Stromkosten senken 2015

Photovoltaik – Jetzt noch schnell höhere Einspeisevergütung sichern

09.12.2014 15:07:15

Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wurde beschlossen, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis 2020 mindestens 35 % betragen soll. Das bedeutet auch ein Absinken der Vergütungssätze für die Einspeisung von Solarstrom. Sichern Sie sich eine höhere Vergütung für die nächsten 20 Jahre.

Sparfüchse aufgepasst: Vor allem der Eigenverbrauch lohnt

Am 30. September 2014 wurden die aktuellen Zahlen zum Zubau von Photovoltaikanlagen in Deutschland veröffentlicht. Der Bundesnetzagentur zufolge wurden im August 2014 nur 6.158 Solarstromanlagen mit insgesamt 140,147 Megawatt (MWp) Leistung zugebaut. Der rückläufige Zubau sorgt dafür, dass die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen im Zeitraum vom 1. Oktober 2014 bis zum 1. Dezember 2014 jeweils zum Monatsersten nur noch um 0,25 Prozent und nicht, wie nach der Basisdegression vorgesehen, um 0,5 Prozent sinken.

einspeisevergütungssätze

Die Regelung wurde am 30. September 2014 von der Bundesnetzagentur bekannt gegeben. Für Interessenten einer Solaranlage ist die verlangsamte Senkung der Einspeisevergütung ein Anreiz, möglichst zeitnah in eine Photovoltaikanlage zu investieren.

förderung 1

förderung 2Die Einspeisevergütung wird über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert. Aufgrund des aktuellen Zinstiefs übersteigt die Einspeisevergütung sogar die Zins- und Tilgungskosten einer von der Bank finanzierten Anlage. Trotz des gesunkenen Wertes ist es also trotzdem noch möglich, die Anschaffungskosten der Anlage zu decken. Alternativ können Solaranlagenbesitzer die gewonnene Energie auch selbst verbrauchen. In Deutschland und einigen anderen Staaten ist die Sonnenenergie längst günstiger als herkömmlicher Strom aus dem Netz.

Solarenergie fürs Unternehmen: Ein Erfolgsmodell?

Doch nicht nur Privatpersonen können von der alternativen Energieerzeugung profitieren. Auch für Unternehmen lohnt sich die Überlegung zum Umstieg. Firmen, die häufig über eine Produktionshalle oder ein Firmengebäude mit einer großen Dachfläche verfügen, können so ganz nebenbei ökologischen Solarstrom oder Energie fürs Büro generieren. Welche baulichen Voraussetzungen für einen hohen Ertragswert erfüllt sein müssen, lesen Sie hier. Für den direkt vor Ort erzeugten und genutzten Strom müssen Unternehmen weder EEG-Umlage noch Netzgebühren oder Stromsteuer zahlen.

Tipp der Redaktion

Neben Einsparungen bei den Energiekosten profitieren Unternehmen auch PR-seitig von der nachhaltigen Stromgewinnung. Als ökologische Maßnahme kann die Energiegewinnung in der Unternehmensvorstellung kommuniziert werden und stärkt damit die Außenwirkung.
Sarah Conrad

beispielanlage

 

Die Amortisationsdauer für eine Eigenverbrauchsanlage im Handel verlängert sich durch die EEG-Reform um nur rund 6 Monate an einem Standort mit mittlerer Sonneneinstrahlung wie etwa Bonn. Für das produzierende Gewerbe ergeben sich im Vergleich zum Handel nach der EEG-Reform etwas größere Einbußen.Trotzdem bleibt der Eigenverbrauch auch in diesem Sektor rentabel. Hier profitieren besonders Unternehmen an Standorten mit hoher Sonneneinstrahlung, etwa in Süddeutschland. Dort beträgt die Amortisationsdauer unter 10 Jahren und die Rentabilität bleibt mit über 8 % weiterhin attraktiv.

Fördermöglichkeiten auch für Unternehmen

Auch bei der Förderung können Unternehmen und Privatpersonen gleichermaßen profitieren. Entsprechende Förderprogramme stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf ihrer Webseite vor. Im Programm „Erneuerbare Energien“-Premium mit der Kreditnummer 271 sind spezielle Vorteile für gewerbliche Unternehmen und Firmen vorgesehen. Finanziert werden unter anderem Solarthermie-Großanlagen durch besonders zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse. Förderungsfähig sind große Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung, Heizungsunterstützung, solaren Kühlung oder zur Bereitstellung von Prozesswärme ab 40 Quadratmeter Kollektorfläche.

solarenergie für unternehmen

Auch Unternehmen können von der staatlichen Förderung für Solarstrom profitieren

Zusätzlich zu den von der KfW bereitgestellten Darlehen können Tilgungszuschüsse in Höhe von 30 Prozent der Investitionskosten für große Solarkollektoren beantragt werden. Kleine und mittlere Unternehmen, die über eine Anlage mit einer Bruttokollektorfläche von weniger oder gleich 40 qm verfügen, werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Antragsteller können zusätzlich eine Förderung für neu errichtete oder zu erweiternde Nahwärmenetze erhalten, die zu mindestens 50 Prozent mit regenerativer Wärme gespeist werden. Der Kredithöchstbetrag beträgt in der Regel maximal 10 Mio. Euro.

Tipp der Redaktion

Nicht nur die genannten Finanzierungsmöglichkeiten machen die Investition aktuell attraktiv. Die Preise für die Anschaffung der Solaranlage selbst sinken derzeit. Das betrifft nicht nur die Materialkosten, sondern auch die sogenannten „weichen Kosten“, also die für die Installation, die Verkabelung und den Anschluss der Anlage. Diese Aufwendungen machen etwa 60 Prozent der Gesamtkosten einer Solaranlage aus.
Sarah Conrad

Solarenergie lohnt sich noch immer

Bei einer zeitnahen Planung profitieren Sie mit der Installation einer Solaranlage momentan noch von einer attraktiven Einspeisevergütung und derzeit günstigen Anschaffungskosten. Sowohl für Hauseigentümer als auch für Unternehmen stehen außerdem zinsgünstige Kredite und Fördermöglichkeiten bereit. Diese werden immer günstiger, weil die Banken bereits Erfahrung mit der Finanzierung von Solarprojekten vorweisen können. Hinzu kommt, dass die gewonnene Energie in Deutschland bei Eigenverbrauch schon seit einiger Zeit günstiger ist als der herkömmliche Strom aus dem Netz.

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