Altersgerecht und trotzdem schön

Das perfekte Bad

10.02.2014 15:00:05
Eine Entwicklung der letzten Jahren ist, dass Badezimmer nicht mehr nur funktional, sondern vor allem auch modern und designorientiert eingerichtet werden. Ein normales Badezimmer entwickelt sich so schnell zur heimischen Wellnessoase mit großer Badewanne, gemütlichen Farben und passenden Accessoires. Wenn Sie allerdings das erste Drittel ihres Lebens bereits hinter sich haben, sollte bei der Badsanierung nicht mehr nur auf optische Aspekte wertgelegt, sondern auch ans Alter gedacht werden.

Barrierefrei und altersgerecht eingerichtete Badezimmer verbreiten schon lange keine Krankenhausatmosphäre mehr, sondern können ohne Probleme ins topmoderne Einrichtungskonzept eingebunden werden. Zudem können Sanierungswillige staatliche Förderung erhalten, sodass beim Umbau sogar einiges an Geld gespart werden kann.

Staatliche Förderung beantragen

Tipps für einen altergerechten Umbau
Christine Langer-Püschel | pixelio.de

Für altersgerechte Sanierungen von Wohnraum und somit auch des Badezimmers gibt es zinsgünstige Darlehen oder auch einmalige Zuschüsse über die KfW. Altersgerechte Wohnungen werden in den nächsten Jahren immer wichtiger, und so fördert der Staat vorausschauendes Handeln.

Die demographische Entwicklung in Deutschland und sogar weltweit bestätigt, dass die Gesellschaft immer älter wird. Durch gute ärztliche Versorgung steigt die Lebenserwartung, doch bleiben altersbedingte Einschränkungen bestehen. Hier kommen gut sanierte Wohnungen ins Spiel. Schon im Jahre 2020 wird jeder vierte Deutsche über 65 Jahre alt sein, bisher sind allerdings nur 1,4 Prozent aller deutschen Wohnungen barrierefrei. Die KfW fördert bei Darlehen bis zu 100 Prozent der förderfähigen Umbaukosten, einschließlich der Kosten für Architekten oder Beratung bis zu einem stolzen Betrag von 50.000 Euro je Wohneinheit. Bei Krediten kann zudem eine tilgungsfreie Zeit vereinbart werden. Abgewickelt wird alles über Kreditinstitute, Interessierte können sich also einfach an ihre Hausbank wenden. Diese kennt das Prozedere und hilft beim Stellen eines Antrages. Wichtig ist es allerdings, den Antrag unbedingt schon vor Baubeginn zu stellen. Planungsarbeiten und Beratungen können aber schon vorher beginnen.

Einrichtung schön und wohldurchdacht

Praktische und funktionale Badeinrichtung
Rainer Sturm | pixelio.de

Doch was sollten Sie bei der Badezimmersanierung nun genau beachten? Wichtig sind verschiedene Dinge: Große Bewegungsflächen, die später vielleicht auch einem Rollator oder gar Rollstuhl genügend Freiheit bieten, sorgen für Mobilität. Deshalb sollte sich die Badezimmertür unbedingt nach außen hin öffnen lassen. In puncto Optik sollte das Badezimmer nicht zu dunkel gehalten sein, ideal sind helle Fliesen. Hier muss jedoch nicht zwangsläufig auf kaltes Weiß zurückgegriffen werden; ein Creme- oder Beigefarbener Boden erinnert an Strand und unterstützt das offene Gefühl im Bad. Wer es ein wenig bunter mag, kann zudem Farbtupfer in der Dusche oder als Streifen an der Wand verwirklichen. Wichtig ist es auf rutschfeste Bodenfliesen der Klasse R10 zu achten. So kann auf Badezimmervorleger verzichtet werden. Eine Fußbodenheizung sorgt trotzdem für ein wohliges Gefühl an den Füßen.

Altersgerechte Badsanierung
Rainer Sturm | pixelio.de

Essentiell in jedem Bad sind Dusche und/oder Badewanne, bei diesen ist es besonders wichtig, auf altersgerechte Aspekte zu achten. Selbst wer relativ fit bleibt, wird Probleme bekommen über einen hohen Badewannenrand in die Wanne ein- und auszusteigen. So ist es wichtig, aber auch grundsätzlich sehr komfortabel, eine Dusche mit sehr flachem oder sogar bodentiefem Einstieg zu wählen. Badspezialisten wie Duschmeister bieten verschiedene Varianten, die das eigene Badezimmer aufwerten. Durch Glastattoos wird die Dusche zudem schnell zum schönen Mittelpunkt im Badezimmer. Für mehr Bewegungsfreiheit sollte darauf geachtet werden, dass sich die Duschabtrennung nach außen öffnen lässt. Was die Farbe angeht, müssen auch Badezimmermöbel nicht zwangsläufig weiß sein. Wählt man sie in einem hellen Braun, passend zu den cremefarbenen Fließen, wird das „draußen am Strand“-Gefühl weiter verstärkt. Allerdings sollten Schränke und Regale gut in der Wand verankert sein, sodass Sie sich notfalls auch daran festhalten oder abstützen können, ohne dass diese umfallen. Ein hängendes WC ist zwar im Alter nicht unbedingt eine Hilfe, sorgt aber für leichteres Wischen des Bodens und bringt somit Zeitersparnis und Komfort.

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