Einrichten mit Weinkisten

Weinkisten24 – Berliner Start-up versorgt Deko-Fans mit Vintage-Kisten

20.10.2014 15:04:00

DIY- und Einrichtungsideen im Vintage-Stil sind angesagter denn je. Was passt da besser als ein Regal oder andere Einrichtungsideen aus charakteristischen Weinkisten? Doch die Beschaffung der schönen Stücke ist oft schwieriger als gedacht. Auf Flohmärkten zahlt man mitunter hohe Preise für weniger gut erhaltene oder künstlich auf alt getrimmte Kisten. Die Gründer von Weinkisten24 haben den Trend erkannt und helfen Deko-Fans dabei, das Problem rund um die Kisten-Beschaffung zu lösen.

Von der Leidenschaft zur Geschäftsidee

Das Start-up bietet in seinem Online-Shop gut erhaltene alte Weinkisten zu günstigen Preisen an. Anklang findet das Angebot bundesweit, besonders das Ruhrgebiet ist schon im Kistenfieber. Von dort gehen nach Angaben der Geschäftsführer die meisten Bestellungen ein. Die heutige Kreuzberger Kisten UG (haftungsbeschränkt) wurde 2013 von den Brüdern Till, Max und Florian Wichelmann unter dem Namen Weinkisten24 als GbR gegründet. Später stieß Peter Dyllick-Brenzinger zu den Brüdern hinzu und ist seither für die technische Seite des Weinkistenhandels im Internet verantwortlich. Der familiären Zusammenarbeit können die Brüder so einiges abgewinnen: „Zwar haben wir gleich zu Anfang einen Gesellschaftsvertrag aufgesetzt und die wesentlichen Dinge untereinander geregelt. Dennoch basiert die Zusammenarbeit natürlich vielmehr auf Vertrauen als auf dem Vertrag. Das war und ist sicher ein riesiger Vorteil. Außerdem fällt es im Streitfall viel leichter, sich gegenseitig die Meinung zu sagen, wenn man sich schon über 30 Jahre kennt“, so Florian Wichelmann.

Weitgereiste Unikate

Neben klassischen und farbigen Weinkisten gehören auch Paletten und sogar vorgefertigte Möbelstücke zum Sortiment der Berliner. Ob eine spezielle Pflanzkiste mit Rollen oder ein Wandboard aus Europaletten. Mit ihren Unikaten richten sie sich gezielt an Vintage-Liebhaber. Dabei hat jede Kiste ihre ganz eigene Geschichte und einen individuellen Ursprung. Die Weinkisten stammen größtenteils aus den
traditionellen Weinanbaugebieten in Deutschland wie etwa der Pfalz oder dem Rheingau. Seine Obstkisten bezieht das Start-up aus dem Alten Land südlich der Elbe. In Selb in Oberfranken haben die Brüder die Porzellankiste entdeckt, die sich wunderbar als Couchtisch eignet.

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Auch die Räume von Käuferportal wurden mit den Kisten verschönert

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Suche nach besonderen Stücken für ihr Sortiment führt die Shop-Gründer sogar rund um den Globus bis nach Sri Lanka. Im zentralen Lager in der Berliner Ritterstraße finden Interessenten in der Regel alle Kisten, die auch auf der Website angeboten werden oder sie können direkt vor Ort nach der passenden Kiste stöbern. Weil auch Käuferportal schon im Kistenfieber ist, haben wir die Gelegenheit genutzt und den Gründern noch die Fragen rund um den Kisten-Shop gestellt, die uns am meisten unter den Nägeln brannten:

Wie ist die Idee entstanden, ein Unternehmen zu gründen, das Weinkisten verkauft?

Florian Wichelmann: Über die Jahre habe ich privat einige Weinkisten gesammelt und mir damit ein immer größer werdendes Bücherregal gebaut. Fast jeder, der das Regal bei mir gesehen hat, fand es auch schick. Als ich dann merkte, dass die Preise für die Kisten in den Weinhandlungen immer höher wurden und ich eine erste Kiste bei eBay verkauft hatte, wurde mir klar: Es gibt tatsächlich so etwas wie einen Weinkistenmarkt.

Eure Geschäftsidee lässt ja eine gewisse Vorliebe für Wein erahnen. Habt Ihr einen Lieblingstropfen?

Florian Wichelmann: Da kann ich nur für mich sprechen, da der Lieblingswein von Max und Till wohl eher aus Hopfen und Malz gebraut wird. Ich trinke mittlerweile am liebsten trockene und mineralische Rieslinge, bevorzugt aus dem Rheingau.

Was ist für euch persönlich die ultimative Einrichtungsidee mit der Weinkiste?

Florian Wichelmann: Bücher- und Schuhregale macht ja fast jeder, auch den Einsatz der Kiste auf Fahrrädern sieht man häufig. Richtig lustig fand ich neulich, als eine ältere Dame die Weinkiste für ihre Stofftiersammlung gekauft hat (und sie übrigens ernsthaft eine Woche später zurückbrachte, da sich die Stoffkatze „in der Kiste einfach nicht wohl fühlte“).

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Regale sind der Klassiker für die Verwendung der Weinkisten

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben Weinkisten gibt es auch Obst- und Teekisten sowie Paletten. Können sich Deko-Fans vielleicht schon bald über ein erweitertes Sortiment freuen?

Florian Wichelmann: Klar! Wir denken immerzu an neue Produkte und sehen in jeder Kiste ein mögliches Möbelstück. Es lohnt sich ganz sicher ab und an bei uns reinzuschauen. Zum Beispiel werden wir im Oktober zahlreiche alte Militärkisten ins Sortiment aufnehmen. Die pinseln wir dann neu an und nennen sie „entmilitarisierte Friedenskiste“.

Wer jetzt Lust bekommen hat, seine eigenen vier Wände mit den Kisten zu verschönern, kann im Onlineshop der Brüder oder an den Standorten in Berlin und München direkt vor Ort die passende Kiste finden.

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