Holz, Kunststoff oder Aluminium?

Fenstersanierung: Das passende Fenster finden

18.06.2013 17:23:37

Belüftung, Wärmedämmung, Schall- und Einbruchschutz – Fenster spielen im Haus eine wichtige Rolle. Die Suche nach den richtigen Fenstern kann daher zu einer Herausforderung werden. Neben der Funktionalität, Form und Größe muss auch das Material der Fenster zu Ihren Anforderungen passen. Jedes Material hat dabei Vor- und Nachteile. Welche das sind? Wir zeigen es Ihnen.

Fenster-Sanierung: das richtige Fenster auswählen (itravelnz™ | Flickr.com)
Fenster-Sanierung: das richtige Fenster auswählen (itravelnz™ | Flickr.com)

Die unterschiedlichen Anforderungen an Fenster werden u.a. durch die jeweiligen Räumlichkeiten bestimmt. So ist bei einem Küchenfenster die Belüftung relevant. Im Wohnzimmer sind neben der Sicherheit und dem Wärmeschutz auch Licht- und Designfaktoren wichtig. Das Badezimmer soll vor fremden Einblicken schützen.

Tipp der Redaktion

In unserem Artikel „Wie viel Geld pusten Sie durch´s Fenster?“ haben wir bereits darüber berichtet, wie groß der Wärmeverlust bei veralteten Fenstern sein kann. Wie viel Sie mit den richtigen Fenstern einsparen können und welche Fördermittel für die Sanierung zur Verfügung stehen, können Sie hier nachlesen.
Elisa Hanske Elisa Hanske

Unterschiedliche Formen und Größen sind weitere Dinge, die bei der Auswahl der richtigen Fenster bedacht werden müssen. Haben alle Fenster in Ihrem Heim die gleichen Maße oder weichen einige in Form und Größe vom Standard ab?

Holz, Aluminium, Kunststoff und die Kombination aus Holz-Aluminium sind häufig verwendete Materialien. Rahmen- und Flügelmaterialien werden dabei oftmals miteinander verknüpft. Wir haben die vier gängigsten Materialien näher untersucht.

Warum Fenstersanierung sich lohnt (Video: ProfineAustria | youtube.com)

Holz: Garantiertes Wohlgefühl

Holzfenster sorgen, dank ihrer natürlichen Optik, für ein warmes Wohnambiente und ein angenehmes Wohngefühl. Sie werden vorwiegend aus Kiefer, Fichte, Eiche oder Mahagoni hergestellt und stellen damit einen ökologischen Rohstoff dar. Holzfenster sind bekannt für ihre hervorragende Wärmedämmung und haben den weiteren Vorteil, dass sie sich auch bei Temperaturschwankungen nicht verziehen. Eine Umdekorierung ist durch das Auftragen von andersfarbigen Lacken und Lasuren jederzeit möglich.
Fenster Beratung
Bei regelmäßiger Pflege durch Schutzlackierungen können Holzfenster eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren haben. Der Pflegeaufwand ist im Vergleich zu anderen Materialien allerdings hier am höchsten. Auch die Anfangsinvestitionen sind nicht zu unterschätzen.

Kunststoff: Auffallend in Form

Kunststofffenster sind günstig in der Anschaffung und verfügen über hervorragende Eigenschaften beim Wärme- und Schallschutz. Hier empfiehlt es sich höherwertige Fenster zu erwerben, da diese über eine stärkere Außenwand verfügen und damit stabiler und langlebiger sind. Ob rund oder eckig – erhältlich sind sie in vielen Formen und Farben. Bis zu 35 Jahre halten Fenster aus Kunststoff. Aufgrund ihrer Beschaffenheit ist der Reinigungsaufwand minimal. Mit einfachen Haushaltsreinigern können Verschmutzungen leicht entfernt werden. Kunststofffenster werden aus PVC hergestellt und sind recycelbar. Nachteile zum Holzfenster bestehen darin, dass Kunststoffrahmen sich nicht einfach umdekorieren lassen und Kratzer oder Brandlöcher kostenintensiv ausgebessert werden müssen.

