Rückblick Teil 3

Grüne Woche 2013: Und Photovoltaik lohnt sich auch 2013 noch!

25.01.2013 11:13:25

Gesenkte Einspeisevergütungen, negative Umsatzprognosen und bange Hoffnungen auf die folgende Photovoltaik-Saison – das war 2012. Wir haben mit Herstellern und Branchenexperten gesprochen und ihnen einen exklusiven Ausblick auf das Jahr 2013 entlockt.

Und Photovoltaik lohnt sich auch 2013 noch! (Images_of_Money | Flickr.com)
Und Photovoltaik lohnt sich auch 2013 noch! (Images_of_Money | Flickr.com)

Unser Optimismus bestätigt sich – Photovoltaik wird 2013 doch kein Minusgeschäft

Der letzte Teil unseres großen Rückblicks auf die Grüne Woche 2013 widmet sich einem derzeit heiß diskutierten Thema: Wie lohnenswert ist Photovoltaik 2013? Dazu hatten wir bereits eine erste Prognose gewagt. Und da auf der Grünen Woche auch Solaranlagenfirmen anzutreffen waren, haben wir die Chance genutzt und nach deren Einschätzung für das Jahr 2013 gefragt. Unsere Vermutung, dass sich auch dieses Jahr die Installation einer Solaranlage immer noch als rentabel darstellen müsste, hat sich bestätigt. Nicht zuletzt, weil unter anderem die Anschaffungskosten für eine Photovoltaikanlage seit 2006 um 55% gesunken sind und so auch die geringere Einspeisevergütung ausgleichen.

Ein an Wichtigkeit zunehmendes Thema für private Solarkunden ist der Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms. Denn durch die Kürzungen der Einspeisevergütung lohnt es sich für Eigenheimbesitzer mehr, den Strom aus der eigenen Solaranlage selber zu verbrauchen. Die Idee, mit einer Anlage auf dem eigenen Dach das große Geld zu verdienen, funktioniert bei der Flächengröße eines Eigenheims nicht mehr. Um wirklich Geld mit Solarstrom zu verdienen, ist meist ein Investitionsvolumen von 2 Millionen Euro erforderlich. Je nach Gebiet und Sonnentagen beträgt die Amortisationszeit circa 8 bis 10 Jahre.

Durch den erhöhten Photovoltaik Eigenverbrauch kommt immer mehr die Diskussion über den Einsatz eines eigenen Stromspeichers auf. Auch hier bekamen wir Bestätigung seitens der Solarexperten. Solaranlagen Momentan sind die Speicherlösungen zu kostenintensiv für einen Privathaushalt, denn die Dauer der Amortisation sollte nicht mehr als fünf Jahre betragen – aktuell liegt diese bei ungefähr 20 Jahren für einen Stromspeicher, wenn die Kosten nur durch den Eigenheimbesitzer getragen werden. Neben Forschungsprojekten, PV Stromspeicher effizienter und kostengünstiger herzustellen, ist ebenfalls von einer Förderung die Rede. Ein zinsvergünstigter KfW-Kredit soll den Zuschuss darstellen. Bis dato wurde darüber aber noch keine Entscheidung getroffen und die Solarexperten und die Branche sind zweierlei Meinung in Bezug auf die Förderung. Befürworter der Förderung sehen darin eine Chance, die Netze zu entlasten und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Kritiker sehen in der Förderung eine gezielte Bedienung von Einzelinteressen und nicht die des Gesamtwohles. Bei dem vermehrten Einsatz von PV Stromspeichern wird befürchtet, dass die Beteiligung am Ausbau der Strominfrastruktur zurückgeht. Ob und wie genau eine Förderung letztendlich aussehen wird, kann zu diesem Zeitpunkt nicht valide eingeschätzt werden. Aber auch an diesem Thema bleiben wir für Euch dran und berichten über neue Entwicklungen auf unserem Blog.

Unser Fazit: Die Grüne Woche 2013 hat sich gelohnt!

Für uns war es ein absoluter Mehrwert, mit Branchenkennern auf der Grünen Messe 2013 in Ruhe über diese Thematik zu sprechen. Dabei konnten wir für uns und natürlich auch für unsere Leser zwei Kernaussagen mitnehmen. Entgegen vieler Meinungen ist trotz gesenkter Vergütungen die Installation einer Photovoltaikanlage immer noch rentabel. Eine noch wichtigere Erkenntnis ist die bestehende Unsicherheit bei den Verbrauchern. Viele wissen gar nicht, dass die Anschaffungskosten so enorm gesunken sind. Es bedarf viel mehr Aufklärungsarbeit seitens der Regierung, sodass die Verbraucher wieder Vertrauen in Solarenergie bekommen.

Und mit diesem Beitrag schließen wir unseren dreiteiligen Rückblick auf die Berliner Grüne Woche 2013. Wir konnten sehr viele wertvolle Informationen mitnehmen und es hat uns außerordentlich viel Spaß gemacht, Trends und Produktneuheiten zu den Themen Küche, Wintergarten und Solaranlage aufzuarbeiten und Euch auf unserem Blog zu präsentieren.

Ob die Küche nun wirklich in jedem Haushalt zum Lebensmittelpunkt wird, der Wintergarten sowie spezielle Dachlösungen Einzug bei allen Eigenheimbesitzern halten und die Solarbranche das Niveau von 2012 wieder erreicht, das wird uns das Jahr 2013 zeigen. Wir bleiben auf jeden Fall an diesen Trends der Grünen Woche 2013 dran und werden über alle wichtigen Entwicklungen schreiben, bis es nächstes Jahr im Januar wieder heißt: Die Grüne Woche 2014 – Käuferportal ist vor Ort, um alle Trends und Neuigkeiten unter die Lupe zu nehmen.

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