Strom-Experte Rüdiger Biebl

Ökostrom und Solaranlagen

10.04.2013 16:30:10

Die Energieversorgung wird immer teurer. Da sind hilfreiche Tipps wahrlich Gold wert. Das haben wir uns auch gedacht und einen Experten in Sachen erneuerbare Energien, Ökostrom und Strompreise die Dinge gefragt, die Verbrauchern häufig nicht richtig erklärt werden.

Ökostrom - Natur schützen
Ökostrom – Natur schützen

1) Sie vergleichen unter anderem Strompreise. Wie stellt sich für Sie die Entwicklung auf dem Strompreismarkt dar?

Wir als Vergleichsportal erfahren oft sofort, wenn sich auf dem Strompreismarkt wieder Veränderungen ergeben. Zum einen nutzen dann mehr Menschen unseren Vergleich und zum anderen ändern sich natürlich auch die Preise der Stromanbieter. In den letzten Jahren sind die Preise auf dem Markt gestiegen, was mehr Verbraucher dazu animiert, von Grundversorger zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

2) Stichwort erneuerbare Energie: wie können Verbraucher sicherstellen, dass aus ihrer Steckdose Ökostrom kommt?

Wie bei Bio-Produkten gibt es auch für ökologischen oder Grünstrom bestimmte Siegel, die Verbrauchern die Herkunft des Produktes zertifizieren. Ein Beispiel wäre das TÜV SÜD Siegel, das nur bei Strom aus 100% erneuerbaren Quellen verliehen wird. Aber auch kleine, regionale Stromanbieter können sogenannten Ökostrom produzieren, ohne, dass ein Siegel sie kennzeichnet. Da lohnt sich ein Anruf oder ein Blick auf die Webseite.

3) Nachhaltigkeit liegt uns sehr am Herzen. Welche Maßnahmen würden Sie Stromsparern empfehlen, damit sowohl Umwelt als auch Geldbeutel geschont werden?

Entgegen der Meinung vieler ist Ökostrom nicht teurer als herkömmlich produzierter. Darum ist es natürlich umweltschonend, zu einem Stromanbieter zu wechseln, der Grünstrom produziert. Und wenn das jetzt auch nichts Neues ist: Das Licht auszuschalten und die Stecker von Geräten mit Standby zu ziehen, bewirkt mehr, als man vermutet. Euer Artikel über das Energiesparen in der Küche bietet auch gute Anregungen.

4) Solaranlage: Ja oder Nein?

Ein klares Ja. In eine Solaranlage zu investieren bedeutet, aktiv zum Energiewandel beizutragen und sich ein Stück weit unabhängig von den Schwankungen des Strompreismarktes zu machen.

5) Können auch Besitzer von Solaranlagen den Stromanbieter wechseln?

Ja. Der erzeugte Strom wird an den Netzbetreiber verkauft, der häufig auch Grundversorger ist. Unabhängig davon können Besitzer einer Solaranlage aber einen Versorger wählen, von dem sie ihren Strom beziehen. Das muss nicht der Grundversorger sein. Eine Ausnahme besteht, wenn die Solaranlage von einem bestimmten Stromlieferant gefördert wird. Dann muss der Besitzer bei diesem Versorger bleiben. Alle anderen können frei wählen.

Wir bedanken uns beim Vorstandsvorsitzenden der PVG AG Rüdiger Biebl für das interessante Interview. Ihre Stromanbieter können Sie auf der Webseite der AG natürlich auch vergleichen.

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