Wohlfühlfaktor Raumklima

Besser lüften – So mindern Sie mit neuen Fenstern Gesundheitsrisiken

11.12.2015 11:42:23

Frische Luft ist wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden der Bewohner. Doch ein gutes Raumklima zu schaffen ist nicht einfach. Wann öffnet man seine Fenster, wann hält man sie lieber geschlossen und wie vermeidet man unnötiges Heizen? Mit modernen Fenstern können Sie das Raumklima ohne große Anstrengung dauerhaft verbessern.

Schlechtes Raumklima schadet der Gesundheit

Eine hohe Luftfeuchtigkeit verhindert ein gutes Raumklima – deshalb sollte durch regelmäßiges Lüften für einen Luftaustausch gesorgt werden: So wird feuchte Raumluft abtransportiert und durch trockenere Frischluft ersetzt. Wichtig hierbei: Nicht nur der Wasserdampf, der durch Duschen oder Kochen entsteht, ist für die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung verantwortlich. Auch die Bewohner selbst setzen Feuchtigkeit frei. Daher ist es vor allem im Winter schwierig, die Luftfeuchte im Griff zu behalten. Denn ist es draußen kalt, tendieren die meisten dazu, automatisch weniger zu lüften. Damit steigt das Risiko, dass das Raumklima aus dem Gleichgewicht gerät. Die mögliche Folge: gesundheitsgefährdende Schimmelbildung!

Achten Sie deshalb vor allem in der kalten Jahreszeit auf ein gutes Raumklima. Die vier wichtigsten Faktoren dafür sind

  • eine regelmäßige Frischluftzufuhr,
  • ausreichend Licht,
  • eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit
  • sowie eine an die Jahreszeit angepasste Raumtemperatur.

Mit modernen Fenstern: Schimmel vermeiden & gesund bleiben

Besonders groß ist die Gefahr von Schimmelbildung bei älteren  Gebäuden, deren Fenster auch schon in die Jahre gekommen sind. Achten Sie bei einer Sanierung der Gebäudehülle oder einer Erneuerung der Fenster daher immer auf eine gleichmäßig gute Wärmedämmung. Denn harmonieren die Dämmwerte von Fenstern und Außenwand nicht, ist dies ein perfekter Nährboden für Schimmelpilze.

Experten-Tipp

    Dämmen die Fenster besser als die Gebäudehülle selbst, kann sich die Luftfeuchte im Raum als Feuchtigkeit an den kälteren Wänden niederschlagen und dort kondensieren. Durch ein falsches Heiz- und Lüftungsverhalten wird das noch verstärkt. In der Folge kann sich an eben solchen Kältebrücken Schimmel bilden. Daher ist besonders während der Heizperiode Vorsicht geboten.

Moderne Fenster verfügen im Vergleich zu älteren Modellen häufig über eine integrierte Lüftung oder eine zusätzliche Lüftungsanlage und sorgen damit automatisch für das perfekte Raumklima. Ein weiteres Plus: Neue Türen und Fenster sparen je nach ihrem individuellen Dämmwert bis zu 800 Euro Heizkosten pro Jahr ein.
Nach einer Sanierung kann die mechanische Lüftung also theoretisch die richtigen Lüftungs-Intervalle für Sie übernehmen und Sie dabei unterstützen, mit dem richtigen Luftaustausch jederzeit ein gesundes Raumklima zu schaffen. So mindern Sie nicht nur die Schadstoffkonzentration im Raum und verhindern eine zu hohe Luftfeuchtigkeit – Sie können auch noch Energie sparen. Doch nicht für jeden eignet sich die automatische Lüftung. Vergleichen Sie die Angebote mehrerer Fensterexperten und lassen Sie sich eingehend beraten, um das ideale Produkt und den besten Preis zu erhalten.

Alte Fenster – ein Risiko für die Gesundheit!

