Bundesregierung legt Maßstäbe fest

Fenster-Sanierung 2013: Förderpakete für Hausbesitzer

31.01.2013 16:00:28
Die Bundesregierung hat für 2013 ein Förderpaket beschlossen, mit dessen Hilfe Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung unterstützt werden sollen. Wir haben über das Thema bereits in unserem Artikel Zuschüsse und Steuererleichterungen für Hausbesitzer berichtet. Darin finden sich auch die Bedingungen, an die die Fördermittel geknüpft sind. So muss der Bau der Häuser zum Beispiel spätestens 1995 in Auftrag gegeben worden sein. Möchten Sie bei der Fensterrenovierung vom Zuschuss profitieren, gilt es einige Auflagen zu beachten.
Moderne Fenstersanierung (Spojení | Flickr.com)
Moderne Fenstersanierung (Spojení | Flickr.com)

Der Grund für die strengen Regelungen: die Erneuerung der Fenster und die Wandqualität sind untrennbar miteinander verbunden. Gerade in Altbauten dienen die Fenster häufig als natürliches Belüftungssystem. Werden hier neue Fenster verbaut, wird die Luftzufuhr abgeschnitten und Schimmelbildung ist praktisch vorprogrammiert. Warum? Die Luftfeuchtigkeit kondensiert nicht mehr an den Scheiben, sondern bei ungedämmten Außenwänden an den wesentlich kälteren Zimmerwänden, weil die neuen, effizienten Fensterscheiben dann wärmer als die alten Wände sind. Darum müssen die Dämmwerte der Fenster mit denen der Wände abgestimmt werden. Und das bedeutet, wer von den Förderungen profitieren möchte, muss seine Fassade überprüfen.

Vorgaben der Regierung für die Wärmedämmung

Die Kredite und Zuschüsse von der Bundesregierung, welche durch die KfW-Bank verteilt werden, zielen darauf ab, mit energetischen Sanierungsmaßnahmen den Standard eines Energieeffizienzhauses zu erreichen. Das bedeutet, dass alle Umbau- und Sanierungsergebnisse sehr energieeffizient sein müssen. Gerade bei Fenstern wurden diesbezüglich für die Zuschüsse in 2013 einige Änderungen in den Vorgaben bezüglich der U-Werte vorgenommen.

Leben in einem Energieeffizienzhaus (Bundesregierung | Youtube.com )

U-Wert

Der U-Wert, oder auch Wärmedämmwert, ist ein Koeffizient, der die Wärmedurchlässigkeit von Materiealien beschreibt. Es gilt: Je größer der U-Wert, desto mehr Wärme kann durch das Material dringen. Je niedriger also der U-Wert Ihres Fenster ist, desto energieeffizienter ist es auch.

In einer Tabelle haben wir einmal die aktuellen Vorgaben der Regierung zusammengestellt. Im Vergleich zu den alten Werten wurden die neuen an die Standards der Energieeffizienzhäuser angepasst.

BauteilNeuer U-Wert ab 2011Alter U-Wert bis 2010
Fenster, Balkon- oder Terassentürenmit Mehrscheiben-Isolierglas0,951,1
Fenster mit Sonderverglasung1,301,30
Fenster an Denkmälern1,301,70
Dachflächenfenster1,001,20
Außentüren beheizter Räume1,301,70
Austausch von Verglasungen1,00

Quelle: GFF – Das Praxismagazin für Produktion und Montage

Je niedriger der U-Wert eines Materials, desto energieeffizienter ist es. Der Mindestanforderung von 0,95 ist also ziemlich streng, vor allem, wenn man bedenkt, dass die in Altbauten typischen Doppelfenster mit maximal 3,3 und die einfache Isolierverglasung mit 2,8 eingestuft werden. Um sich die Förderung der KfW zu sichern, muss mal somit schon sehr hochwerttige Fenster verbauen.

Fenster Beratung

Wie oben schon kurz angekündigt, sind die Werte von Fenstern und Wänden untrennbar miteinander verbunden. Darum erteilte die KfW als eine ihrer Bedingungen für Fördergelder auch die Auflage, dass der U-Wert der Außenwände immer niedriger sein muss als der der neuen Fenster. Viele Baumaterialien bringen schon von Hause aus gute Werte mit:

Material der AußenwandU-Wert
Beton ohne Wärmedämmung3,30
Mauerziegeln 24 cm dick1,50
Porenbeton 40 cm dick0,163-0,210
Holzrahmenbau (vor allem bei Fertighäusern)0,15-0,20

Quelle: Wikipedia

Darum gilt: Wenn Sie Ihre Fenster erneuern möchten, lohnt sich zunächst ein Blick auf Ihre Außenwand. Die Förderung wird natürlich auch für die Dämmung ausgezahlt, weshalb es mitunter sinnvoll ist, gleich beide Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Ihr Portmonee wird sich bei Ihnen dafür dann im Winter bedanken. Wie viel Geld genau Sie mit neuen Fenster sparen können, zeigt Ihnen der Käuferportal Fenster Rechner.

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