz: Die Behaglichkeit durch das Holz auf der Innenseite und die Witterungsbeständigkeit des Aluminiums auf der Wetterseite.
Steffen Prokop

Risiken bei gut gedämmten Fenstern

Mit luftdichten Fenstern verringert sich jedoch auch der Luftaustausch in Ihren Räumen. Die Folge: steigende Luftfeuchtigkeit. So kann sich an kalten Wänden Schimmel bilden. Deswegen sollten Sie die Sanierung der Außenwände zeitnah zum Fensteraustausch in Betracht ziehen. Außerdem hilft richtiges Lüften.

Tipp der Redaktion

Die Heizungsanlage sollte möglichst vor oder zumindest zeitgleich mit der Fenstersanierung erneuert werden. Denn durch die Reduzierung des Wärmebedarfs verändern sich auch die Anforderungen an das Volumen einer Heizung.
Steffen Prokop

Lassen Sie den Einbau von einem Profi durchführen. Hier kommt es auf jeden Millimeter an. Die Übergänge müssen luftdicht sein und die Dämmung fachmännisch vorgenommen werden.

Fünf Tipps für den Fenstereinbau

1.) Nicht ohne Dämmung

Ist das Fenster besser gedämmt als die Außenwand, entsteht eine Wärmebrücke. In diesen Bereichen ist Schimmelbildung nicht unüblich.

2.) Auf die Position achten

Am besten ist die Integrierung des Fensters in die Dämmung, d. h. vor der Fassade. Andernfalls ist auch die Anbringung bündig zur Außenkante der Wand zulässig.

fassadendämmung

Die Fassadendämmung sollte über den Rahmen reichen. Besser ist es jedoch, wenn der Rahmen mit der Innenseite der Dämmung bündig abschließt. Optimal wäre es, wenn der Rahmen vor die Fassade gesetzt wird, d. h. in die Dämmung eingelassen.

 

3.) Keine Lücken lassen

Insbesondere der Bereich unter dem Fensterblech ist nur schwer zu dämmen. Doch auch hier machen sich Versäumnisse schnell in Form eines kalten Fensterbrettes und von Wärmeverlust bemerkbar.

4.) Abdichten mit Montageschaum reicht nicht

Zusätzlich zum Montageschaum sollten Sie den äußeren Abschluss zwischen Rahmen und Außenwand mit einem Dichtungsband aus Schaumstoff versehen.

5.) Unebenheiten verhindern Abdichtung

Fensterlaibung und -sturz sollten frei von Verschmutzungen sein, sonst haften die Dichtmaterialien nicht.

Fassade

Die Fassade eines Hauses stellt die größte Fläche dar. Ungedämmt ist sie neben den Fenstern oftmals die größte Schwachstelle. Folgende Fassadendämmungen gibt es:

  • Wärmeverbundsysteme
  • Vorhang-Fassade
  • Kerndämmung bei einer zweischaligen Fassade

Wärmeverbundsysteme

Auf Wärmeverbundsysteme (WDVS) wird am häufigsten zurückgegriffen. Sie sind eine unkomplizierte und preiswerte Variante, das Haus zu dämmen. Die Dämmplatten werden einfach auf die Fassade des Hauses geklebt oder gedübelt. Materialien sind Mineralwolle, Polystyrol-Hartschaum oder Polyurethan. Die Varianten aus expandiertem Polystyrol (bekannter unter den Handelsnamen Styropor, Austrotherm, Steinopor, Sagex, Swisspor etc.) stehen häufig in der Kritik, da sie brandbeschleunigend wirken. Sind die Dämmplatten angebracht werden sie verputzt.

  • Kosten: 80 bis 140 Euro pro Quadratmeter

Vorhang-Fassade

Hier werden Kanthölzer auf die Fassade gedübelt und die Zwischenräume mit Dämmmaterial und Dämmplatten gefüllt. Anschließend folgt eine Lattenkonstruktion, an der die neue Fassade angebracht wird. Diese kann aus Holz, Ziegeln, Schieferplatten etc. bestehen.

