Wettbewerbsvorteil durch Kostenreduzierung

Mit einer energetischen Sanierung Betriebskosten im Unternehmen senken

13.04.2015 9:01:39

Viele Unternehmer haben ein ungutes Gefühl, wenn sie an ihre Betriebskosten denken. Denn auch außerhalb des Tagesgeschäfts investieren die meisten Firmen zu viel Geld in diese Art von Ausgaben. Mit einem cleveren Betriebskosten-Check und den entsprechenden Maßnahmen können Unternehmen jedoch Kosten senken. Wir zeigen Ihnen wie!

Sparpotenzial aufdecken und nutzen

Bereits mit kleinen Veränderungen lassen sich im Bereich der Betriebskosten große Effekte erzielen. Ob mit der Kündigung von Leistungen, die für den Betrieb nicht relevant sind oder mit günstigeren Preisen durch einen Anbieterwechsel – je nach Unternehmensbereich lassen sich Experten zufolge so 10 bis 26 Prozent der Kosten einsparen. Wer Betriebskosten senken will, sollte vor allem die folgenden Bereiche genauer unter die Lupe nehmen und die dazu abgeschlossenen Verträge auf ihre Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit überprüfen.

  • Kommunikation: Telefontarife und Internet-Provider
  • Versicherungen: Kfz-Versicherung, Inhaltsversicherung, Betriebshaftpflicht, betriebliche Altersvorsorge, Firmen-Rechtsschutz, betriebliche Unfallversicherung etc.
  • Fuhrpark: Leasingverträge für Fahrzeugen und Maschinen
  • Büro- und EDV-Verbrauchsmaterial
  • EDV-Hardware

Neben den oben aufgeführten Bereichen sind auch die Ausgaben im Bereich Energie ein erheblicher Kostenfaktor für die meisten Unternehmen. In einigen Fällen lassen sich diese Kosten mit einer energetischen Sanierung des Firmengebäudes langfristig senken. Welche Maßnahmen die richtigen sind, muss jedoch von Fall zu Fall individuell entschieden werden.

energetisch sanieren

Mit einer energetischen Sanierung senken Sie Ihre Betriebskosten effektiv

Energieberatung für Unternehmen

Um die richtigen Maßnahmen im Bereich der energetischen Sanierung durchführen zu können, bedarf es einer professionellen Beratung. Seit dem 1. Januar 2015 bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Energieberatung dazu für kleine und mittlere Unternehmen (KMU’s) an. Mit der unabhängigen und qualifizierten Beratung sollen die Firmen Energiesparpotenziale im eigenen Unternehmen besser erkennen und Energiesparmaßnahmen leichter realisieren können. Das Ziel der angebotenen Energieberatung soll wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzpotenziale in den Bereichen Gebäude und Anlagen sowie beim Nutzerverhalten aufzeigen. Antragsberechtigt sind kleine sowie mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes. Zudem können Angehörige der Freien Berufe mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland die Förderung in Anspruch nehmen, sofern sie die folgenden Anforderungen erfüllen:

  •  weniger als 250 Personen beschäftigen und
  • einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Millionen Euro haben

Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von über 10.000 Euro können eine Zuwendung von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten einschließlich einer eventuell in Anspruch genommenen Umsetzungsberatung erhalten. Die maximale Förderung beträgt jedoch 8.000 Euro. Die Energieberatung kann allerdings nur in Anspruch genommen werden, wenn diese durch einen vom BAFA zugelassenen Energieberater erfolgt. Der Berater kann vom antragstellenden Unternehmen selbst ausgewählt werden.

Wärmeverlust reduzieren mit neuen Fenstern

Eine Möglichkeit, um kräftig Energiekosten zu sparen, ist beispielsweise der Einbau neuer Fenster. Gleich nach den Außenwänden wird über Fenster die meisten Wärme nach außen abgegeben.

waermeverlust

Mit einer Sanierung kann dieser Wärmeverlust deutlich verringert werden. Im Vergleich zu herkömmlichen Altbaufenstern gehen durch Isolierglasfenster sogar 50 bis 70 Prozent weniger Wärme verloren. Isolierglasfenster sollten die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Sie besitzen eine Zwei- oder Dreifach-Verglasung
  • Edelgas dient als Füllstoff zwischen den Scheiben
  • Sie sind mit einem gedämmten Rahmen versehen

verglasung

 

Fördermöglichkeiten und Finanzierungen für Unternehmen

Nicht nur für Privatpersonen, die eine energetische Sanierung planen, gibt es attraktive Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert auch Unternehmen, die ihre Energieeffizienz erhöhen möchten bei vielen Vorhaben im In- und Ausland. Firmen, die in neue Verfahren investieren, haben so die Möglichkeit, Energieeinsparpotenziale dauerhaft zu nutzen. Die KfW stellt mehrere Kredite und Zuschüsse für energieeffiziente Maßnahmen bereit. Für die energetische Sanierung kommt, je nach Unternehmensgröße, beispielsweise das KfW-Programm 242, 243 oder 244 infrage. Das Programm ermöglicht die Förderung von Energieeffizienz-Maßnahmen im In- und Ausland. Hierzu gehören beispielsweise die Sanierung und der Neubau von Gebäuden, die die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen beziehungsweise beim Neubau übertreffen. Dazu zählen auch Vorhaben, mit denen Unternehmen wesentlich Energie sparen, unter anderem die Sanierung der Gebäudehülle. Die Fördersumme beträgt in der Regel bis zu 25 Millionen Euro pro Vorhaben und bis zu 100 Prozent der Investitionskosten zu einem effektiven Jahreszins ab 1,26 Prozent. 100 Prozent des Kreditbetrages werden ausgezahlt.

Energiekosten senken und Wettbewerbsvorteile sichern

Wer energetische Schwachstellen im eigenen Unternehmen aufdeckt und mit entsprechenden Sanierungsmaßnahmen darauf reagiert, kann die Kosten für den Energieverbrauch der eigenen Firma auf Dauer senken. Mit einer cleveren Planung und der richtigen Förderung können die Maßnahmen bestmöglich finanziert und umgesetzt werden.

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