2012 war das Jahr

Wie geht es mit Photovoltaik in 2013 weiter?

11.01.2013 10:00:17

Deutschland gehört bei der Solarstromerzeugung schon seit mehreren Jahren zu den Vorreitern der Branche. Ende 2012 konnten 1,3 Millionen installierte Photovoltaikanlagen deutschlandweit gezählt werden.Damit könnten alle Privathaushalte in Berlin vier Jahre lang versorgt werden. Laut BSW-Solar stellt dies eine Steigerung von 45% zu 2011 dar! Doch wie geht es 2013 weiter?

Wie geht es mit Photovoltaik in 2013 weiter? (permiegardener | Flickr.com)
Wie geht es mit Photovoltaik in 2013 weiter? (permiegardener | Flickr.com)

Nach diesem Rekordjahr stellt sich nun die Frage, wie sich der Photovoltaikmarkt 2013 entwickelt, denn aufgrund der gesenkten Einspeisevergütung brachen die Installationen mitten im Jahr 2012 ein, konnten sich aber in den letzten Monaten wieder auf das Niveau zu Jahresbeginn erholen. Prognosen für das Jahr 2013 stehen dem weniger optimistisch gegenüber. Vorstände von Herstellerfirmen und Bundesverbänden rechnen mit einem Umsatzrückgang von bis zu 20%.

Anzahl Installationen Photovoltaikanlagen in 2012 (Käuferportal)
Anzahl Installationen Photovoltaikanlagen in 2012 (Käuferportal)

Eine Chance für den Photovoltaikmarkt

Trotz der verkürzten EEG-Förderung gibt es Hoffnung! Die Preise für Photovoltaikanlagen sinken seit 2006 und sind mittlerweile rund 60% günstiger als vor sechs Jahren. Das deutlich niedrigere Investitionsvolumen gleicht die verkürzte Förderung ein wenig aus, so dass die Anschaffung einer Photovoltaikanlage vor allem für Privatmenschen immer noch attraktiv bleibt. Des Weiteren ist die Erzeugung von eigenem Strom immer noch günstiger: Die Kosten für eine selbsterzeugte Kilowattstunde liegen im Moment 10 Cent unter den Preisen der Stromanbieter, welche zudem die Stromkosten zu Beginn des Jahres 2013 weiter angehoben haben.

Nahaufnahme Photovoltaik-Modul
Nahaufnahme Photovoltaik-Modul

Der Einsatz von privaten Stromspeichern wird in Zukunft ebenso eine erhebliche Rolle für die Eigenerzeugung spielen. Dieser ermöglicht es, den selbst erzeugten Strom bei Bedarf in Anspruch zu nehmen. Allerdings kommt in diesem Falle eine erneute Investition auf Privatpersonen zu. Im Moment beginnen die Kosten, je nach Gerät und Hersteller, bei 2.000€/Kilowattstunde Speicherkapazität. Der ungefähre Amortisationszeitraum für einen Vier-Personen-Haushalt liegt beim aktuellen Preisniveau bei 20 Jahren. Das Bundesforschungsministerium hat dazu bereits die Förderinitiative „Energiespeicher“ ins Leben gerufen, um dauerhaft die Kosten für die Geräte zu senken. Ob sich diese Investition zum aktuellen Zeitpunkt für den eigenen Haushalt lohnt, sollte in jedem Fall durchgerechnet werden, denn die Produktionskosten pro Kilowattstunden dürfen die staatlich festgelegte Vergütung von Strom, die Einspeisevergütung, nicht übersteigen. Ein nicht abzustreitender Vorteil eines eigenen Stromspeichers ist dennoch die Unabhängigkeit gegenüber den Netzbetreibern und den damit steigenden Strompreisen, wie bereits erwähnt.

Solaranlagen Beratung

Schwer zu erreichen

Das Rekordjahr von 2012 kann durch die Kürzungen wahrscheinlich nicht wiederholt werden. Aber aufgrund gestiegener Strompreise und den gesunken Investitionskosten von Photovoltaikanlagen stellt sich die Anschaffung immer noch als rentabel dar.

Tipp der Redaktion

Wer Bedarf an selbst erzeugten Strom hat, sich aber aufgrund der aktuellen Lage unsicher ist, kann sich gerne an unsere Kundeberatung wenden oder sich auf unseren Themenseiten zu Photovoltaik ausführlich informieren.
Jenifer Etzdorf

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