  • Kosten: 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter

vorhangfassade

 

Kerndämmung

Ist Ihre Fassade zweischalig, sprich hat sie zwei Außenwände, kann eine Kerndämmung möglich sein. In den Hohlraum zwischen der äußeren Außenfassade und der inneren Tragwand wird loses Dämmmaterial geblasen. Sichern Sie sich jedoch vor Beginn der Arbeiten ab, ob die Hohlschicht durchgängig erhalten ist. Andernfalls müssen Sie von der Kerndämmung absehen, da Dämmlücken zu Gebäudeschäden führen können. Dasselbe gilt, wenn die Außenwand nicht mehr intakt ist oder aus einem dampfdichten Material wie Hartbrandklinker besteht. Der Hohlraum gibt die Dicke der Dämmschicht vor, die in der Regel bei sechs bis acht Zentimeter liegt.

  • Kosten: 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter

kerndämmung

 

Geschoss- und Kellerdecke

Nicht nur außerhalb, sondern auch im Haus bieten sich Dämmmöglichkeiten. Die Geschoss- und die Kellerdecke sind zwei Beispiele einer klassischen Innendämmung, die man auch selbst durchführen kann. Ziel ist es, die Wärme innerhalb der Wohnräume zu halten. Für die thermische Trennung von beheizten und unbeheizten Stockwerken eignen sich Holzfaser-, Styropor-, Steinwolle- oder Hartschaumplatten.

 Geschossdecke

In der Regel wird die oberste Geschossdecke auf der Dachbodenseite gedämmt, das nimmt weniger Platz in Anspruch. Würden Sie die Dämmplatten nicht auf der Dachbodenseite, sondern auf der Wohnraumseite anbringen, würde sich der Raum spürbar verkleinern, da die Dämmplatten oftmals dicker als 10 Zentimeter sind. Die oberste Geschossdecke zu dämmen ist jedoch nur sinnvoll, wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wird. In diesem Fall sollten Sie lieber das Dach dämmen.

Kellerdecke

Wird der Keller als Lager- und Funktionsraum genutzt, reicht es, wenn Sie die Kellerdecke dämmen. Das ist weniger aufwendig und günstiger als eine Komplettdämmung, die sich nur lohnt, wenn Sie den Keller auch als Wohnraum nutzen. Mit einer Deckendämmung lassen sich fünf bis zehn Prozent der Heizkosten einsparen. Positiver Nebeneffekt: Kalte Füße im Erdgeschoss gehören der Vergangenheit an.

Dach

Wird der Dachboden als Wohnraum genutzt, ist die Dämmung des Daches unumgänglich. Die Zwischensparrendämmung ist am weitesten verbreitet, da sie sich auch für eine nachträgliche Dämmung gut eignet. Voraussetzung ist, dass die Hohlschicht zwischen den Sparren ausreichend groß ist. Die Dicke der Dämmschicht wird durch die Höhe der Sparren vorgegeben. Um einen höheren Dämmeffekt zu erzielen, können die Sparren jedoch mithilfe von Kanthölzern oder Latten aufgedoppelt werden. Die Innendämmung erfolgt mithilfe von Mineralwoll- oder Holzfasermatten.

Schwachstellen ausfindig machen und stopfen

Finanziell lohnt sich der Aufwand, die Wärmelecks mit qualifizieren Dämmmaßnahmen auszubessern. Wohnen Sie in einem unsanierten Altbau, können Sie Ihre Energiekosten sogar um die Hälfte reduzieren. Aber auch für Neubauten lohnt sich die eine oder andere Einzelmaßnahme. Führen Sie verschiedene Tests durch oder lassen Sie sich beraten, um die Schwachstellen zu identifizieren. Bei steigenden Energiepreisen wird auf lange Sicht jeder Cent ins Gewicht fallen.

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