Aluminium: Starke Leichtgewichte

Mit einer Lebensdauer von bis zu 60 Jahren sind die Fenster aus Aluminium die langlebigere Variante. Sie sind besonders leicht und sehr stabil. Alurahmen sind viel witterungsbeständiger und pflegeleichter als andere Materialien und finden häufig in öffentlichen Gebäuden und Bürokomplexen ihren Platz. Preislich befinden sie sich in der oberen Preisklasse.

Holz-Alu: Ein starkes Duo

Innen die behagliche natürliche Wärme von Holz und außen schützt eine Schale aus wetterfestem und robustem Aluminium. Holz-Aluminium-Fenster sind zwar die kostenintensivste Rahmenvariante, dennoch verbinden sie die Vorteile aus beiden Materialien. Pflegeleicht, wetterbeständig, angenehmes Wohngefühl und die lange Lebensdauer machen die Fenster aus Holz und Aluminium so hochwertig.

Eine Frage des Preises

Preislich sind Fenster in der Regel von der Größe, Bauart und Qualität der verwendeten Materialien abhängig. Kunststoff ist die preisgünstigste Variante, während bei Holzfenster schon mit 20 bis 30 Prozent mehr geplant werden kann. Die hochwertigen Aluminiumfenster liegen im Kostenaufwand noch einmal 30 Prozent über dem Holzfenster.

Fensterarten im Überblick
Fensterarten im Überblick

Was Sie bei der Wahl der Fenster beachten sollten

  • Wärmeschutz: Hierbei spielt der Wärmeschutzkoeffizient (U-Wert) eine wichtige Rolle. Dieser beinhaltet den Wärmeschutz von Rahmen, Glas und Randverbund. Je geringer der U-Wert ist, desto höher ist der Wärmeschutz.
  • Belüftung: Fensterlüfter sind mit dem Fenster verbundene Systeme, die eine Belüftung ohne das Öffnen des Fensters sicherstellen. Man unterscheidet verschiedene Belüftungssysteme.
  • Schallschutz: Um sich vor Lärmbelästigungen zu schützen, empfiehlt es sich schallisolierte Fenster zu wählen. Diese gibt es in verschiedenen Schallschutzklassen.
  • Sicherheit: 80% der Einbrecher gelangen über das Fenster ins Heim. Um dies zu verhindern, bedarf es gut gesicherter Fenster. Es gibt spezielle Fenster, die nach DIN-Normen hergestellt und in unterschiedliche Widerstandsklassen eingeteilt werden.
  • Material: Holz, Aluminium, Kunststoff? Jedes Material hat hierbei Vor-und Nachteile. Lassen Sie sich hier fachgerecht beraten.
  • Design: Wünschen Sie ein zeitloses Design? Passen schlichte Fenster oder soll es etwas außergewöhnliches sein? Wie wichtig ist Ihnen Flexibilität in der Umgestaltung?
  • Pflegeleichtigkeit: Jährlicher Holzschutz oder einfaches Abwischen mit einem feuchten Tuch. Der Pflegeaufwand hängt von den gewählten Materialien ab.

Energieeffiziente Verglasung durch Mehrfachverglasung

  • Fenster mit einfacher Verglasung gehören der Vergangenheit an – zu unsicher und energieverschwendend ist diese Art der Verglasung. Die moderne Fensterbauweise basiert auf Mehrfachverglasung. Die einzelnen Isolierglas-Scheiben werden über einen Abstandhalter verklebt. Die Zwischenräume werden mit Edelgas gefüllt, was wärmeundurchlässiger ist als Luft. Häufig werden die Glasoberflächen zusätzlich mit einer dünnen Silberschicht besprüht, wodurch die Wärmestrahlung reflektiert und mehr Wärme im Wohnraum gehalten wird. War bisher die Zweifachverglasung beim Fensterbau gängig, entwickelt sich die Dreifachverglasung zunehmend zum Standard. Im Gegensatz zu zweifachverglasten Fenstern verringert sich der Wärmeverlust bei der Dreifachverglasung um 30 %. Darüber hinaus bietet diese Technik einen besseren Schall- und Lärmschutz.
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