Immobilienmarkt in Deutschland

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Immobilienmarkt

23.06.2016 9:13:08

Die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland kennt seit einigen Jahren nur eine Richtung: nach oben. Da würde man doch meinen, es lohnt sich, mit dem Verkauf des Hauses oder der Eigentumswohnung noch zu warten – imm erhin könnte der Verkaufspreis noch weiter steigen. Doch die stetig wachsende Preisblase wird irgendwann zerplatzen. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Zahlen und Fakten über die aktuelle Lage und Entwicklung in Deutschland vor und zeigen Ihnen, wie Sie den richtigen Zeitpunkt für den Immobilienverkauf erkennen.

Aufwärtstrend bei größeren Immobilien

Eine interne Statistik von immowelt.de stellt die Preisentwicklungen von Häusern und Eigentumswohnungen seit November 2014 dar. Datengrundlage sind alle auf diesem Immobilienportal gelisteten Einträge. Hier lässt sich erkennen: Seit Herbst 2014 ist in den Millionenstädten Deutschlands eine konstante Preissteigerung bei Häusern mit einer Wohnfläche von mindestens 180 m² zu verzeichnen. Diese Immobilien kosten durchschnittlich rund 533.000 €, 22 % mehr als noch ein Jahr zuvor. Bei Häusern mit geringerer Wohnfläche hingegen sind die Preise im Verlauf des letzten Jahres etwa gleich geblieben.
Setzt man die auf immowelt.de gelisteten Einträge in Relation zueinander, so zeigen sie die Entwicklung des Immobilienmarktes in den letzten Monaten sehr deutlich.

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Hamburg & Berlin: kleine Eigentumswohnungen werden teurer

icon-preisentwicklungIn den vier bevölkerungsreichsten Städten Deutschlands ist der Quadratmeterpreis von Wohnungen mit maximal 40 m² Wohnfläche am günstigsten. Lediglich in Köln liegt der Durchschnittspreis für eine 40 bis 80 m² große Wohnung mit 2.300 €/m² sogar unter dem Mittelwert der kleinsten Wohnungskategorie (2.600 €/m²).

Ganz anders jedoch verhält sich die Preisentwicklung: Während in München und Köln bis auf kleinere Unregelmäßigkeiten gleichbleibende Preise herrschen, ist in den Städten Hamburg und Berlin ein klarer Aufwärtstrend zu beobachten. In Hamburg stieg der Quadratmeterpreis von rund 3.000 € (November 2014) auf 3.400 € (September 2015) – ein Plus von 13 %. In Berlin ist der Quadratmeterpreis für Wohnungen unter 40 m² innerhalb der letzten zehn Monate sogar um 17 % angestiegen.

Beliebtes Berlin, teures München

icon-immobilien-preis-standortBerlin gilt als eine der beliebtesten Metropolen der Welt und ist daher insbesondere für internationale Interessenten mit großem Geldbeutel attraktiv. Eigentumswohnungen in der Bundeshauptstadt haben daher ständig Hochkonjunktur. Aber auch größere Immobilien (ab 180 m²) werden in Berlin stetig mehr wert: Allein seit November 2014 ist der durchschnittliche Preis hierfür um über 150.000 € auf gut 1,4 Millionen € angestiegen.

immobilien-preise-iconFast schon moderat erscheinen diese Immobilienpreise im Vergleich zur bayerischen Landeshauptstadt: Rund 7.500 € kostet dort nämlich der Quadratmeter, wenn es eine Eigentumswohnung mit mindestens 120 m² sein soll. Das sind fast 3.000 € mehr als für eine vergleichbar große Wohnung in Berlin. Und unbeeindruckt von den ohnehin extremen Preisen hat sich in München die Preiskurve in den vergangenen Monaten um gut 500 € nach oben bewegt. Bei Häusern wiederum stagniert der Preis etwas. Durchschnittlich wird ein Eigenheim in München für 920.000 € verkauft – im Größenbereich zwischen 140 und 180 m². Deutlich mehr können Besitzer größerer Häuser erwarten: Zwischen 2 und 2,4 Millionen € sind für Immobilien ab 180 m² keine Seltenheit.

Bildunterschrift: „Deutschlands größte Städte im Vergleich: aktuelle Preise für Häuser und Eigentumswohnungen“

Deutschlands größte Städte im Vergleich: aktuelle Preise für Häuser und Eigentumswohnungen

Starkes West-Ost-Gefälle bei Wohneigentümern

immobilien-verteilung-iconDer Zensus im Jahr 2011 ermittelte nicht nur die genaue Einwohnerzahl Deutschlands, sondern brachte auch interessante Fakten zu den Wohnverhältnissen ans Licht. Laut Statistischem Bundesamt leben mit einer Quote von 63 % die meisten Immobilienbesitzer im Saarland. Zum Vergleich: In Berlin sind es nur knapp 16 %. Hauptsächlich ist dieser Unterschied jedoch mit der Wohnstruktur zu erklären: Das Saarland ist sehr ländlich geprägt, der Anteil an Einfamilienhäusern deshalb besonders groß. Berlin dagegen besteht zu einem bedeutenden Teil aus Mietwohnungen, was den geringen Eigentümeranteil begründet. Dennoch fällt eine grundsätzlich höhere Eigentümerquote in den alten Bundesländern auf. Von den Stadtstaaten abgesehen belegen Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt die letzten Plätze.

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Besitzer von Wohnraum: Verhältnis zwischen alten und neuen Bundesländern (ohne Berlin)

Weitere Fakten zu den Wohnverhältnissen:

  • 40 Millionen Haushalte gibt es in Deutschland, 30 Millionen davon liegen in den alten Bundesländern.
  • Nur 3 % der Haushalte sind 1-Raum-Wohnungen, Immobilien mit vier Räumen sind am häufigsten vertreten (26 %).
  • Im Jahr 2013 besaßen 43 % der deutschen Bevölkerung Wohneigentum. Bei 28 % aller Haushalte handelte es sich um Besitzer von Einfamilienhäusern.
  • Die Quote leer stehender Immobilien ist deutschlandweit von 7,5 % (1998) auf 8,6 % (2010) gestiegen. In den neuen Bundesländern und in Berlin ist die Leerstandsquote in dieser Zeitspanne gesunken.

Was bedeuten die Entwicklungen für Immobilienbesitzer?

Laut Immobilienverband Deutschland (IVD) wird in den nächsten Jahren die Nachfrage für Immobilien in kleineren Städten mit guter demografischer Prognose ansteigen. Damit sind auch steigende Immobilienpreise verbunden. Im Gegensatz dazu könnte sich der Immobilienmarkt in den Großstädten mittelfristig stabilisieren. Daher ist es hier eine gute Entscheidung, mit dem Verkauf der Wohnung oder des Hauses nicht mehr allzu lange zu warten. Lassen Sie sich dabei auf jeden Fall von einem guten Makler unterstützen. So verkaufen Sie Ihre Immobilie nicht nur schnell, sondern auch zu einem optimalen Preis und an einen Käufer, bei dem die Liquidität gründlich geprüft wurde.
Da kleinere Wohnungen vielerorts weiterhin teurer werden, lohnt sich ein Verkauf womöglich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Bei größeren Eigentumswohnungen allerdings ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Verkauf. Doch Vorsicht: Jeder Ort ist trotzdem als eigener Immobilienmarkt zu verstehen! Lokale Immobilienmakler kennen sich bestens aus und beraten Sie, ob sich ein Verkauf jetzt lohnt oder ob Sie in ein oder zwei Jahren ein noch besseres Verkaufsergebnis erzielen können.

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