Viele unterschätzen die Belastung, die von Schimmelschäden ausgeht. Besonders wenn diese noch nicht auffällig sichtbar sind, versäumen es die meisten Mieter und Hausbesitzer, rechtzeitig zu reagieren. Das ist allerdings kritisch: Denn das gesunde Immunsystem eines Erwachsenen kann zwar eine gewisse Belastung durch Sporen, Keime oder andere Mikroorganismen einfach bewältigen, wenn diese aber in zu großer Zahl eingeatmet werden, sind sie gesundheitsgefährdend.

Allergische Reaktionen oder ein erneutes Ausbrechen bereits vorhandener Erkrankungen, beispielsweise der Atemwege, können die Folge sein. Vor allem Kleinkinder und ältere Menschen, die ein schwächeres Immunsystem haben, oder Personen mit Vorerkrankungen, sollten sich daher nicht in Räumen aufhalten, die mit Schimmel befallen sind.

Richtig lüften per Hand: So geht’s

richtig lüftenEgal ob moderne oder alte Fenster – jeder der nicht über eine mechanische Lüftung verfügt, kann mit dem richtigen Lüftungsverhalten für ein gesundes Raumklima sorgen und damit Gesundheitsrisiken in den eigenen vier Wänden eindämmen. Das Lüftungsverhalten muss dabei aber nicht nur der Jahreszeit, sondern auch dem jeweiligen Raum angepasst werden. Generell gilt: Je kälter es draußen ist, desto schneller funktioniert der Austausch der Raumluft und desto kürzer kann das Lüftungsintervall sein! Hier einige Tipps für die wichtigsten Räume im Haus oder der Wohnung.

Wohnzimmer:

Im Wohnzimmer ist eine regelmäßige Lüftung vor allem deshalb wichtig, weil sich die Bewohner  hier häufig und lange aufhalten. Durch Pflanzen wird zusätzlich Feuchtigkeit an die Raumluft abgegeben. Die Lüftung sollte deshalb spätestens dann erfolgen, wenn die Luftqualität als „schlecht“ wahrgenommen wird. Hier können mehrere kurze Stoßlüftungen über den Tag verteilt Abhilfe schaffen.

Küche und Bad:

Diese beiden Räume brauchen besonders viel Aufmerksamkeit, was Ihre Belüftung angeht. In relativ kurzer Zeit fällt hier beim Duschen oder Kochen viel Feuchtigkeit an. Diese sogenannten „Feuchtespitzen“ sollten direkt im Anschluss durch eine intensive Fensterlüftung abgeführt werden. Entfernen Sie eventuell zusätzlich kondensiertes Wasser von Fliesen oder Fenstern und verzichten Sie auf textile Vorhänge im Badezimmer. Diese halten die Feuchtigkeit länger im Raum und bilden einen idealen Nährboden für Schimmelpilze und Sporen.

Schlafzimmer:

Im Schlafzimmer sollten Sie jeden Morgen einen großen Luftaustausch herbeiführen, um die im Laufe der Nacht verbrauchte Luft zu erneuern. Hier bietet sich direkt nach dem Aufstehen eine intensive Stoßlüftung an. Vermeiden Sie unbedingt, die Fenster ständig in der Kippposition geöffnet zu halten. So sparen Sie Energiekosten ein und verhindern, dass der Raum über längere Zeit zu stark auskühlt.

Fenstereinbau am besten vom Experten

Eine Fachfirma berücksichtigt beim Einbau neuer Fenster die vorhandene Bausubstanz und kann sogenannte Kältebrücken gezielt umgehen. Und das ist besonders wichtig: Denn werden Fenster unsachgemäß montiert, kann es zu Stockflecken oder Schimmelpilzen kommen. Passen Sie nach einer Sanierung außerdem Ihr Lüftungsverhalten auf die neue Gebäudesituation an. Sofern Sie keine automatische Lüftung integriert haben, muss häufiger per Hand gelüftet werden als vor der Sanierung. Lassen Sie sich hier von Ihrem Fensterfachbetrieb immer auch zusätzliche Tipps für das richtige Lüften geben.

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